Arbeitslos und Depressiv - Auszug U25 wegen schwerwiegenden sozialen Gründen; Wie würdet ihr die Situation beurteilen?

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6 Antworten

Du solltest mit deinem/deiner zuständigen Bearbeiter/in nochmal reden, dass es dir unmöglich ist, in der momentanen Situation weiterzukommen, geschweige denn in die Lage zu kommen, in der du an eine Therapie und später eine Ausbildung denken kannst.

Dein behandelnder Arzt wird das mit einem Gutachten/Attest sicher unterstützen.

Wende dich auch an den sozial-medizinischen Dienst, die können dir abnehmen, was du nicht schaffst.

Für dich ist jetzt wichtig, dass du einfach mit den Leuten aktiv redest.

Ich wünsche dir, dass du auf verständnisvolle Menschen triffst, die leider in unserer Gesellschaft immer weniger werden.

Was die Probleme zwischen Dir und Deiner Mutter angeht, kann man vermutlich nur sagen, dass das etwas ist, dass Ihr selbst in den Griff bekommen müsst. Eine schimmelnde Wohnung ist jedoch Aufgabe des Vermieters dies wieder in Ordnung zu bringen. Der Ursache für den Schmimmel muss auf den Grund gegangen werden, so dass man ihn beheben kann. Von einer Wohnung ohne Heizung habe ich bislang noch nichts gehört. Auch hier ist es normalerweise Aufgabe des Vermieters eine Wohnung zur Verfügung zu stellen, die auch beheizbar ist. Wenn der Strom zwischenzeitlich abgestellt wird, liegt es vermutlich daran, dass die Kosten dafür nicht regelmäßig bezahlt werden. Wie wird die Wohnung finanziert? Wende Dich an den Vermieter, am besten schriftlich und setze ihm eine Frist, bis wann der Schimmel entfernt werden muss. Was Deinen Gesundheitszustand angeht, könntest Du mit einer vertrauten Person in der REHA-Abteilung sprechen und fragen, was Du für Möglichkeiten hast. Wenn sich das Zusammenleben mit Deiner Mutter negativ auf Deine Genesung auswirkt, kann man vielleicht eine Alternative für Dich finden. Auch die Arbeitsagentur wäre hier an erster Stelle Anlaufpunkt für Dich.

in der jetzigen Situation ist eine Therapie zwecklos.

Wie willst Du denn Deine Depressionen ohne Therapie in den Griff bekommen - nimmst Du denn Medikament ein und wer hat Dich diagnostiziert?

Es kommt wohl weniger darauf an, wie man hier im Forum Deine Situation einschätzt, sondern mehr darauf, wie das Amt die Situation beurteilt, wenn Du einen Umzug und eine Wohnung finanziert bekommen möchtest.

Beziehst Du denn derzeit ALG2 oder andere Unterstützung vom Amt? Sprich mit Deinem Sachberarbeiter - der sollte wissen, welche Möglichkeiten es gibt.

Seeschnee 03.11.2017, 08:03

Wenn man U25 in einer Bedarfsgemeinschaft lebt, bekommt man kein ALG2. Das Geld bekommen nur die Eltern.

Ich will ja in Therapie gehen, aber erst sobald ich ausgezogen bin.

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KaeteK 03.11.2017, 08:10

Deine Einstellung ist verkehrt. Erst die Therapie und wenn sie erfolgreich war, dann kannst du dir eine Arbeit suchen und ausziehen.

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Seeschnee 03.11.2017, 08:18
@KaeteK

@Kaetek: Bitte denk noch mal genau drüber nach. Ich bin ungelernt und muss nach der Therapie erst eine 3-jährige Berufsausbildung machen. Ich werde dann während der Ausbildung weniger als 500€ Brutto oder gar nichts verdienen und dann habe ich das gleiche Problem wie jetzt. So lange halte ich das nicht mehr aus.

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Spassbremse1 03.11.2017, 08:35
@KaeteK

wie soll der Fragesteller in dieser Situation zur Ruhe kommen? die Weichen für sein weiteres Leben wären damit gestellt. 

Wollen wir das in einer sog. zivilisierten Gesellschaft?

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Du weisst schon das du während bzw. für  eine Ausbildung ausziehen kannst? Ü18 kann BAB beantragt werden sowie dein Kindergeld kann per Abzweigungsantrag an dich gezahlt werden.

Vielleicht reicht dir eine Ausbildungsvergütung, Kindergeld und evtl. BAB? Dann bist du nicht auf ALG2 angewiesen.

Laß dich behandeln und gleichzeitig verhandele mit deinem Sachbearbeiter über eine Finanzierung einer eigenen Unterkunft. Könnte vielleicht auch wichtig für einen Therapieerfolg sein.

Aber, kümmere dich selber, hinterher getragen wird dir nichts. Anträge musst du stellen. Ggfs. Wohnung/Zimmer musst du dir auch selber suchen.

Ein Auszug würde dein persönliches Befinden nicht ändern. Und schon gar nicht, wenn dir bewusst ist, dass du einfachste Dinge wie "wohnen" noch nicht mal alleine geregelt kriegst sondern immer absolut abhängig bist.

Seeschnee 03.11.2017, 08:10

Die Dinge wie ''wohnen'', kann ich mit Sicherheit auch alleine regeln. Ich habe nur Probleme mit dem Geld.

Habe sogar schon eine Ausbildung angefangen, aber ich musste sie dann abbrechen weil hier der Strom ausgeschaltet wurde. Unter solchen Umständen kann man keine Ausbildung schaffen.

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Grundsätzlich wäre das schon eine Situation in der ein Auszug möglich ist, aber das Jobcenter wird das nicht einfach so genehmigen. Und ganz ehrlich, warum ist eine Therapie nicht sinnvoll??? Es gibt keine Situation in der Therapie nicht sinnvoll ist, außer wenn man nicht gesund werden will.

Seeschnee 03.11.2017, 08:13

Was soll eine Therapie denn bringen, wenn die Wohnsituation der Auslöser für die Depressionen sind? Zuerst einmal muss eine Geregelte Wohnung her und dann kann die Therapie beginnen.

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Sanja2 03.11.2017, 08:14
@Seeschnee

Eine Wohnsituation ist nicht ein Auslöser einer Depression und eine Änderung dieser Situation ist mit einer Arbeit ganz schnell geregelt, dann kannst du dir das nämlich selbst finanzieren.

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Seeschnee 03.11.2017, 08:21
@Sanja2

Wenn es täglich streit gibt, keine Heizung vorhanden ist, kein Geld da ist, zwischenzeitlich kein Strom und die Wohnung verwahrlost ist, dann sag mir mal dass man dadurch keine Depressionen bekommt. 

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Sanja2 03.11.2017, 18:56
@Seeschnee

Entweder man gibt auf, dann gehts Richtung Depression, oder man kämpft sich raus. Das heißt Ausbildung, Antrag für Bab und Auszug.

wenig Geld ist kein Grund für Depressionen, Kälte ist eine Belastung, kein Strom kann das auch sein. Verwahrlosung liegt ja daran das man es verwahrlosen lässt. Putzen und aufräumen könnte da helfen. Und zum streiten gehören immer Zwei.

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