Arbeitgeberwechsel zum 1. September 2017 - Wie ist hier die Urlaubsregelung?

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7 Antworten

Was steht denn zum Urlaub im Arbeitsvertrag oder im anwendbaren Tarifvertrag?

Wenn es eine Zwölftelregelung gibt, hast Du für jeden vollen Monat Anspruch auf 2,5 Urlaubstage, mindestens aber auf den vollen gesetzlich vorgeschriebenen Mindesturlaub von vier Wochen weil Du in der zweiten Jahreshälfte das Arbeitsverhältnis beendest.

Bei einer Fünf-Tage-Woche ist der Mindesturlaub 20 Tage und die gäbe es auch bei einer Zwölftelregelung.

Den Urlaubsanspruch auf die vollen 30 Urlaubstage hast Du nur, wenn es im Arbeitsvertrag oder anwendbaren Tarifvertrag keine Zwölftelregelung gibt.

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den mindesturlaub bekommst du ganz. den darüberhinaus vereinbarten anteilig- falls das so vertraglich vereinbart wurde; steht dazu nichts im arbeitsvertrag, dann bekommst du auch diesen teil ganz.

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Danke an alle, die die Frage beantwortet haben.

Ich habe erneut bei der Personalabteilung nachgefragt mit dem Hintergrund, dass es mir so bekannt ist, dass ich, wenn ich wolle den vollen Jahresurlaub nehmen könne, wenn die Kündigung in der zweiten Jahreshälfte wirksam ist. Diese waren sich dann nicht sicher und baten mich ihnen per E-Mail die Anfrage zukommen zu lassen, damit die mein Anliegen prüfen können. Diese haben sich dann einen Tag später an meinen Teamleiter gewandt mit den Worten er solle entscheiden, da ich eigentlich sogar Recht habe, aber sie es erstmal mit der Zwölftelregelung versuchen. Mein Teamleiter hat dann die vollen 30 Tage genehmigt. Und beim neuen Arbeitgeber habe ich dann für dieses Jahr keinen Urlaub mehr.

Also das erneute Nachhaken hat sich doch gelohnt :) Ich wünsche euch einen schönen Abend.

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Den vollen gesetzlichen Jahresanspruch (4 Wochen) muss dir der Arbeitgeber gewähren, sobald Du sechs Monate im Kalenderjahr dort beschäftigt bist. Für den übersteigenden Anspruch gilt Vertragsfreiheit. Findet sich dazu nichts in Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder Manteltarifvertrag (soweit anwendbar), gilt die gesetzliche Regelung auch für den übersteigenden Urlaubsanspruch.

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Wenn du deinen Urlaub schon komplett weg hast, musst du diese Tage nicht zurück zahlen. Der Arbeitgeber bescheinigt dir dann nur, dass du deinen Urlaub bereits hattest. Du bekommst dann für 2017 natürlich beim neuen Arbeitgeber keinen Urlaub.

Hast du deinen Urlaub noch nicht genommen, muss der jetzige AG natürlich nur anteilig Urlaub gewähren.

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BrutalNormal 10.07.2017, 18:46

Kurze Zwischenfrage @DerHans,

ist es nicht so, dass man als AN Anspruch auf den Kalenderjahresurlaub hat, sofern keine Zwölftelung vereinbart? Wenn der Jahresurlaub mehr ist als der gesetzliche, ist das Pech des AG.

Oder ist das völliger Schwachsinn...

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DerHans 10.07.2017, 18:48
@BrutalNormal

Wieso soll der jetzige Arbeitgeber dir Urlaub bezahlen, wenn du gar nicht mehr im Unternehmen bist?

Die Regelung, wenn dein Urlaub schon verbraucht ist, kennst du ja.

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Ifm001 10.07.2017, 19:01
@DerHans

"Wieso soll der jetzige Arbeitgeber dir Urlaub bezahlen, wenn du gar nicht mehr im Unternehmen bist?"

Der Arbeitnehmer ist noch im Unternehmen. Er hat bloß schon gekündigt.

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DerHans 10.07.2017, 19:02
@Ifm001

Der Arbeitgeber muss jetzt aber den vollen Urlaub nicht mehr gewähren, wenn er weiß, dass der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.

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Ifm001 10.07.2017, 19:08
@DerHans

Das wäre mir neu. Hast Du dafür mal eine Quelle parat?

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Maximilian112 10.07.2017, 19:58
@Ifm001

Hans ist noch beim suchen.....

Selbstverständlich steht dem Fragesteller der komplette gesetzliche Urlaub zu. Und der AG muss ihn gewähren.

Und ohne weitere Regelung steht ihm auch der übergesetzliche Urlaub zu.

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Familiengerd 11.07.2017, 12:44
@DerHans

@ DerHans:

Eine Frage zu diesem Thema wird hier doch nun wahrhaftig nicht zum ersten mal gestellt - und so lange, wie Du hier dabei bist, dürfte die Problematik für Dich auch absolut nicht neu sein.

Es ist mir darum völlig schleierhaft, dass Du nicht zu wissen scheinst, dass der Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach 6 Monaten in der 2. Jahreshälfte Anspruch auf den vollen gesetzlichen Jahresurlaub hat (BUrlG § 4 in Verbindung - durch Ausschluss - mit § 5 Abs. 1) - auf den zusätzlichen ebenfalls, wenn es keine vertragliche Regelung dazu gibt.

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Dir steht bei beiden Arbeitgebern ein Anteiliger Urlaub zu.

Also bei deinem alten der Anteil von 8 Monaten und bei dem neuen die restlichen 4 Monate.

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Ifm001 10.07.2017, 19:07

Ammenmärchen sind unausrottbar. Die allübergreifende 12tel-Regelung hat immerhin schon rund 55 Jahre auf dem Buckel.

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Gibt es eine Zwölftelung im Arbeitsvertrag oder ist die Sprache nur von Jahresurlaub?

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