Arbeitslosengeld! Wenn selbst die Firma verlässt?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Wenn ein AN seinen Job kündigt und damit seine Arbeitslosigkeit selbst verschuldet hat, bekommt er eine Sperre des ALG. Diese beträgt 12 Wochen. Diese zwölf Wochen sind dann aber komplett weg. Der Arbeitslosengeldbezug verringert sich also um diese Zeit der Sperre.

Nach der Sperrfrist bekommst Du dann ALG, wenn Du noch keinen anderen Job gefunden hast.

Wenn Du allerdings aus einem wichtigen Grund den Job aufgibst, wird oft nicht gesperrt. So ein Grund wäre z.B. ein Attest vom Arzt, dass Du in der Firma aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kannst. Das sollte aber vor einer Kündigung mit der Arbeitsagentur geklärt werden.

Wichtige Gründe zur Eigenkündigung ohne Sperre sind z.B. auch wenn AG die Löhne/Gehälter nicht, nicht vollständig, nicht pünktlich bezahlen oder den AN grob beleidigen. Sollte es im Betrieb häufige schwerwiegende Verstöße gegen Arbeitsschutzbestimmungen geben, hat der AN auch einen guten Grund zur Eigenkündigung. Bei diesen Beispielen kann man oft sogar fristlos kündigen ohne eine Sperre des ALG zu bekommen. Man muss den AG i.d.R. aber zuerst abmahnen und ihm Gelegenheit geben sich zu bessern (wie im umgekehrten Fall auch).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hexle2
09.11.2015, 03:11

Danke fürs Sternchen

0

Falsche Reihenfolge

Man sucht zuerst was neues, kündigt dann fristgemäß und wechselt nahtlos.

Wer seine Arbeitslosigkeit selbst herbei führt, wird zu 99 % mit 12 Wochen Sperrzeit belegt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hi!
Nach 2 Jahren hat man auf jeden Fall schon Anspruch auf ALG1 erworben. 
Stellt die Agentur für Arbeit dann fest, dass die Kündigung selbst erfolgt ist, ohne dass eine neue Arbeit in Aussicht war, dann gilt die Arbeitslosigkeit als selbst verschuldet, worauf eine Sperrzeit gem. §144 SGB III eintritt. Dies bedeutet den kompletten Wegfall des ALG1 für einen gewissen Zeitraum (z.B. 2 Wochen).

Benötigt man von Anfang an zusätzlich ALG2 aufstockend (z.B. weil das ALG1, das sich auf Grundlage des letzten Gehalts bemisst, nicht zum leben ausreicht) oder muss aufgrund einer eingetretenen Sperrzeit des ALG1 ergänzend ALG2 beantragen, so wird dies bei einer Sperrzeit ebenfalls gekürzt gem. §31a SGB II.

Das alles tritt nur ein, wenn man keinen wichtigen Grund nennen kann. Dies könnte z.B. sein, dass man mit der Kündigung einer sicheren Stellenstreichung zuvor gekommen ist oder das Arbeiten dort unzumutbar geworden ist.


Nachtrag zur Klärung:
ALG1 = Versicherungsleistung. Man zahlt als Arbeitnehmer in die Arbeitslosenversicherung ein und erhält im Falle der Arbeitslosigkeit Gelder aus dieser Versicherung.

ALG2 = von Steuergeldern finanziertes Unterstützungssystem zur Sicherung des Lebensunterhaltes, das nachrangig nach allen anderen Systemen (z.B. Wohngeld, Kindergeld etc.) eingreift.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn du selber gekündigt hast, tritt eine Sperre des Arbeitslosengeldes von 12 Wochen ein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wer selbst die Arbeit aufgibt, ohne eine neue zu haben und keinen driftigen Grund hat, der bekommt eine biszu dreimonatige Sperre. Besser: man lässt sich kündigen, dann entfällt die Sperre.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von BayernClub
27.10.2015, 00:49

Hallo Namelnuse!

Eigentlich weiß ich nicht den Unterschied zwischen die Arbeit kündigen und die Arbeit aufgeben.

Könnten Sie bitte mir erklären?

0

Ob man nun gekündigt wird oder selbst aufhört (also selbst kündigt) ist egal, dann gibt es 3 Monate kein ALG I.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von EstherNele
27.10.2015, 00:41

Wenn du gekündigt wirst und deine Kündigung selbst verschuldet hast, dann bekommst du i. A. eine Sperre.
Wenn dich der AG kündigt, weil er wegen der Auftragslage Arbeitskräfte abbaut, dann bekommst du natürlich keine Sperre. 

Genau für solche Situationen ist diese Versicherung u. a. da.

0

Was möchtest Du wissen?