Arbeitnehmer klaut ein Auto, was tun?

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8 Antworten

Wenn der AN tatsächlich dein Auto entwendet hat, hilft nur eine Anzeige bei der Polizei wegen Diebstahl.

Die Teilkasko-Versicherung zahlt hier nicht, denn der AN hatte ja den Autoschlüssel und war ein berechtigter Fahrer.

Aber was hindert dich, mal bei dem AN vorbeizufahren um die Sache zu prüfen.  Vielleicht steht sein Auto dort und er liegt vielleicht im Krankenhaus.

Ihm kann ja auch was passiert sein!

Die Teilkasko-Versicherung zahlt hier nicht, denn der AN hatte ja den Autoschlüssel und war ein berechtigter Fahrer.

Dadurch ist der Tatbestand des Diebstahls nicht erfüllt, aber es handelt sich um Unterschlagung, welche ebenfalls über die TK versichert ist, sofern die Ausschlüsse nicht greifen (Fahrzeug überlassen zur Veräußerung, unter Eigentumsvorbehalt oder zum Gebrauch im eigenen Interesse des Täters). Wenn es ein reines Firmenfahrzeug ist, welches dem Fahrer ausschließlich zum Ausliefern von Pizzen überlassen wird (und nicht etwa noch zu dessem privaten Gebrauch), besteht tatsächlich Versicherungsschutz über die TK.

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@NamenSindSchwer

... nun lege Dich aber bitte nicht mit dem N.U. oder Apolon an, der hat die Weisheit mit Kellen eingetrichtert bekommen.

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Das ist kein Diebstahl sondern Unterschlagung. Ist in der Teilkasko mitversichert, jedoch nicht wenn du das Auto zum Gebrauch im eigenen Interesse des Fahrers(!) hergegeben hast. Ich vermute das ist nicht der Fall? Also du hast ihm das Auto nicht gegeben mit der Ansage "du kannst das Teil halt nutzen" sondern dafür, dass er Auslieferungen für dich macht? Dann ist tatsächlich TK Versicherungsschutz gegeben.

Schick dem Kerl ne Whatsapp/Email/wasauchimmer und setze ihm eine Frist bis wann er das Auto zurückgeben muss, danach gehst du zur Polizei.

Ich würde erst einmal näher nachforschen! Wenn keine Anschrift bekannt ist, eine SMS schreiben und eine Frist setzen, bis wann das Fahrzeug abzugeben ist! Sollte daraufhin nichts geschehen, würde ich Anzeige bei der Polizei erstatten! Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Fahrer bewußt das Fahrzeug stehlen wollte, da ja seine Personalien bekannt sind!

Wenn das Auto Teilkasko versichert ist, zahlt diese zwar bei Diebstahl, aber du kennst ja den Dieb. 

Den musst du dann selbstverständlich der Polizei melden.

Wenn das Auto Teilkasko versichert ist, zahlt diese zwar bei Diebstahl, aber du kennst ja den Dieb. 

Auch dann wenn es sich um einen berechtigten Fahrer handelt?

Und auf welche Rechtsquelle stützt du deine Antwort?

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@Apolon

Diebstahl ist Diebstahl. Aber hier handelt es sich wohl um eine Unterschlagung des übergebenen Fahrzeugs.

Die Teilkasko ist erst einmal leistungspflichtig, kann sich natürlich an den  Täter halten, um Regress zu fordern.


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Als erstes nochmal anrufen und SMS schicken dass Du den Wagen bis morgen 12 Uhr wiederhaben willst und sonst die Polizei einschalten musst. Ob die Teilkasko, falls vorhanden, bei Unterschlagung zahlt ist fraglich, nun weisst Du aber ja wer den Wagen hat da hätte ich eher Angst dass er damit einem Bekannten ins Auto fährt und Du Schreibereien mit Deiner Haftpflicht hast.

Hast Du keine Adresse von dem Boten oder kannst die anderen Boten Ausschau halten lassen wo der Wagen jetzt steht? Wenn ja hol nach dem Auffinden den Wagen mit dem Zweitschlüssel weg bevor noch etwas damit passiert.



Unterschlagung ist in der Teilkasko mitversichert, jedoch eingeschränkt: Bei Überlassung im eigenen Interesse (das wäre hier ja gegeben) ist die Teilkasko raus. Die öffentlichen Versicherer bieten ein erweitertes Unfallmeldesystem an, dass bei Entwendung auch den Standort des Fahrzeugs lokalisieren kann. Wäre vielleicht ein Argument für die zukünftige Versicherung über die Sparkassen ;-)

Bei Überlassung im eigenen Interesse (das wäre hier ja gegeben) ist die Teilkasko raus

Ich muss mein DH (teilweise) zurücknehmen, weil ich den Teil der Bedingungen selber falsch im Kopf hatte.

Ausgeschlossen ist der Versicherungsschutz, wenn das Auto im eigenen Interesse des Fahrers überlassen wurde. Wenn der Fragesteller dem Fahrer das Auto gegeben hat damit er ausschließlich Pizzen für ihn (den Fragesteller) ausliefert, ist Versicherungsschutz über die Teilkasko gegeben. Anders sieht es aus, wenn er ihm das Auto auch zur privaten Nutzung zur Verfügung stellt. 

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Vertragsbedingungen können nur mit dem Vertragsinhaber = Versicherungsnehmer (VN) vereinbart werden, daher muss sich das "eigene Interesse" auf den VN beziehen.

Es wäre gerade anders herum: Wenn der Fahrer (nicht der VN) warum auch immer einem Dritten das Kfz überlässt und es dann unterschlagen würde, wäre die Überlassung nicht im VN-Interesse und die Unterschlagung versichert.

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@hyfi01

Die genauen Bedingungen lauten:

"Unterschlagung ist nur versichert, wenn dem Täter das Fahrzeug [nicht] zum Gebrauch in seinem eigenen Interesse [...] überlassen wird"

Im gesamten Paragraphen A.2.2.1.2 wird der VN nicht ein einziges mal erwähnt, "seinem" kann sich in dem Zusammenhang basierend auf der deutschen Grammatik also unmöglich auf den VN beziehen sondern nur auf den Täter. 

Sonst müsste es heißen "Unterschlagung ist nur versichert, wenn der Versicherungsnehmer dem Täter das Fahrzeug nicht zum Gebrauch in seinem eigenen Interesse überlassen hat". 

Wenn es in der Version hieße "Unterschlagung ist nur versichert, wenn der VN dem Täter das Fahrzeug nicht zum Gebrauch in dessen eigenem Interesse überlassen hat" bezieht es sich wiederum auf den Täter und hat dann die gleiche Bedeutung wie in den tatsächlichen Bedingungen.

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Und bei uns heißt es im Wortlaut in den 2016er AKBs

"... wenn dem Täter das Fahrzeug nicht zum Gebrauch im eigenen Interesse [...] überlassen wurde."

Könnte sich um Feinschliff aus genau dem gerade diskutierten Auslegungsproblem handeln.

Hab aber auch mal bis 2008 zurückgeschaut - war schon "immer" so formuliert.

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... neues kaufen, damit die liebe Kundschaft nicht warten muß.

Und was sagt Dein Berater dazu, für den ist das doch Alltag, oder?

Ab zur Polizei. So dumm kann kein Mitarbeiter sein das man da denkt das ohne Konsequenzen bleibt.

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