Arbeitslos trotz Zusage?

8 Antworten

Um diese unangenehme Situation erst gar nicht entstehen zu lassen, wäre eine schriftliche Einstellungsbestätigung nötig gewesen. Damit hättest du die Sperre beim Arbeitsamt umgehen können.

Nun bleibt dir nur übrig, entweder in den sauren Apfel zu beißen und weiter nach einem neuen Job zu suchen, oder aber, deinen Noch-Arbeitgeber zu fragen, ob du bleiben kannst. Eine Kündigung kannst du ja zurücknehmen. Allerdings muß dein Arbeitgeber dir daraufhin nicht deinen Arbeitsplatz erhalten, er kann aber.

Wenn du dich auf so eine vage Aussage verlässt, und kündigst, hast du ein Problem. Selbstverständlich hättest du den Vertrag unterschreiben können, dann hättest du jetzt etwas in der Hand und könntest Schadensersatz verlangen. So musst du jetzt der Arbeitsagentur erklären, wieso du selbst gekündigt hast.

Nur wenn Du nachweisen kannst (Zeuge, eMail), dass die andere Firma Dir eine Zusage gegeben, in Dir die berechtigte Erwartung geweckt hat, die neue Stelle tatsächlich zu erhalten, und Dich zur vorzeitigen (vor Unterzeichnung des neuen Arbeitsvertrages) Kündigung Deines alten Arbeitsverhältnisses gedrängt hat, hast Du die Möglichkeit, Schadenersatzansprüche (Verdienstausfalle, eventuelle Sperre wegen Eigenkündigung) gegen diese andere Firma zu stellen.

Es gibt dazu wohl entsprechende oberinstanzliche Gerichtsentscheidungen; das wäre dann allerdings für genauere Beratung und Hilfe ein Fall für einen ausgewiesenen Arbeitsrechtler.

Der oben genannte Nachweis sollte es auch möglich machen - sollte es tatsächlich zur Arbeitslosigkeit bei Dir kommen - , eine Sperre beim Bezug von Arbeitslosengeld zu vermeiden; das läuft aber nur über einen engen Kontakt zum Betreuer in der Arbeitsagentur.

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