(Arbeits-)leben als chronisch Kranke?

5 Antworten

Was mir auffällt ist das zeitliche Zusammenspiel 5 Jahre Ausbildung, 4 Jahre Diagnose. Bei einem Krankheitsbild, welches viel mit der Psyche zusammen hängen kann. Chronisch krank ist nicht gleich bedeutend mit hohen Krankentagen. 

Ich würde dir empfehlen die Ausbildung irgendwie zu beenden, dir dann aber einen anderen Wirkungskreis zu suchen. Deinem Körper kannst du nur helfen, wenn du erst deiner Psyche hilfst. Vorschläge wären autogenes Training , Yoga, Tai Chi. Evtl. könntest du dir auch Hilfe in der alternativen Medizin suchen. 

Ja, es sind sogar 4,5 Jahre. Es war aber auch sehr viel in diesen 5 Jahren. Selber dauernd krank, schwerkranke Mutter, Fernbeziehung uvm.

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Nimm es mir nicht übel, aber wenn du ein so schlechtes Immunsystem und dann noch eine dermaßen ungünstige chronische Krankheit hast, wieso um alles in der Welt machst du Erzieher? Kindergärten, Horte und Krippen sind Keimbrutstätten und kein Arbeitsplatz für Leute mit geschwächtem Immunsystem.

Da es nun das letzte Lehrjahr ist, ist es Quatsch dir zu einem Abbruch oder Wechsel zu raten, aber Erzieher ist definitiv nicht der passende Job, auch wenn es vielleicht dein Traum ist.

Danach solltest du dich vielleicht noch einmal umorientieren und dir einen Job suchen, in dem du nicht so vielen Infekten ausgeliefert bist.

Deine Frage, wie man mit chronischer Krankheit den Arbeitsalltag übersteht ist aber nicht mal eben zu beantworten. Es gibt so viele verschiedene Krankheiten und jede hat andere Symptome... Ich bin schilddrüsenkrank und dadurch oft schlapp und müde, aber man kneift einfach die Pobacken zusammen und zieht es durch. Man sollte sich nur immer etwas suchen, mit dem man trotz seines Handicaps gut klarkommt.

Am besten klarkommen würde ich, wenn mein Arbeitsplatz daheim wäre. Am Computer irgendwelche Formulare etc ausfüllen. Denn das kann ich eigentlich immer. Aber so einen Job muss man erst mal finden. Eine weitere Ausbildung bedeutet auch wieder, dass man erneut ständig bewertet wird. Jedoch finde ich es beim Erzieherberuf besonders hart, da es immer auch eine Einladung ist, Charakterzüge zu bewerten. Ich bin ein nach Außen hin ruhiger und stiller Mensch, was leider viele Menschen gar nicht mögen. Alles muss bei manchen immer laut sein. 

Ja vllt ist es tatsächlich nicht meine Welt, aber du hast natürlich recht, wegen den paar Monaten möchte ich meine Ausbildung nicht werfen. Jedoch was stattdessen danach machen hmm

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Wie wäre es denn mit Bürokauffrau und dann Homeoffice? Du solltest bei einer solch einschränkenden Krankheit allerdings auch mit offenen Karten beim Arbeitgeber spielen, auch wenn du dann sicher ein paar Absagen mehr bekommst.

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Du hast einen äußerst ungünstigen Beruf gewählt im Hinblick auf deine Problematik. Durch den regelmäßigen Kontakt mit den Kindern ist die Ansteckungsgefahr deutlich höher als in anderen Berufen ohne solche Kontakte.

Du mußt dir bei deiner gesundheitlichen Konstellation ernsthaft überlegen wie das weiter gehen soll.

Ich wusste ja anfangs noch nicht, dass ich so lange bzw. dass ich überhaupt anfällig für Krankheiten etc bin. Dennoch habe ich eigentlich nicht vor die letzten 9 Monate alles hinzuschmeißen. Wenn ich jetzt schon fast die komplette Ausbildung geschafft habe, dann auch bitte den Rest. Aber das war eigentlich nicht  meine Frage

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@Salat1997

Das ist schon eine Antwort auf deine Frage, denn ich habe selbst etliche Jahre so ein Problem gehabt und die einzige Lösung ist, sich beruflich an die Situation anzupassen.

Die 9 Monate würde ich noch versuchen, die Ausbildung durchzuziehen. Aber dann solltest du darüber nachdenken wie es weiter geht.
Unter derselben prämisse bei einem AG angestellt zu sein und dauernd auszufallen, ist sicher nicht zufriedenstellend und führt auch zu immensem Stress, der dich zusätzlich schwer belastet.

Und wie du bestimmt weißt, ist psychischer Stress genauso schlimm wie rein körperlicher.

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es ist überhaupt keine ansteckungsgefahr deutlich höher. in einem anderen beruf ist sie eben mit erwachsenen zusammen, und da ist dieselbe Ansteckungsgefahr.

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@LeonidB

Du erzählst gerade ziemlichen Unfug, denn Kinder bringen zahlreiche Keime mit, die erwachsene eben nicht mehr verbreiten weil sie längst immun dagegen sind. Außerdem sollte man natürlich einen beruf wählen, indem der Kontakt mit anderen Menschen deutlich geringer ist, als im Beruf der Erzieherinnen.

Die Te ist offensichtlich nicht in der Lage, eine ausreichende Immunität aufzubauen. Dem sollte man Rechnung tragen. Erzwingen kann man das nicht und je schlechter ihr Zustand wird, desto infektanfälliger wird sie.

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@maja0403

Leider Gottes ja Maja.. ich habe es versucht zu erzwingen, aber ganz gelungen ist es mir nicht.

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@Salat1997

Und genau deshalb kann ich dir nur raten, dir ernsthafte Gedanken über deine Zukunft zu machen. Es ist wirklich Mist was dir passiert, aber du solltest dich nicht noch tiefer herein reiten.

Du warst ja offensichtlich auch früher schon sehr oft krank, deshalb die vielen Antibiotika und der laut deiner Beschreibung daraus resultierende Reizdarm.

Es kann sein, dass sich dein Reizdarm irgendwann wieder einpendelt. Aber trotzdem bleibt er immer anfällig und wenn du ständig Infekte hast, kommst du am Antibiotikum nicht vorbei.

Es gibt übrigens Möglichkletien den Darm ein wenig zu schützen wenn du Antibiotika nimmst. Man kann ihn anschließend wieder aufpeppeln, z.B. mit Mitteln wie Parentereol.

Ein homöopatisch orientierter Arzt könnte auch hilfreich sein für eine Darmsanierung.

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