Arbeitgeber zahlt trotz AU keine Entgeltfortzahlung. Was tun?

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6 Antworten

Bevor Du zum Anwalt gehst, solltest Du Deinen Arbeitgeber schriftlich abmahnen.

Schreib einen Brief und fordere ihn auf, den Dir noch zustehenden Lohn auf Dein Konto zu überweisen. Setz dazu eine Frist von 7-10 Tagen und schreib dass Du, sollte zum genannten Termin kein Zahlungseingang zu verzeichnen sein, Klage beim Arbeitsgericht erhebst. Oft hilft das einen zahlungsunwilligen AG umzustimmen.

Bezahlt er nicht, reicht ein Rechtsanwalt Klage für Dich ein. Hast Du keine Rechtsschutzversicherung oder bist Du kein Gewerkschaftsmitglied, kannst Du das bei der Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts selbst machen. Man hilft Dir dort bei der Klageformulierung und das ist kostenlos.

Warst Du in den letzten 6 Monaten schonmal krank wegen Rückenschmerzen? Falls ja, wird das auf die 6 Wochen zusammengerechnet. 

Du kannst das aber bei Deiner Krankenkasse nachfragen, die wissen das. 

Ansonsten: Wenn Du einen Nachweis hast, dass Du die Bescheinigungen fristgerecht (also innerhalb von 3 Tagen) bei Deinem Arbeitgeber abgegeben hast, dann klag Dein Geld ein. 

Als erstes würde ich aber Kontakt mit dem alten Arbeitgeber aufnehmen und nach dem genauen Grund fragen wieso er nicht zahlt. 

Geh zum Anwalt, der Ex-AG will es wohl nicht anders. Der Anwalt sagt dir dann auch, was er kostet und ob du diese Kosten einfordern kannst.


ob du diese Kosten einfordern kannst

Bei arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen muss jede Partei ihre Anwaltskosten selbst tragen.

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Wenn du weniger als 6 Wochen Krank geschrieben warst bekommt du die "Fortzahlung im Krankheitsfall". Bei über 6 Wochen das Krankengeld von der Versicherung.

Er ist dazu verpflichtet OHNE WENN und ABER. Zur Not vor das Arbeitsgericht ziehen und das Geld einklagen.

Zum einen ist es nicht inordnung, dass du dich wegen nix hast krankschreiben lassen.

Zum anderen ist der AG zur Lohnfortzahlung von bis zu 6 Wochen bei einer AU gesetzl. Verpflichtet.

Kann es sein, dass er herausbekommen hat, dass du Blau gemacht hast?

Wenn ja, dann wird es für dich erhebliche Probleme geben, insbesondere wenn du vor das Arbeitsgericht ziehen solltest.

Danke für deine Antwort.

Ich habe ja nicht blau gemacht sondern seit langem mit Rückenproblemen zu schaffen. 

Natürlich  macht das Einen blöden Eindruck  " Kündigung und weg" aber in der Zeit davor war ich nicht einen Tag krank und schob meine Probleme vor mich hin. Ich verstehe die bedenken hier

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Zum einen ist es nicht inordnung, dass du dich wegen nix hast krankschreiben lassen.

und

dass du Blau gemacht hast

Wo ist hier von "Wegen-nix-krankschreiben-lassen" und "Blau-machen" die Rede?!?!

Immer dieses "Arbeiten" mit bloßen Mutmaßungen und unberechtigten Unterstellungen ohne konkrete (!) Anhaltspunkte!!

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@Familiengerd

Nicht schon wieder FamilienGerd.

Wer nach einer Kündigung sich auch noch bis zum letzten Arbeitstag krank meldet, so was riecht immer nach Blau machen.

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@Griesuh

Immer gerne, wertester Griesuh!

Solange von Dir solche unberechtigten Mutmaßungen und Unterstellungen kommen - wonach es für Dich "riecht", dass es für Dich "blau machen" ist z.B. -, wofür es überhaupt keine tatsächlichen Anhaltspunkte oder gar konkrete "Beweise" gibt, solange wird es mir ein "Vergnügen" sein!

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@Familiengerd

Naja es ist schon erstaunlich, dass der Großteil der Arbeitnehmer nach einer Kündigung direkt arbeitsunfähig werden, so ganz von der Hand abzuweisen ist das also nicht. Ganz unabhängig davon ob es in diesem Fall hier so war.

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@Messkreisfehler

> Ob es sich tatsächlich um einen "Groß"-Teil handelt - und wie "groß" er ist -, kann ich nicht beurteilen.

> Man kann unterstellen, dass es sicher nicht wenige Arbeitnehmer gibt, für die eine Kündigung - je nach den Umständen - eine große psychische Belastung darstellt, die die Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit rechtfertigen kann!

Aber darüber will ich nicht spekulieren - und darum geht es bei meiner Erwiderung auch überhaupt nicht!

so ganz von der Hand abzuweisen ist das also nicht

Erstens spricht der Fragesteller selbst von Rückenproblemen, daher ist zunächst einmal nicht "von der Hand abzuweisen", dass die Krankschreibung durchaus berechtigt ist - anders, als es Deine mit dieser zitierten Äußerung zum Ausdruck gebrachte Verdächtigung unterstellt!

Zweitens unterstellt Griesuh unberechtigt - ohne einen auch nur annähernd Anlass gebenden Grund dafür zu haben -, dass der Fragesteller sich "wegen nix [habe] krankschreiben lassen" und "Blau gemacht" habe!

Und alleine darum - um diese anlasslosen, vorurteilbehafteten Unterstellungen, die eine bloß spekulative Mutmaßung zum Fakt erklären (bei diesem User leider auch kein Novum!) - ging es bei meiner Kommentierung der Antwort von Griesuh!

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obwohl es unfair deinem Arbeitgeber gegenüber gewesen ist, sich nach der

Kündigung krankschreiben zu lassen, ist der AG trotzdem verpflichtet, die

"kranke" Zeit genauso zu vergüten, als wenn du gearbeitet hättest !

Ich würde den AG anschreiben und ihm eine Frist setzen, die

Bezahlung sofort nachzuholen, da du nach Verstreichung der

Frist alles an deinen Anwalt übergibst ! Das wirkt !

unfair deinem Arbeitgeber gegenüber gewesen ist

Was - bitte schön! . hat das mit "unfair" zu tun, wenn sich ein Arbeitnehmer bei konkreten Problemen tatsächlich krankschreiben lässt?!?!

... von denn oft "besonderen" Bedingungen bei Pflegeeinrichtungen und -diensten einmal ganz abgesehen, bei denen man einem Arbeitgeber absolut nicht verdenken kann, wenn er auch einmal "an sich denkt"!

Hier von "unfair" zu reden, ist schlicht unsinnig!

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