Arbeits Abmahnung wegen Bedrohung in der Freizeit

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5 Antworten

Das hat doch mit Deiner Arbeit nichts zu tun.

Der AG kann dem Kollegen eine Abmahnung wegen unerlaubten Fernbleibens geben aber nicht Dir. Es wäre etwas anderes wenn Du ihn im Betrieb bedrohen würdest. Nimmt Dein Chef solche Aussagen wie "Finger abschneiden" wirklich ernst?

Sprich mit Deinem Chef und/oder dem Betriebsrat. Dein Kollege hat wohl keinen Bock auf Arbeit und schiebt Deine Nachricht jetzt als Grund vor. Wie arm ist das denn?

Deamworld 01.11.2012, 09:41

Er hält sich raus nur von Kollegen die Eltern drängen die Chef Etage dazu der Junge ist 18 Jahre alt ich finde er sollte die Sache selber in die Hand nehmen und net seine Eltern vor schicken

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Deamworld 01.11.2012, 09:46

Vielen Dank für die Antwort als sollte ich einen Rechtsanwalt aufsuchen bzw erstmal eine Frist setzen von 14 Tagen wenn dann immer noch nix passiert zum Rechtsanwalt gehen?

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Hexle2 01.11.2012, 09:59
@Deamworld

Du hast die Abmahnung ja noch nicht bekommen. Warte erst einmal ab. Du musst diese auch nicht anerkennen und kannst dann "zur Kenntnis genommen aber nicht gerechtfertigt" hinschreiben. So eine Abmahnung ist das Papier nicht wert.

Warum willst Du Geld für einen Rechtsanwalt rausschmeißen (außer Du hast einen Arbeitsrechtsschutz)? Mit der Abmahnung hat kein Chef etwas für eine evtl. spätere Kündigung in den Händen.

Wofür brauchst Du eine Frist? Entweder Du bekommst die Abmahnung oder eben nicht. Vielleicht merkt Dein Chef selbst dass das nicht richtig wäre und die Sache ist gegessen

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Deamworld 01.11.2012, 10:23
@Hexle2

Okay danke für den Tipp mit "zur Kenntnis genommen aber nicht gerechtfertigt" kannte ich bis jetzt nicht.

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Hexle2 01.11.2012, 14:01
@Deamworld

Das soll ja nur bedeuten dass Du die Abmahnung erhalten hast aber sie nicht anerkennst

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Im Gegensatz zu anderen Antworten kann ich hier durchaus einen Zusammenhang mit den betrieblichen Belangen sehen. Man kann nämlich den Betriebsfrieden durchaus auch durch Aktionen stören, die in der Freizeit ihren Ursprung haben und sich auf den Betrieb auswirken.

Wo kommen wir denn hin, wenn dein Kollege zur Arbeit gehen muss, wo er mit einer schweren Körperverletzung bedroht wurde?

Ob seine Reaktion, einfach nicht zu kommen, in Ordnung war, ist eine andere Frage. Für mich ist es aber sehr naheliegend, dass du deutlich den Betriebsfrieden gestört hast.

Ich möcht jetzt nicht juristisch beurteilen wie ein Arbeitsrichter das sehen würde. Aber ich glaube nicht, dass er die Abmahnung so ohne Weiteres für nichtig erklären würde. Andererseits denke ich, dass man mal vernüftig miteinander reden und die Sache bereinigen sollte.

Nightstick 01.11.2012, 22:15

So sehe ich das auch! - Ich hätte dem Kerl sogar eine Kündigung verpasst - ohne Rücksicht auf die Kosten...!

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PeterSchu 01.11.2012, 22:55

Ich hatte mal von einem Urteil gelesen (finde es grad leider nicht mehr), nach dem eine Kündigung wegen einer Bedrohung des Chefs auch außerhalb der Arbeitzeit als Kündigungsgrund anerkannt wurde. Da ich nicht annehme, das das leibliche Wohlergehen eines Chefs wesentlich höher zu bewerten ist als das eines Mitarbeiters, sehe ich die Argumente hier ganz ähnlich gegeben.

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Nightstick 01.11.2012, 23:53
@PeterSchu

Ja, solch einen Vergleich würde ich ebenfalls durchaus in Erwägung ziehen, obwohl es aus meiner Sicht nur eine untergeordnete Rolle spielt, wer hier bedroht wird.

Hier geht es tatsächlich um den Betriebsfrieden, und als Personalverantwortlicher bzw. Inhaber eines Unternehmens würde ich so etwas in keinem Fall dulden. Solch ein Verhalten (sogar noch unter Benutzung des Firmennetzwerks) wäre für mich absolut inakzeptabel. Solch einen Mitarbeiter würde ich nicht weiterbeschäftigen. Im Prozess vor dem Arbeitsgericht würde ich sogar meine Fürsorgepflicht gegenüber dem betroffenen Mitarbeiter und allen anderen Mitarbeitern ins Feld führen. Aber davon abgesehen - ich würde solange prozessieren, bis auch das Gericht erkennen würde, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber unwiderbringlich zerrüttet ist und zusätzlich der Betriebsfrieden nachhaltig und ebenfalls irreparabel gestört ist...

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Nein - die Abmahnung wäre nicht nur nicht gerechtfertigt sondern auch unzulässig. Ein Arbeitgeber kann dich nur abmahnen, wenn du deine arbeitsvertraglichen Pflichten verletzt hast - was du in deiner Freizeit machst, hat ihn nicht im geringsten zu Interessieren wenn nicht seine Belange betroffen sind - und das ist hier nicht der Fall.

Wäre der Dieb nun so eingeschüchtert und wird arbeitsunfähig, dann kann er dich aber zivilrechtlich auf den entstandenen Schaden verklagen - hier maximal die Höhe der Lohnfortzahlung - doch das hat nichts mit deiner Arbeit zu tun.

Deamworld 01.11.2012, 09:49

Genau das wollte ich wissen er soll ja eingeschüchtert und arbeitsunfähig sein aber ich habe von einer Kollegin gehört das er neben dem Telefonat mit Ihr Klavier gespielt haben.

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PeterSchu 01.11.2012, 22:23
@Deamworld

"...das er neben dem Telefonat mit Ihr Klavier gespielt haben."

Das ist doch kein Argument. Dort kriegt er ja auch nicht die Finger abgeschnitten.

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Wenn Deine Bedrohung die Ursache ist, dass der Kollege nicht zur Arbeit erscheint, ist die Abmahnung rechtens.

stelari 01.11.2012, 09:33

Nö - ist sie keinesfalls, weil dies nicht die arbeitsvertraglichen Pflichten berührt und nur das kann abgemahnt werden... erst Denken, dann schreiben!

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Geh mal zum Arbeitgeber und schildere die Situation komplett. Zeig ihm den Nachrichtenverlauf. Ich glaub, da wurde überspitzt reagiert, aber du formulierst auch unglücklich und der Kollege scheints auszunutzen.

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