Arbeits - oder Privat Unfallversicherung - aus welcher Versicherung bekomme ich ein Schadenserzatz?

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6 Antworten

Für eine private Unfallversicherung zahlst du ja einen Beitrag. Bei einem Unfall leistet sie für Dauerschäden oder auch (wenn mit versichert) Krankenhaustagegeld.

Mit der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) hat das nichts zu tun. Auch bei einem Arbeitsunfall leistet die private Unfallversicherung. Das wird auch nicht miteinender verrechnet.

Kommentar von siola55
25.02.2016, 00:41

Mit der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) hat das nichts zu tun.

Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt zusätzlich zur privaten Unfallversich. z.B. eine Verletztenrente ab einer "Minderung der Erwerbsfähigkeit" ab 20 Prozent.

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Meine Frage ist: Aus welcher Versicherung bekomme ich ein Schadenserzatz?

Hey Fulbi, aus beiden Unfallversicherungen natürlich: dein Arb.geber bezahlt Beiträge in die gesetzl. Unfallversicherung bzw. Berufsgenossenschaft und du bezahlst deine Beiträge in deine private Unfallversicherung. Im leistungsfall hast du Anspruch auf beide Unfallversicherungen.

Hier der Unterschied:

Wann erhalten gesetzlich Versicherte Leistungen?

Bei einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit kommt die gesetzliche
Unfallversicherung für die Folgen auf. Das heißt, sie sorgt für eine
bestmögliche medizinische, berufliche und soziale Rehabilitation, sowie
gegebenenfalls für eine finanzielle Entschädigung
.

Tritt ein Versicherungsfall ein, so erbringt die gesetzliche Unfallversicherung

- umfassende Heilbehandlung,

- Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (zum Beispiel Umschulung),

- Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und ergänzende     Leistungen,

- Geldleistungen an Versicherte und Hinterbliebene.

Wann wird Rente gezahlt?

Vorrangiges Ziel der Unfallversicherungsträger ist die Wiederherstellung
der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit des Versicherten. Renten an
Versicherte werden dann gezahlt, wenn die Erwerbsfähigkeit nicht
vollständig wieder hergestellt werden kann, das heißt eine Minderung von
mindestens 20 Prozent
vorliegt.

Bei der privaten Unfallversicherung erhälst du in der Regel

ab 1% Invaliditätsgrad

eine Entschädigung wegen einem Dauerschaden nach einer Gliedertaxe und evtl. Zusatzleistungen wie KHTG mit Genesungsgeld, Kosmetische OP usw. falls vereinbart!

Gruß siola55

Kommentar von DerMakler
25.02.2016, 08:37

Perfekte Antwort ! besser geht nicht , vor allem mit Erklärung wann die GUV leistet ! ..und auf die direkte Frage wurde geantwortet !

Yep, passt auffallend *smile*

HG DerMakler

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Das kommt darauf an. Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt erst eine Verletztenrente ab einer "Minderung der Erwerbsfähigkeit" ab 20 Prozent. Die allermeisten Unfallversicherungen (zumindest die ohne Integralfranchise) zahlen ab einer unfallbedingten Invalidität ab 1 Prozent.

Theoretisch könntest Du also bei einem Unfall am Arbeitsplatz oder auf dem Arbeitsweg von beiden Leistungen erhalten.

Hoffentlich aus KEINER, denn dann verlieren die Versicherungen eine grosse Menge Geld...  und DU einen grossen Teil deiner Gesundheit!

Hallo,

Unfallversicherungen sind sog. "Summenversicherungen". Im Gegensatz zu den "Schadenversicherungen" (Hausrat, Gebäude, etc.) ist hier die Versicherungsleistung dem Grunde nach nicht nach oben begrenzt (lediglich durch die jeweils im Vertrag vereinbarten Summen, klar). Es gilt also kein "Bereicherungsverbot".

Daher können theoretisch beliebig viele Versicherungen abgeschlossen und - im Schadenfall - genutzt werden. 

Viele Grüße

Loroth

Kommentar von DerHans
24.02.2016, 20:04

Bei Unfall-Kranken-Tagegeld gibt es sehr wohl eine Summenbegrenzung. Dabei darf höchstens das regelmäßige Einkommen abgesichert werden.

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Aus beiden.

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