Arbeitslosengeld mit 63,5 Jahren?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Arbeitslosengeld ist eine Lohnersatzleistung. Man erhält dieses als Überbrückung für einen maximalen Zeitraum indem man sich um eine andere Anstellung bemühen muss - hier auch mit dem Arbeitsamt kooperieren muss.

Wenn jemand "nicht mehr arbeitsfähig" ist, bekommt er kein ALG1 sondern entweder Krankengeld oder aber es wird ein Rentenantrag gestellt.

Für den Bezug von ALG1 muss man vermittelbar (arbeitsfähig) sein.

Gemeso, ich denke du kennst dich in der Materie aus. Meinem Mann wurde das in seiner Firma so gesagt. Ich konnte es gleich nicht so richtig glauben. Danke für deine Antwort.

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@Biggi2007

Das ist nicht weiter verwunderlich. Die Firma will sich hier auf Kosten der Versichertengemeinschaft von alten Mitarbeitern trennen.

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Wenn er aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann, gilt erst einmal die Entgeltfortzahlung. Davor kann der Betrieb sich nicht einfach drücken, indem der langjährige Mitarbeiter entlassen wird. Danach käme der Krankengeldanspruch und evtl eine Erwerbsminderungsrente.

Wer aus Gesundheitsgründen nicht arbeiten kann, steht dem Arbeitsmarkt ja nicht zur Verfügung und hat KEINEN Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Je nachdem, warum Dein Mann nicht mehr voll arbeitsfähig ist, so sollte er sich krankschreiben lassen. Da Dein Mann wohl in Rente gehen könnte, aber vermutlich bis 65 durchhalten will, würde das genau hinreichen, bis er dann seinen Rentenantrag stellen kann.

Auf ALG 1 würde ich mich hier nicht einlassen, da hast Du wesentlich mehr Ärger, das sollte nur ein Notnagel sein.

Wenn ihm der Arbeitgeber kündigen sollte, dann vergesst nicht, eine Abfindung zu fordern.

Ich selbst bin schon längere Zeit krankgeschrieben und mein Arbeitgeber hat mir bisher nicht gekündigt. Er weiß, warum :-)

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