Arbeitgeber zahlt nicht (450€) was tun?

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4 Antworten

Hat Dein Freund noch Kopien vom Stundenzettel?

Auch mündliche Arbeitsverträge sind gültig. Die Stunden die Dein Freund gearbeitet hat, muss er auch bezahlt bekommen. Für die zwei Tage krank bekommt er aber nichts. Der AG muss erst dann Entgeltfortzahlung leisten, wenn der AN vier Wochen ununterbrochen bei ihm gearbeitet hat.

Dein Freund soll dem AG einen Brief schreiben und sein Geld für die gearbeiteten ??? Stunden fordern. Setzt dem AG eine Frist und schreibt dazu dass, sollte das Geld nicht bis zum genannten Datum eingegangen sein, Klage beim Arbeitsgericht erhoben wird.

Das hilft in den meisten Fällen da der AG merkt, dass hier jemand auf sein Recht pocht und sich nicht alles gefallen lässt.

cmnzr 30.06.2014, 13:28

Danke erst mal für die hilfreiche Antwort, denn ich meine mich auch noch daran erinnern zu können (das Abitur ist schon etwas her), dass ein mündlicher Arbeitsvertrag genau so rechtens ist, wie alles andere was mündlich besiegelt wurde. Eine Kopie des Stundenzettel müsste er noch haben, von allem anderen hat er auch eine Kopie. Die zwei Tage krank waren mir klar, die haben wir auch nicht mit einberechnet. Alles klar, einen Brief hatten wir der Kündigung beigelegt, in dem Stand das er sich nochmal telefonisch bezüglich der Endgeltung melden sollte, da wir ihn persönlich und auch telefonisch nicht erreichen konnten. Dann werden wir wohl nochmal ein neues Schreiben, mit Frist aufsetzen.

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cmnzr 30.06.2014, 13:33

Und was ist wenn der Arbeitgeber sagt, es seien nicht die Stunden gearbeitet, die auf dem Zettel stehen ?

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Hexle2 30.06.2014, 13:55
@cmnzr

Das soll er erst einmal beweisen. Wenn der AG bis jetzt noch keinen Widerspruch gegen die Stundenzahl erhoben hat, kann er das jetzt nachträglich da er merkt, dass sich da jemand wehrt, wohl schlecht glaubhaft bezweifeln.

Ihr solltet aber bei der Fristsetzung unbedingt auf die mögliche Klage beim Arbeitsgericht hinweisen. Dies kann Dein Freund im übrigen im Falle eines Falles auch selbst bei der Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts machen. Dort geht das kostenlos, bei der Klageformulierung wird geholfen und er braucht keinen Anwalt zu bezahlen (würde sich in diesem Fall auch nicht lohnen).

Ich gehe aber davon aus, dass der AG die Stunden bezahlt wenn er jetzt weiß, dass er nicht einfach so davonkommt. Ein Termin beim Arbeitsgericht kostet nicht nur Zeit und Geld sondern ist auch nicht gut fürs Image.

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cmnzr 05.07.2014, 00:39

Die Rechtsantragsstelle des Arbeitsgerichtes? Was es alles gibt womit man nie in Kontakt gekommen ist, wahnsinn. Also geht man zu dieser Stelle bzw ruft an, macht einen Termin, erklärt die Situation und es wird einem geholfen das Schreiben aufzusetzen ?

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Hexle2 12.07.2014, 09:51
@cmnzr

Du kannst dort anrufen oder auch vorbeigehen. Bei der Klageformulierung wird Dir dann geholfen.

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Wenn der Arbeitszettel vom Arbeitgeber unterschrieben wurden ist, kann man es mit einer Klage versuchen. Nur kann das in dem Fall auch in die Hose gehen, da er anscheinend wirklich nichtmal einen Monat gearbeitet hat. Ich denke eher, dass er sich mit den 200 Euro, die er bekommen hat glücklich schätzen kann. Einen Arbeitsvertrag mündlich abzuschließen ist sowieso nicht gerade intelligent genau aus diesen Gründen. Ich hoffe doch sehr, dass er von allem, was er dem Arbeitgeber gegeben hat eine Kopie gemacht hat? Wenn nicht bin ich mir schon fast sicher, dass der Arbeitgeber diese nicht mehr hat und dann siehts sowieso schlecht aus dann gibt es nichts mehr, was man machen könnte.

cmnzr 30.06.2014, 13:20

Die 200€ hat er nicht bekommen, die wollte er sich ja vorhin abholen. Er hat jetzt also fast 200€ in Sprit investiert um zu arbeiten und bekommt diese nicht mal wieder erstattet? Also gearbeitet und auch noch drauf bezahlt ? Ja, von allem hat er selbstverständlich eine Kopie und vom Arzt sogar ein zweites Original. Der Arbeitgeber sagte, dass auch die Teilzeitkräfte dort keinen Arbeitsvertrag haben, sondern nur mit Stundenzettel und bar bezahlt werden.

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Ohne Vertrag ist fast nichts zu machen.

cmnzr 30.06.2014, 13:17

Das bedeutet, wenn man also zur Polizei geht und sagt das man auf 450€ Basis mit Stundenzettel (unterschrieben) eingestellt wurde und sein Geld nicht bekommen hat, kann man nichts machen ?

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SoCool 30.06.2014, 13:22
@cmnzr

Was hat die Polizei damit zu tun? Ihr müsst es wenn, zivilrechtlich machen.

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cmnzr 30.06.2014, 13:24

Kann man für sowas keine Anzeige machen ? Das bedeutet Anwalt einschalten und gucken was sich machen lässt? Es sind zwar "nur" 200€, aber die hat er im Prinzip für nichts ausgegeben, denn er hat die 200€ investiert um arbeiten zu gehen und bekommt kein Gehalt.

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KemCey 30.06.2014, 13:27

Wenn der Chef den Std. Zettel unterschrieben hat, dann lohnt es dich vllt. zum Anwalt zu gehen.

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cmnzr 30.06.2014, 13:29

Ob er unterschrieben ist weiß ich leider gerade nicht, mein Freund ist noch unterwegs

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Ich fürchte (bin mir aber nicht sicher), dass er da leider nichts machen kann.

cmnzr 30.06.2014, 13:16

Mit welcher Begründung denn ?

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MickVI 30.06.2014, 13:18
@cmnzr

Der Arbeitgeber kann im dreißtesten Fall sagen, dass nie ein Arbeitsverhältniss existiert hat.

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cmnzr 30.06.2014, 13:23

Da kann ja durch das Attest, Stundenzettel (vom Arbeitgeber) und notfalls auch durch Kameraaufzeichnungen das Gegenteil bewiesen werden.

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