Arbeitsamt meldet Freundin bei AOK an

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4 Antworten

Hallo,

wenn die Lücke zwischen Krankengeldende und Beginn des Arbeitslosengeldbezuges nicht mehr als 1 Monat betragen hat, bestand in dieser Lücke keine Miztgliedschaft. Entweder bestand eine kostenlose Familienversicherung über Eltern/Ehegatten oder ein Leistungsanspruch nach § 19 SGB V.

Mit Beginn des Arbeitslosengeldbezuges hatte man dann 14 Tage Zeit, sich eine neue Krankenkasse zu suchen. Wenn diese Frist versäumt wurde, ist bei der bisherigen Krankenkasse eine erneute Mitgliedschaft entstanden. Diese kann man erst nach 18 Monaten kündigen: § 175 SGB V

Alternativen:

  • Wenn die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag einführt, kann man vorzeitig kündigen

  • man beantragt für die Lücke eine frwiwillige Mitgliedschaft ( § 9 SGB V) und zahlt Beiträge für die Lücke: ca. 150 Euro monatlich bzw. umgerechnet auf die genauen Tage. Dann besteht die Mitgliedschaft seit Jahren und man kann zum 30.9.2012 die Mitgliedschaft kündigen.

Gruß

RHW

Danke für den Stern!

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kopfkratz

Aus dieser Schilderung werde ich nicht so recht schlau.

War die o.a. Person bei der AOK Freiburg angestellt? Denn nur in diesem Fall wäre die Mitgliedschaft in der Kasse selbst ebenfalls rechtsgültig zum Ende des Arbeitsverhältnisses gekündigt worden. Falls dem so ist, hat die AOK Recht. Durch die Kündigung des Arbeitsverhältnisses und das damit auch endende Vertragsverhältnis mit der Kasse beginnt die Mindestvertragslaufzeit mit Anmeldung durch die Agentur für Arbeit erneut zu laufen. Das hätte verhindert werden können, hätte die o.a. Freundin sich unverzüglich bei der Kasse gemeldet und ihr Versicherungsverhältnis weiterführen lassen. Die Nachversicherungspflicht bedingt keine Anrechnung auf die Versicherungszeit! Sie dient lediglich der Sorgfaltspflicht, damit in einer Übergangsphase beim Beschäftigungs- bzw. Kassenwechsel keine Deckungslücke entsteht. Eine Mitgliedschaft stellt sie aber regelmäßig gerade nicht dar.

Wie kündigt man seine gesetzliche Krankenversicherung

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung kann grundsätzlich nur "ordentlich" gekündigt werden.

Ordentliche Kündigung

Sie kann jederzeit vorgenommen werden, wenn die Mitgliedschaft in der alten Krankenkasse bereits 18 Monate bestand.

Sonderkündigung

Wenn der für alle Kassen gültige, gesetzlich vorgeschriebene Beitragssatz erhöht wird, besteht kein gesondertes Kündigungsrecht.

Sollte Ihre Krankenversicherung jedoch einen Zusatzbeitrag erheben (egal, wie hoch dieser ausfällt), haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Gekündigt werden muss dann spätestens bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Zusatzbeitrag das erste Mal erhoben wird. Ihre Versicherung muss Sie spätestens einen Monat vor Fälligkeit von Ihrem Kündigungsrecht in Kenntnis setzen.

Kündigungsfrist

In beiden Fällen können sowohl pflicht- als auch freiwillig versicherte Mitglieder Ihre Mitgliedschaft zum übernächsten Kalendermonat kündigen. Kündigen Sie also zum Beispiel am 16.3., wird die Kündigung zum 1.6. wirksam.

Die Kündigung wird jedoch nur dann wirksam, wenn Sie dem Arbeitgeber (beziehungsweise der zur Ab-/Anmeldung verpflichteten Stelle) noch innerhalb der Kündigungsfrist eine Mitgliedsbescheinigung der neuen Krankenkasse vorlegen.

http://www.comfortplan.de/krankenkasse_loesung_kuendigungsfristen.php

Gesetzliche Krankenkassen haben keinerlei rechtliche Grundlage Ihre Mitgliedschaft zu kündigen. Freiwillige Mitglieder müssen allerdings darauf achten, dass sie ihre Beiträge immer pünktlich bezahlen, sonst kann ihnen die gesetzliche Krankenkasse die Mitgliedschaft kündigen. Die Krankenkasse informiert Sie jedoch vorher über die Rechtsfolgen, wenn Sie Ihre Beiträge nicht bezahlen.

Und dann schau mal hier = http://www.gutefrage.net/frage/darf-meine-krankenkasse-meine-mitgliedschaft-einfach-beenden

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