Arbeitslos und Eigentumswohnung?

7 Antworten

Die ARGE übernimmt die Betriebskosten und die Kreditzinsen, nicht aber die Tilgungsraten - auch nicht in Höhe evtl. Vergleichsmiete -, da sie nicht zur Bildung von Vermögen beitragen soll. Du müsstest also, wenn du keine neue Arbeit findest und im Hartz-IV-Bezug landest, die Wohnung wieder verkaufen und eine Mietwohnung beziehen, da die Miete bis zu einer gewissen Grenze komplett übernommen wird. Selbst wenn das eigentlich unwirtschaftlicher Unsinn ist - denn Wohneigentum entlastet nach Abzahlung die Sozialsysteme - sind leider unsere Gesetze so. Ein Hartz-IV-Empfänger soll offenbar aus der Armutsfalle incl. 1-€-Jobs, Maßnahmen und 400.- €-Jobs - nie wieder herauskommen, vor allem nicht über Wohneigentum.

Bei Wohngeld gibt es jedoch einen Lastenzuschuss für Wohnungseigentümer (gibt es allerdings nicht bei Hartz-IV-Bezug).

Es kommt auf deinen Status an. Wenn du Alg 1 erhältst, kannstr du zusätzlich Wohngeld beantragen (Lastenzuschuss). Bei AlG 2 (Hartz IV) werden die Zinsen und Nebenkosten wie sonst die Miete übernommen. Tilgungsraten musst du auf jeden Fall selbst übernehmen. Ausziehen brauchst du deswegen jedenfalls nicht. Wenn es hart auf hart kommt, kannst du die Tilgung auch aussetzen.

So lange, wie du ALG 1 erhältst, kannst du haben und behalten, was du dir von deinem Arbeitslosengeld leisten kannst. Extra Zuschüsse gibt es nicht.

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