Arbeitslos wie Amazon zahlen?

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6 Antworten

Das hätte sie sich fragen sollen bevor sie das geld ausgegeben hat. Jetzt muß sie da wohl durch. es werden Forderungen kommen, Inkassounternehmen etc. Sie sollte zu einer Schuldnerberatung gehen.

Zudem ist die Ausage das sie kein Arbeitslosengeld bekommt etwas merkwürdig. Eine Sperre dauert maximal 3 Monate. Unter mehrere Monate verstehe ich eigentlich einen längeren zeitraum. Sie hätte also längst einen Antrag stellen können.

Gegen die Kündigung hätte sie vorgehen können anstatt den Kopf in den sand zu steecken. Jetzt ist es vermutlich zu spät.

LouPing 10.08.2017, 13:52

Hey maja0403

Super Beitrag. 

Ich würde gerne eines hinzufügen: 

Die genannten Umstände sind kein Grund Schulden erlassen zu bekommen. Weder das JC noch der ehemalige AG sind haftbar zu machen. Die Art Schulden sind reine Privatsache. 

(Ich habe das Gefühl das erhofft man sich.)

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maja0403 10.08.2017, 13:55
@LouPing

Das ist richtig. Ob das JC überhaupt als Leistungsträger eingebunden werden kann, ist nicht ersichtlich. Arbeitslosengeld kann AG1 oder ALG2 bedeuten.

Die Schulden sind definitiv Privatsache.

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Paguangare 11.08.2017, 08:17

Wenn man als Arbeitnehmer gegen eine Kündigung nicht binnen drei Wochen rechtlich angeht, gilt sie als akzeptiert. Da lässt sich arbeitsrechtlich nichts mehr machen. Die betroffene Person kann sich also auch keine Abfindung mehr erkämpfen.

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mepeisen 11.08.2017, 11:14
@Paguangare

Es gibt hier keine Kündigung durch den Arbeitgeber. Bitte mal aufmerksam die Frage lesen...

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maja0403 11.08.2017, 11:15
@mepeisen

Stimmt sie hat selbst gekündigt, was noch schlimmer ist, wenn man dann enfach nix tut und über seine Finanzen lebt.

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Also wenn sich Mobbing beweisen lässt und man aufgrunddessen kündigt unterbleibt auch die Sperre bei der Agentur für Arbeit.

Sie kann während der Sperre SGB II Leistungen beantragen, aber erst wenn über ihr ALG I bescheiden wurde, da dies vorrangig ist.

Auch würde das ALG II, im Falle einer Sperre beim ALG mit Sanktion ausgezahlt.

Und jetzt mal die entscheidende Frage: Wieso hast sie 3.800,- € Schulden bei Amazon?

Katzenreiniger 10.08.2017, 13:39

Hat sie nicht. Sie hat die Amazon-Kreditkarte der LBB und hat dort die Teilzahlungsfunktion genutzt. Klassische Kreditkartenschulden, nichts ungewöhnliches. Ist auch alles kein Problem, nur hat sie jetzt die Raten nicht bezahlt und darum wurde das Ding wenig überraschend gekündigt.

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Paguangare 10.08.2017, 13:40

Mobbing zu beweisen ist aber nicht so einfach. Dazu müsste es erst einen Prozess vor dem Arbeitsgericht geben. Und dann steht da Aussage gegen Aussage.

Bzw. gegen die Agentur für Arbeit und unterlassene Arbeitslosengeldzahlungen kann man vor dem Sozialgericht klagen.

Bis es zu einem solchen Prozess kommt, können aber viele Monate vergehen. Außerdem braucht man dafür einen Anwalt. Und falls man keine Rechtsschutzversicherung hat, müsste man die Anwaltskosten zahlen, wenn man unterliegt (oder sich um Prozesskostenbeihilfe kümmern).

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Katzenreiniger 10.08.2017, 13:41
@Paguangare

Und all das interessiert die LBB nicht, bis dahin ist längst alles gekündigt, in der SCHUFA eingetragen und die Zwangsvollstreckung eingeleitet.

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kevin1905 10.08.2017, 14:33
@Paguangare

Klagen vor dem SG sind kostenfrei und Anwaltszwang herrscht dort auch nicht.

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Zunächst mal war das sicher nicht Amazon, sondern die LBB, das ist die Bank die die Karten ausgibt. Und klar, wenn man die Raten nicht bezahlt wird das Ding gekündigt.

Somit schuldet sie den Betrag sofort und sollte sich darum bemühen, den irgendwo aufzutreiben. Sonst ist die SCHUFA im Hintern und es kann zur Zwangsvollstreckung und Vermögensauskunft kommen.

Diese Freundin wird wohl kaum binnen weniger Tage 3800 € auftreiben können. Mir ist aber unverständlich, warum sie sich so viele Waren bei Amazon bestellt hat, wenn sie doch kein Einkommen hat.

Wenn sie ihr Arbeitsverhältnis selbst gekündigt hat, wird sie wohl auch einige Monate Sperre beim Bezug von Arbeitslosengeld bekommen. Dafür wird sie dann keine Nachzahlung von der Arbeitsagentur erhalten, sondern nur monatliche Zahlungen für die Zukunft oder nur kurz rückwirkend (je nachdem wann sie arbeitslos geworden ist und wie lange die Sperre ist).

Wenn man arbeitslos geworden ist, müsste man sich auch umgehend, schnellstmöglich bei der Arbeitsagentur melden. Da sie dies versäumt hat, bekommt sie vermutlich schon einmal gar keine rückwirkenden Zahlungen, da sie ja in der Zwischenzeit nicht vermittelbar war.

Wegen der Schulden sollte sie sich an eine Schuldnerberatungsstelle wenden.

mepeisen 11.08.2017, 08:09

Die ist nicht klar, dass sie das bestellt hat zu Zeiten, wo sie noch gut verdient hat?

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Paguangare 11.08.2017, 08:14
@mepeisen

Lieferungen erfolgen aber innerhalb weniger Tage nach der Bestellung und dann kann man die Rechnungen ja auch gleich begleichen, wenn man denn so gut verdient.

Die Person ist aber schon seit Monaten arbeitslos, hat also in der ganzen Zwischenzeit ihre Rechnungen nicht bezahlt.

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mepeisen 11.08.2017, 11:07
@Paguangare

Was an den Wörtern "Ratenzahlung" oder "Kreditkarte" verstehst du nicht?

Die Bestellungen können ggf. schon Jahre zurückliegen.

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Paguangare 11.08.2017, 20:51
@mepeisen

Eine derart schnodderige Ausdrucksweise möchte ich mir verbitten. Das Wort "Ratenzahlung" ist bisher noch nicht gefallen. Und wenn man eine Kreditkarte als Zahlungsart wählt, heißt das ja nicht, dass man unbedingt damit Schulden machen muss, also regelmäßig mehr Geld ausgibt als man hat oder verdient.

Für kleinere Konsumgüter, wie Kleidungsstücke o.ä. sollte man meiner Meinung nach keine Schulden machen, die sich über die Monate oder Jahre anhäufen.

Für den Kauf eines Hauses oder Autos kann ich es einsehen, dass man einen Kredit aufnimmt, aber nicht für Gegenstände, die man sich von Amazon per Paket schicken lässt.

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mepeisen 12.08.2017, 06:10
@Paguangare

Vielleicht hast du es überlesen. Aber TE schrieb etwas unscheinbar von Kartenzahlungen und damit letztendlich über die normale Amazon-Kreditkarte, wo man dann per Rate abbezahlt.

Dass man so etwas nicht machen sollte, ist durchaus richtig, da stimme ich dir auch zu. Aber die Erkenntnis hilft der Freundin des TE nicht mehr weiter für das akute Problem. Genauso wenig helfen deplatzierte Vorwürfe, man würde sich als Arbeitsloser für einige tausend Euro Waren eingekauft haben.

Bitte die Kirche im Dorf lassen kann ich da nur sagen.

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Paguangare 12.08.2017, 10:59
@mepeisen

Das Abbezahlungssystem einer Amazon-Kreditkarte ist mir tatsächlich unbekannt. Ich war davon ausgegangen, dass bei Kartenzahlungen spätestens am Monatsende der Gesamtbetrag vom Girokonto abgebucht wird, so dass man nicht unbemerkt (möglicherweise noch mit mehreren verschiedenen Kreditkarten), Tausende von Euros an Schulden aufhäufen kann.

Tatsächlich benutze ich keine Kreditkarten und wüsste auch nicht, welchen Vorteil ich davon hätte. Sie verleiten doch anscheinend nur dazu, Geld auszugeben, das man nicht hat, und dass man später mit Zinsen zurückzahlen muss.

Ich hatte einmal eine Weile lang eine Karstadt-Kundenkarte, die wie eine Kreditkarte funktionierte, und da gab es Monatsabrechnungen, wobei dann der Gesamtbetrag jeweils von meinem Girokonto auf das Konto der Karstadt-Hausbank automatisch übertragen wurde.

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Tja da hat deine Freundin wirklich Mist gebaut. Wie kann man soviel kaufen, ohne das Geld zu haben? Warum hat sich das Arbeitslosengeld nicht beantragt? Warum hat sie sich nicht zeitgerecht mit ihrer Bank oder Amazon in Verbindung gesetzt?

Ich glaube auch nicht an ein Mobbing auf der Arbeit. Sie schätze sie so als ein trotziges Kind ein, das nicht einsieht warum sie sich von anderen etwas sagen lassen soll. Zudem denke ich auch, dass sie meint keine Probleme zu haben, wenn sie alle warnenden Anzeichen einfach ausblendet.

Sie sollte endlich mal erwachsen werden und Verantwortung übernehmen.

Wie lange ist das bereits her, dass sie gekündigt hat? Hatte sie davor den Arbeitgeber informiert und gebeten, dass er sich drum kümmert, dass dieses Mobbing aufhört?

Gerade dann, wenn der Arbeitgeber über das Mobbing informiert wurde und nichts dagegen unternommen hat, könnte man ggf. gegen ihn klagen. Wenn das Mobbing gar vom Arbeitgeber (Chef) selbst ausgeht, wird es noch deutlicher.

Und wie hier schon steht, hat man dann eigentlich eine kürzere Sperrfrist.

Kannst du vielleicht mal ins Detail gehen, was das für Einzelfälle waren und ob deine Freundin da versuchte, beim Arbeitgeber das Problem anzusprechen?

Paguangare 11.08.2017, 08:21

Vor welchem Gericht und auf welcher rechtlichen Grundlage könnte man nach so langer Zeit wegen "Mobbing" oder "Duldung von Mobbing" klagen?

Wenn man gegen eine Kündigung rechtlich vorgehen will, muss man eine Kündigungsschutzklage binnen drei Wochen nach Bekanntwerden der Kündigung vor dem Arbeitsgericht einreichen.

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mepeisen 11.08.2017, 11:12
@Paguangare

Kündigungsschutzklage bei einer eigenen Kündigung des Arbeitnehmers? Bitte was?
Was soll denn eine Klage wegen "Duldung von Mobbing" bitte schön sein?

Ansonsten hilft das Lesen von Beiträgen, um ggf. Verständnis zu entwickeln. Der erste Satz meiner Antwort war die Frage, wie lange das denn nun schon her ist. Der zweite Satz war ebenfalls eine Frage, ob der Arbeitgeber über Mobbing informiert wurde und sich geweigert hat, die verantwortlichen Kollegen davon abzuhalten.

Diese beiden Fragen haben einen Sinn.

Zu deiner Frage, wegen was man klagt: Beispielsweise auf Schadensersatz.

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Paguangare 11.08.2017, 20:56
@mepeisen

Eben, gegen "Duldung von Mobbing" durch den Arbeitgeber kann man nicht klagen. Man kann auch vom Arbeitgeber keinen Schadensersatz fordern dafür, dass man selbst das Arbeitsverhältnis gekündigt hat. Aus Sicht dese Arbeitgebers hätte man ja einfach nur weiter zu arbeiten brauchen.

Mobbing läuft meist so subtil ab, dass es dagegen kein rechtliches Mittel gibt. Man wird nicht gegrüßt, Information wird nicht weitergegeben, es wird hinter dem Rücken getuschelt, die Kollegen verziehen das Gesicht. Wie will man so etwas jemals beweisen? Und selbst wenn, dann kann man dafür keinen Schadensersatz bekommen.

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mepeisen 12.08.2017, 06:06
@Paguangare

Ich habe nie behauptet, dass man wegen "Duldung von Mobbing" klagen soll?!? Das ist inhaltlicher Quatsch, man will nicht, dass der Arbeitgeber das Mobbing erduldet. Was soll das sein?

Schmerzensgeld/Schadensersatz wegen Mobbing lässt sich durchaus einklagen. Auch/Gerade wenn man gezwungen wurde, selbst zu kündigen. Bitte informiere dich vorher, bevor du bei so wichtigen Themen mitreden möchtest (ich will dir da nicht zu nahe treten).

Dass Mobbing oft genug subtil stattfindet und auch oft schwer nachzuweisen ist, ist durchaus korrekt. Die entscheidende Frage, für die es auch erst mal bei einem Gerichtsverfahren auf Schadensersatz ankommt, habe ich gestellt. 

Es geht darum, dass Mobbing kein Kavaliersdelikt ist und sollte man den Arbeitgeber informiert haben und dieser nichts getan haben, dann würde ich keine Skrupel haben, gegen ihn vorzugehen. Denn der Arbeitgeber ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass so etwas dann aufhört.

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