Arbeitsamt schickt alte, kranke Menschen zur unentgeltlichen Arbeit!

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9 Antworten

Wieso hat das Arbeitsamt sie geschickt, wenn sie ein Angebot von einem Firmenchef bekommen hat?

Widersprechen sichda nicht Überschrift und Inhalt?

McLory 28.01.2013, 20:02

Das Arbeitsamt hat ihr das Angebot geschickt und der Ehemann der Frau hat bei dieser Firma angerufen und mit dem Chef gesprochen. Wo widerspricht sich das denn?

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derdorfbengel 28.01.2013, 20:13
@McLory

Nochmal: steht in dem zugesandten Angebot etwas von "unbezahlt" oder von "Praktikum"? Oder steht da Arbeit?

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McLory 28.01.2013, 20:40
@derdorfbengel

Ich hatte das Angebot persönlich nie in der Hand, aber ich habe gar keinen Grund anzuzweifeln, was mir die (ehrlichen) Leute erzählt haben.

Bei dem Angebot geht es um Arbeit. Jedoch wurde diesen Leuten mündlich mitgeteilt, dass sie dort erst Probearbeiten soll... damit der Betrieb und sie sehen ob sie dafür geeignet ist. Da es unentgeltlich ist, bezeichnet man das doch als Praktikum, oder nicht?

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derdorfbengel 29.01.2013, 10:43
@McLory

Nein. Bezeichnet man nur umgangssprachlich so. Fachsprachlich ist aber zu berücksichtigen, dass ein Praktikum der Ausbildung oder dem Erwerb von Fertigkeiten und nicht der Erbringung von Arbeitsleistung, dienen soll.

Für ein Arbeitsverhältnis besteht hingegen grundsätzlich Anspruch auf Entlohnung.

Bei solch dubiosen "Angeboten" ist nur sicher zu stellen, dass man in der richtigen Position ist. Wenn Du rundheraus die Arbeit ablehnst, hastDu i.d.R. das Problem, dass Du nicht beweisen kannst, dass von Dir unbezahlte Arbeit verlangt wurde. Und so hast Du den Vorwurf der Ablehnung und einen Zeugen gegen Dich.

Besser ist es daher, erst mal zu einem Vorstellungsgespräch hin zu gehen, sich interessiert zu zeigen und sich auf jeden Fall einen Vertragsentwurf geben zu lassen. Wenn Du einen Vertrag über unbezahlte Arbeit hast, kannst Du beweisen, was unzumutbares von Dir verlangt wurde.

Wird überhaupt kein Vertrag unterschrieben, so ist erst mal ein gewöhnlicher Arbeitsvertrag zustande gekommen. Und dann müsste die andere Seite ihre Behauptung beweisen, es gebe nur einen "Praktikums"vertrag.

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McLory 30.01.2013, 08:38
@derdorfbengel

Erst mal vielen Dank für die Info, jetzt hab ich auch was dazugelernt :-)

Ich war gestern wieder zu Besuch bei diesen Leuten und ich habe erfahren dass sich das Arbeitsamt inzwischen entschuldigt hat und gemeint hat, es handle sich bei diesem Angebot um ein Versehen (schließlich hat die Frau auch eine ärztliche Bescheinigung dass sie solche Tätigkeiten gar nicht ausüben kann).

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derdorfbengel 30.01.2013, 10:08
@McLory

Dann hätte sie Glück gehabt. Nur ein amtsärztliches Gutachten würde das Amt verpflichten.

Allerdings ist eine mündliche Zusage des Amtes auch nichts wert. Verlassen kann man sich darauf nicht.

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McLory 31.01.2013, 10:55
@derdorfbengel

Ich habe mich nochmals informiert (es ist ein amtsärztliches Gutachten) und ich hab' die Leute noch wegen der mündlichen Zusage gewarnt (der Anwalt ist schon eingeweiht).

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Sorry, entweder bindet man dir einen Bären auf, oder du versuchst das hier.

Wenn sie einen schweren Arbeits- oder Wegeunfa hatte, zahlt die Berufsgenossenschaft ihr eine ausömmliche Rente. Außerdem dürfte der damaliga schuldie Autofahren zum Schadensersatz verpflichtet worden sein.

Fas man sie tatsächlich vorzeit in die Rente schicen sollte, erhält sie als Ausgleich die BG-Rente ZUSÄTZLICH

McLory 25.01.2013, 13:55

Schon mal gehört, dass es zwei paar Schuhe sind, was rechtlich gesehen möglich ist und was tatsächlich passiert. Ich habe sogar selbst Zeiten miterlebt, wo ich (und alle anderen Mitarbeiter) 3 Monate ganz ohne Gehalt in einer seriösen (!) Firma gearbeitet haben. Das Geld haben wir zwar später nachbezahlt bekommen, jedoch ist die Realität und die Theorie nicht das selbe. Man darf nur nicht zu naiv sein. Deswegen glaube ich diesen Leuten die Geschichte blind aufs Wort! Wieso sollte ich hier was falsches schreiben?

Die BG zahlt angeblich alles, wenn es dann soweit ist versucht sie sich (so wie andere Versicherungen auch) davor zu drücken. Eine Renten- Ausgleich wäre angebracht, erhält sie aber (trotz Anwalt) leider nicht...

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DerHans 26.01.2013, 17:05
@McLory

Ich bleibe beim aufgebundenen Bären. Wenn** tatsächlich** eine Wegeunfall passiert ist, zahlt die BG auch. Natürlich holt sie sich dann das Geld vom Schadensverursacher zurück.

Ich weiß ja nicht woher du die Geschichte hast, aber ursprünglich hat sie sich jemand aus den Fingern gesogen.

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McLory 28.01.2013, 19:57
@DerHans

Bevor Du hier Opfer verhöhnst und ehrlichen Menschen grundlos Lügen unterstellst (was schon eine Frechheit ist), hast Du überhaupt den Text richtig durchgelesen?

Die BG zahlt angeblich alles, wenn es dann soweit ist versucht sie sich (so wie andere Versicherungen auch) davor zu drücken.

Dies bezieht sich logischerweise auf Deinen vorigen Text mit der zusätlichen BG-Rente. Weiter oben schreibe ich:

Die BG ist größtenteils für die Kosten aufgekommen, obwohl diese Frau (trotz gutem Anwalt) finanz. Einbußen hatte. (...)

Da steht doch deutlich, die BG hat das meiste bezahlt! Aber eben nicht alles ! Die Frau erhält keine Zusatzrente, da versucht sich die BG zu drücken! Außerdem hatte die Frau aufgrund des Unfalls noch zusätzliche Kosten. Das sind zwar nur einige Kleinigkeiten, diese läppern sich aber in 2 Jahren schon zusammen! Falls Du tatsächlich in einer rosaroten Zuckerwattenwelt lebst und denkst, die BG würde immer alles restlos zahlten, dann kann ich noch die mir bekannten restlichen Fakten schreiben.

Was dieser Frau passiert ist, ist zwar schlimm... aber es gibt noch viiiieeelll extremere Fälle. Da werden Unschuldige stark geschädigt, verletzt oder sie kommen sogar um und sie (oder ihre Familien) erhalten trotzdem keine Entschädigungen! Die Medien sind voll davon... nur Weltfremde glauben dass das Leben nach Theorien verläuft!

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McLory 30.01.2013, 10:34
@DerHans

Ich habe gestern erfahren dass sich das Arbeitsamt inzwischen entschuldigt hat, das Angebot sei ein Versehen.

Die zusätzliche BG-Rente erhält sie jetzt zwar tatsächlich noch nicht, aber der Anwalt ist noch dran. Da gibt es Schwierigkeiten, wie z.B. Vorerkrankungen (sie hatte zuvor schon leichte gendh. Einschränkungen) und die Chancen dass sie doch noch eine Zusatz-Rente bekommt sind auf jedenfall da.

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einen solchen "Härtefall" kenne ich persönlich zwar nicht ABER ich weiß dass das Amt unfähig ist Leute vernünftig zu vermitteln. Mich wollten die schonmal als Kurierfahrer vermitteln, dabei hab ich nichtmal nen FS für nen Roller, geschweige denn für ein Auto. Meine Schwägerin sollte eine 6 Monatige maßnahme antretten, eine Woche bevor sie in Mutterschutz ging und sie danach eh zuhause bleiben musste wegen dem Kind. Der ganze Papierkram wäre also unnötig gewesen.

In dem fall ist es nun aber so das diese Arbeit/Vermittlung rechtswiedrig ist. Ich würde an ihrer Stelle auch gar nicht erst warten bis sie eine Sanktion bekommt, sondern direkt dagegen klagen. Sie soll sich am besten einen Anwalt nehmen, der dem Amt mitteilt das diese Arbeit rechtswiedrig ist, da die frau es gesundheitlich gar nicht machen kann. So sehen die beim Amt gleich das sie es mit der nicht machen können und halten die Füße still.

Ich würde ihr aber empfehlen das sie auf jeden Fall einige Rücklagen bildet, soltle es doch zu einer Sanktion kommen, das sie die 3 Monate 30% weniger Geld überbrücken kann, bis das alles mit Gericht und co durch ist. Noch ein kleiner Tipp zu ssanktionen: Diese sind rechtswiedrig entschied das Bundesverfassungsgericht (im Urteil der H4 Reform zu finden). Ein Sozialstaat (also auch Deutschland) muss das Existenzminimum jederzeit gewährleisten und es darf nicht unterschritten werden. Sollte also eine Sanktion eintretten, Widerspruch einlegen und ab zum Amt auf auszahlung der 30% bestehen, egal in welcher Form die das Auszahlen udn wenn das Lebensmittelgutscheine sind. Sollten die das nicht tun kann sie das JC wegen gefärhlicher Körperverletzung anzeigen. Erspartes sollte sie aber unter dem Kopfkissen lagern, das Urteil greift nur wenn kein Erspartes vorhanden ist und der sanktionierte auf den vollen Satz H4 angewiesen ist.

Bei allem Verständnis für die Schwierigkeit der Situation, in der die Dame steckt:

  1. Ich kann nicht erkennen, wem du hier jetzt einen Vorwurf machst. Das Arbeitsamt hat ja bereits gesagt, dass es sie nur noch zur Überbrückung der Rente arbeitlos meldet. Und die in der Überschrift aufgestellte Behauptung, es würde jemanden "zur unentgeltlichen Arbeit schicken", ist nach deiner Beschreibung vollkommen haltlos. Dieser Wunsch kam vom Chef! Und ich kann nicht erkennen, dass jemand sie zwingen würde, diesem Wunsch nachzukommen.

  2. Du verwendest den größten Teil deines Textes darauf, wie die Frau in ihre Lage geraten ist und dass sie doch so unschuldig sei. Für die Beteiligten (Arbeitsamt) spielt keine Rolle, wie die Frau in die Notsituation geraten ist. Für den Arbeitgeber sowieso nicht, der ist kein Sozialamt. Und auch das Arbeitsamt kann sich danach nicht richten. Es muss allen menschen nach gleichen Maßstäben helfen und alle gleich behandeln.

Für die Schäden aufgrund des ihr zugestoßenen Unglücks ist die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners verantwortlich, nicht das Arbeitsamt und nicht potenzielle neue Arbeitgeber.

McLory 25.01.2013, 12:18
  1. Fehler Nr.1 vom Arbeitsamt: Sie haben der Frau versprochen ihr keine Angebote zu schicken, sie sollte nur zur Überückung arbeitslos gemeldet werden. Die Arge hat gelogen!

    Fehler Nr.2 vom Arbeitsamt: Sie vermitteln kranke Arbeitslose zur Akkordarbeit. Sie wird nicht (mit der Peitsche oder so) gezwungen, sie könnte aber Sanktionen bekommen und sie hat jetzt weitere Unannehmlichkeiten.

    Fehler Nr.3 vom Arbeitsamt: Das Arbeitsamt - nicht die Firma, der Osterhase oder der Weihnachtsmann, haben ihr dieses Angebot geschickt - sondern die Arge. Der Vorschlag zur Probearbeit kam zunächst vom Arbeitsamt. Der Chef der Firma wiederholte dies nur und fügte hinzu, dass er sie nach dieser Woche als ungeeignet beurteilen könnte. Meine Überschrift ist also völlig korrekt !

  2. Es ist wichtig, genau zu erklären dass die Dame da unverschuldet reingeraten ist. Nur so kann man Sprüche wie "selber Schuld" vermeiden!

    Nein ! Man draf nicht alle Menschen nach gleichen Maßstäben behandeln ! Deiner Logik nach könnten alle Arbeitslose z.B. als Ärzte oder Lehrer arbeiten. Genauso ist es ein "no go" (fast) 64 jährige (selbt gesunde) zur Akkordarbeit zu vermitteln oder von ihnen PC Kentnisse zu verlangen!. Haben wir denn nicht genügend junge Arbeitslose? Arbeitslose die keinen Füherschein haben, kann man doch nicht als Kurier- oder Kraftfahrer arbeiten lassen. Hochschwangere (kurz vor dem Mutterschutz) kann man auch nicht zur 6 monatigen Maßnahme schicken. Und schon gar nicht kann man Kranken Jobs anbieten, die sie noch kränker machen!

    Keine Ahnung ob dies absichtlich geschehen ist oder nicht. Auf jedenfall sind hier Fehler vom Arbeitsamt gemacht worden und es wird doch wohl erlaubt sein, diese zu kritisieren. Den alten Arbeitgeber mache ich für nichts verantwortlich, denn sie kann ja diese Tätigkeit nicht mehr machen. Den "neuen" Chef mache ich sehrwohl einen Vorwurf, er ist zwar kein Sozialamt... aber kranke Menschen so auszunutzen um sich einen Profit zu erschleichen ist das allerlezte!

Die BG ist größtenteils für die Kosten aufgekommen, obwohl diese Frau (trotz gutem Anwalt) finanz. Einbußen hatte. Für diese Schäden habe ich weder die Arge, noch den Arbeitgeber verantwortlich gemacht. Oder wo steht hier "Arbeitsamt / Arbeitgeber sind Schuld für ihre Schmerzen oder für ihre Unkosten des Unfalls"?

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Diese Frau sollte sich zuerst einmal krank schreiben lassen. Dann kann sie niemand zu einer Arbeit zwingen! Sie sollte dann Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen und Übergangsgeld von der BG! Sie braucht sich nur einen Anwalt zur besorgen und das ganze dann übers Arbeitsgericht bzw. Sozialgericht laufen lassen, was sie keinen Pfennig kosten würde! aber das Verfahren muss so bald wie möglich ins Rollen gebracht werden, damit die Fristen laufen und bei späteren Entschädigungen, alles ab spätestens 'jetzt' gilt!

Wenn sie nicht arbeiten kann, sollte sie zum Arzt gehen und sich eine Bescheinigung geben lassen - ganz einfach..

ist das ne Frage oder ein Statement?

Hast du den beschriebenen Fall selbst miterlebt oder kennst du das nur vom hörensagen?

McLory 25.01.2013, 01:37

Ich kenne die Frau und ich würde gerne wissen ob sowas ein Einzellfall ist oder ob so was vorkommt...

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die Arge bietet mir einen job als kraftfahrer an obwohl ich keinen FS mehr habe und es denen mitgeteilt hatte

ok, finde ich auch nicht richtig... aber helfen kann ich dir nicht, wie wohl keiner hier

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