Arbeitslos und Schulden?

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8 Antworten

Interessant, wie viele wirklich völlig falsche Antworten hier herumgeistern.

Ganz grundsätzlich muss das Amt dir das Geld bezahlen, wenn die Voraussetzungen vorliegen. Wenn es länger braucht mit der Bearbeitung, dann muss es dir das Geld nachzahlen. Und von der Nachzahlung kannst du die Schulden dann begleichen. Das Ganze wäre auch problemlos einklagbar.

Des Weiteren steht dir ggf. auch ein Notkredit vom Amt zu (ein zinsloses Darlehen für die Überbrückung, was dann mit der zu erwartenden Nachzahlung verrechnet wird). Hier hat man leider manchmal ein Henne-Ei-Problem. Ohne dass du offiziell ALG 1 erhältst, bist du auch kein Bezugsberechtigter für einen solchen Notkredit.

Ich würde also folgendes machen: Mit deinem Freund gemeinsam beim Amt vorsprechen (deswegen mit dem Freund, dass er ggf. einbremsen kann, wenn man wütend wird, denn man sollte stets sachlich bleiben), den Notkredit für die Miete beantragen und eine sofortige Entscheidung verlangen. Ankündigen, dass man, wenn der Notkredit verweigert wird und wenn nicht bis Ende der Woche das ganze bearbeitet und das Geld auf dem Konto ist, man zu einem Anwalt geht und das Amt verklagt, ggf. auch auf Schadensersatz (Zinsen), weil man sich das Geld dann leihen muss.

Zudem würde man gerne mal deren Vorgesetzen bzw. Teamleiter sprechen, da es nicht sein kann, dass man Unterlagen nachweisbar mehrfach einreichen muss und dass gelogen wird, dass irgendetwas gefehlt habe und deswegen sei es zu Verzögerungen gekommen.

Also: Freundlich und höflich, aber bestimmend Druck machen und die rechtlichen Konsequenzen des Tuns aufzeigen. Dann klappt es auch mit den beamten.

Falls du nicht weiter kommst: Besorge dir beim Amtsgericht einen Beratungsschein und gehe damit zu einem Anwalt für Sozialrecht und lass ihn da ggf. mit Hilfe eines Gerichts mal was machen.

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Kommentar von cyracus
03.08.2017, 05:54

Info zu Beratungsschein:

Hole Dir für 10 Euro beim Amtsgericht einen Beratungsschein. - Google dazu mit

beratungsschein amtsgericht 10 Euro akademie

Mit dem kannst Du einen Fachanwalt für Sozialrecht aufsuchen und Dich beraten lassen. - Mitbringen musst Du Deinen Bescheid vom Jobcenter / Grundsicherungsamt und ich meine auch Deinen Mietvertrag, naja Ausweis sowieso und die 10 Euronen.

Hier eine sehr gute Information zum Beratungsschein:

http://www.akademie.de/wissen/beratungshilfeschein-kostenlose-rechtshilfe

Falls Du in Hamburg wohnst oder arbeitest, geh zur Öffentlichen Rechtsauskunft und Vergleichsstelle (ÖRA) in der Dammtorstraße. Da bekommst Du fachkundigen Rat von ehrenamtlich arbeitenden Anwälten, Richtern und Fachbeamten. Diese halten sich an die Schweigepflicht genauso wie frei praktizierende Rechtsanwälte. - Und falls erforderlich, setzen sie auch Schreiben für Dich auf oder schreiben direkt an die Gegenseite. - Google dazu mit
öra hamburg dammtorstraße

Ganz wichtig - Fehler vermeiden:

Die 5 häufigsten Fehler bei der Antragsstellung zur Beratungshilfe
https://www.anwalt.de/rechtstipps/die-haeufigsten-fehler-bei-der-antragsstellung-zur-beratungshilfe_095194.html

1

Fehlende Daten anhand Rückfrage beim AA identifizieren, besorgen, nachreichen, Kohle da.

Je schneller desto besser.

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Kommentar von cyracus
03.08.2017, 05:37

Hast Du die Worte in der Frage übersehen

(angeblich fehlen Daten, die nachweislich eingereicht wurden)

?

Bitte erst gründlich lesen, dann denken, dann antworten.

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Kommentar von GoodFella2306
03.08.2017, 06:22

Doch das habe ich gelesen, wie mir scheint hast eher du ein Verständnisproblem. Wenn sie jetzt angeblich fehlen, dann sind sie nicht da, auch wenn du nachweisen kannst dass sie eingereicht wurden. Und jetzt? Willst du stur ewig warten und schmollen und Recht haben wollen, oder willst du deine Kohle? Wenn du fix Geld haben willst, dann besorge die Daten erneut und reiche sie ein. Wenn du nur Recht haben willst, dann stell weiter auf stur. Wirst schon sehen wer am längeren Hebel sitzt. Es spielt keine Rolle ob du das nachweisen kannst, weg ist weg. Naja mir egal, denn wenn du auf dem AA den gleichen Umgangston pflegst wie hier, kann ich mir schon vorstellen welche Geisteshaltung du pflegst. Viel Spaß noch beim Warten.

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Habe Deine Frage gelesen, die Antwort von @mepeisen ... und bei den weiteren Antworten und Kommentaren habe ich aufgegeben weiter zu lesen, denn es ist unerträglich, was da großenteils für ein Quatsch geschrieben wird.

Ergänzend zur Antwort von @mepeisen:

Wenn Du dies beim Arbeitsamt klärst, geh nicht mit Deinem Freund hin (oder nicht allein mit dem Freund), sondern mit einem erfahrenen Beistand, auch Ämterlotse genannt (dazu gleich mehr). Begleitung durch Ämterlotsen beim Arbeitsamt, Jobcenter und anderen Behörden und behördenähnlichen Institutionen ist oft sehr hilfreich.

Wenn Dein Freund mitgeht, sollte er sich ruhig und konzentriert verhalten. Er ist dann einer Deiner Beistände, und wenn er etwas sagt, und Du widersprichst nicht, ist es so, als hättest Du es gesagt.

.

Damit Dir sowas nicht wieder passiert, dass Du Unterlagen abgibst, und die werden nochmal angefordert mit der Begründung, die würden fehlen, vorsorglich meine Hinweise, die ich Arbeitslosen (ALG 1 und ALG 2) reingebe, zum

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen).
Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge
persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf
einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift
bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht
das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum
und Unterschrift“
).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben
aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es
mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum
dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und
Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein
Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt
wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht
behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und
wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original
unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten)
. - Nicht (oder angeblich nicht)
abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht
gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. -
Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß
allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit
jobcenter unterlagen verloren
und lies auch dies:
Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

.

Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein.
Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im
Vertrauen
landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“
(wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

.

Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen.
Dieser Ämterlotse muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher
macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber
auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google
mit 13 sgb 10):

     (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit
           einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene
           gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht
           unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit
Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

     Ämterlotsen
     Behördenlotsen
     Behördenbegleiter
     Hartz IV Mitläufer
     Hartz IV Gegenwind e.V.
     Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und
(die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine
Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus.
(Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen
des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast
Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft):
Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand
sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die
gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht
darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu
lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich
etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es
gesagt.

Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall
sehr empfehlenswert.

.

Du schreibst "Arbeitsamt", und Du meinst wohl auch Arbeitsamt. Manche bezeichnen fäschlicherweise so aber auch das Jobcenter. Deshalb rein vorsorglich auch an Dich diese Info:

ACHTUNG! - sehr wichtig für Hartz IV-Bezieher:

Folge den Dir aufgegebenen Mitwirkungspflichten wie Bewerbungen
schreiben, an Maßnahmen / Fortbildungen teilnehmen (auch falls Dir eine
der Maßnahmen blöd, unsinnig oder für Dich unangemessen erscheinen
mag). In solch einem Fall wende Dich an eine Arbeitsloseninitiative /
Arbeitslosenberatung / Rechtsberatung. - Bezüglich fehlender Mitwirkung
wurde das Gesetz für "Hartzis" krass verschärft, und das kann sehr
schmerzhafte finanzielle Folgen für Dich haben!

Das Jobcenter kann dann ihren "Kunden" berechnen, was das Jobcenter
hätte sparen können, hätte der "Kunde" die Anweisung befolgt und
dadurch Arbeit gefunden - und das nicht nur für die Vergangenheit,
sondern auch für künftige Jahre. (Das ist also ein Schauen-wir-mal-
in-die-Glaskugel-Gesetz, völlig gaga, leider aber real.) Und das kann
sehr, sehr, sehr teuer für den "Kunden" werden.

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Kommentar von qugart
03.08.2017, 07:31

Das hilft den Fragesteller keinen Deut weiter. Das erste was er machen soll, ist eben die fahlenden Daten nachreichen. Und das so schnell wie möglich.

Gleichzeitig soll er seinem Vermieter die Problematik schildern.

DANACH kann er sich um die Nachzahlung (die ja sowieso kommen wird wenn die fehlenden Daten eingereicht worden sind) oder einem etwaigen Notkredit kümmern. Und hinterher kann man, wenn man denn die notwendige Energie dazu hat, nachforschen, wieso die Daten verschwunden sind.

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Kommentar von GoodFella2306
03.08.2017, 07:49

@qugart Danke, wenigstens einer mit gesundem Menschenverstand. Ich frage mich immer wieder, wieso man einen "Heiligen Krieg" vom Zaun brechen muss, wenn es doch so einfach ist das Problem zu beheben, wenn man denn überhaupt will. Aber genau daran scheint es zu scheitern in solchen Fällen, denn dann beruft man sich lieber auf das sogenannte Prinzip, statt einfach seiner Mitwirkungspflicht nachzukommen. Natürlich ist der Fragesteller seiner Mitwirkungspflicht nachgekommen, nichtsdestotrotz scheinen die Unterlagen aus welchem Grund auch immer verschwunden zu sein. Was ist dann einfacher, ewig lange Rechtsstreits vom Zaun zu brechen, oder als arbeitsloser Mensch mit entsprechend Freizeit mal eben schnell die Unterlagen erneut besorgen?

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Du leihst dir was, also hast du auch die Schulden. Für was du dir von deinem Kumpel Geld leihst, ist das Arbeitsamt egal, die werden dafür nicht aufkommen.

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Kommentar von cyracus
03.08.2017, 05:38

Dem Fragesteller wird Geld nicht gezahlt, das ihm zusteht!

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Welche Schulden?

Wenn du dir was leihst, dann musst du das auch zurückzahlen und niemand anderes.

Du solltest nur so schnell wie möglich die fehlenden Daten einreichen. Und wenn du die schon mal eingereicht hast ist es auch egal. Dann machst du das nochmal.

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Kommentar von cyracus
03.08.2017, 05:38

Lies nochmal gründlich die Frage:

(angeblich fehlen Daten, die nachweislich eingereicht wurden)

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Wenn Du nachweislich alle Daten eingereicht hast, müsstest Du über sämtliche eingereichte Daten eine Quittung bekommen haben! Ist das so?

Dann müsste das Amt für diesen Fehler aufkommen!

Ich würde besser erstmal das Hilfsangebot vom Freund annehmen, denn mit dem Vermieter legt man sich besser nicht an...

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Kommentar von gym8girl
01.08.2017, 11:27

Das Arbeitsamt muss nicht von den Schulden des Fragestellers aufkommen. Das ist allein sein privat Ding und dafür kommt das Arbeitsamt sicher nicht auf.

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Wenn deine Aussage stimmt und die Unterlagen nachweislich eingereicht wurden, dann wird das Amt zahlen müssen.

Wenn das nicht stimmt, dann geht es voraussichtlich auf deine Kappe.

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Kommentar von qugart
01.08.2017, 11:26

Was muss das AA zahlen? Schulden die der Fragesteller gemacht hat? Mit welcher Begründung?

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Kommentar von gym8girl
01.08.2017, 11:26

Der Mann leiht sich Geld. Das ist möchtest Problem vom Amt, also müssen die es auch nicht zurück zahlen

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Kommentar von gym8girl
01.08.2017, 11:29

Beim Amt dauert die Bearbeitung nun mal ein bisschen. Trotzdem muss das Arbeitsamt seine Schulden nicht zahlen! Er macht sich Schulden und wofür das geliehene Geld ausgibt, ist das Arbeitsamt doch egal, die müssen es ihm nicht zurück zahlen.

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Wenn Du Schulden machst, wirst Du auch für die Schulden aufkommen müssen!

I.d.R. erscheint kein kleines grünes Männchen mit einer Antenne auf dem Hinterkopf, das Dich von Schulden entbinden wird.

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