Arbeitslosengeld 1 & Minijob

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Erst einmal bekommst du,wenn die Anwartschaftszeiten erfüllt wurden,ca.60 % deines durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten 12 Monate vor der Arbeitslosigkeit !

Die Anwartschaftszeiten sind erfüllt,wenn du innerhalb von 24 Monaten min.12 Monate beitragspflichtig beschäftigt warst,also in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hast.

Sind die 1100 € dein durchschnittliches Nettoeinkommen der letzten 12 Monate,dann müsstest du in etwa etwas über 600 € ALG - 1 bekommen.

Dein Problem wird dann erst einmal sein,mit diesem überhaupt eine Wohnung zu bekommen,denn das ist erst einmal Voraussetzung um überhaupt Anspruch auf Wohngeld geltend machen zu können.

Dazu käme dann,das du min.80 % deines Bedarfes nach dem SGB - ll,aus eigenem Einkommen ( also dein ALG - 1 ) bestreiten können müsstest.

Dein Bedarf nach dem SGB - ll würde sein,391 € Regelsatz + die angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ohne Kosten für den Haushaltsstrom,der muss aus dem Regelsatz gezahlt werden ) und davon brauchst du min.diese 80 % .

Die Wohnung dürfte dann ca.45 qm - 50 qm haben,was sie in deiner Stadt kosten dürfte,kannst du nur beim zuständigen Jobcenter genau erfahren. Um einen ersten Überblick zu bekommen,kannst du im Internet unter ,, Harald - Thome - örtliche - Richtlinien " einmal nachlesen.

Dann hättest du bei einem Nebeneinkommen von 450 € folgendes Problem,du darfst beim Bezug von ALG - 1,nur 165 € ohne Abzüge pro Monat dazu verdienen,der Rest würde dir von deinem ALG - 1 abgezogen.

Es blieben dir also bei einem 450 € Job gerade mal diese 165 € ( Fahrkosten für die Arbeitsaufwendung können extra geltend gemacht werden ) dann würden dir also 285 € von deinem ALG - 1 abgezogen.

Würdest du also mal angenommen 635 € ALG - 1 bekommen,kommst du max.auf 800 € im Monat,weil dir ja alles über 165 € Einkommen von deinem ALG - 1 abgezogen würde.

Bist du also noch unter 25,dann würde ich das trotzdem so machen,wie du es vor hast,vorausgesetzt du bekommst auch eine Wohnung mit diesem Einkommen. Denn unter 25 steht dir laut SGB - ll oder auch SGB - Xll noch keine eigene Wohnung zu,wenn du nicht einen wichtigen Grund vorbringen kannst.

Einer würde zum Beispiel sein,dass das zusammenleben mit den Eltern unzumutbar ist,das müsste aber dann auch plausibel dargelegt werden können.

Denn wenn du dann einmal in deiner eigenen Wohnung bist ( unter 25 ) ohne vorher Hilfe vom Jobcenter erhalten zu haben,dann können sie dich nicht mehr auf die Wohnung der Eltern verweisen und müssen dir ggf.dann ALG - 2 zahlen,wenn es denn mal von Nöten sein sollte.

Die Arbeitsagentur schreibt dazu:

Ein zusätzlicher Freibetrag kann berücksichtigt werden, wenn Sie in den letzten 18 Monaten vor Beginn des Arbeitslosengeldes neben einem Versicherungspflicht verhältnis mindestens 12 Monate eine Nebenbeschäftigung ausgeübt haben. Die Höhe dieses zusätzlichen Freibetrages richtet sich nach dem durchschnittlichen Einkommen, das in den letzten 12 Monaten vor dem Anspruch auf Arbeitslosengeld erzielt wurde, beträgt jedoch mindestens 165 Euro monatlich. Der zusätzliche Freibetrag wird auch eingeräumt, wenn Sie in den letzten 18 Monaten vor Beginn des Arbeitslosengeldes neben einem Versicherungspflichtverhältnis mindestens 12 Monate selbständig oder als mithel­fende/r Familienangehörige/r tätig waren.

http://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mdk1/~edisp/l6019022dstbai378635.pdf

Genau nicht, es steht da ja nicht was Du nun verdienst, in der Regel aber wird das ALG1 als Versorgung für den Zeitraum der Arbeitslosigkeit bezahlt, längstens für 1 Jahr. Alle weiteren Einkünfte werden dann logischer Weise entsprechend in Abzug gebracht.

Fragen würde ich mich, in wiefern in so einem Fall überhaupt noch ALG 1 bezahlt wird oder ob man in dem Fall gleich mit Harz IV zum "Aufstocker" wird.

Annemie91 11.07.2014, 22:48

Ich habe vorher nicht viel verdient...hatte brutto gerade mal 1100€... Also wären es ca. 500€ Arbeitslosengeld..& dann eventuell 450€ noch...hm

0
Quasimo 11.07.2014, 22:54
@Annemie91

Frag beim Amt.. ich denke das macht mehr Sinn als sich hier nun auf einen u.U, falsche Antwort zu verlassen. Du musst ja nicht hingehen und sagen ich habe, Du kannst ja auch sagen ich denke daran es zu tun.

Allerdings wenn Du es tatsächlich machst, dann UNBEDINGT melden, sonst könnte es ein böses Erwachen geben.

0

Was möchtest Du wissen?