Arbeitgeber will mich bezüglich Urlaub veräppeln?

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8 Antworten

Was steht denn zum Urlaub im Arbeitsvertrag? Gibt es dort eine "Zwölftelvereinbarung"? Was bedeutet: Ich habe mein jetzigen AG ab 1.juli gekündigt ? Wurde das Arbeitsverhältnis zum 30. Juni beendet oder endet es erst am 31. Juli?

Wenn Du zum 30. Juni gekündigt hast und seit 1. Juli nicht mehr beim AG bist, stehen Dir 6/12 des Jahresurlaubs, also 12 Urlaubstage zu von denen drei genommen wurden und daher noch 9 Tage offen sind (§ 5 Bundesurlaubsgesetz).

Hast Du zum 31. Juli gekündigt steht Dir ob mit oder ohne Zwölftelregelung mindestens der gesetzlich vorgeschriebene Mindesturlaub von vier Wochen zu, auch wenn 7/12 nur 14 Urlaubstage sind (§ 4 Bundesurlaubsgesetz).

Dein AG ist nach § 6 Bundesurlaubsgesetz verpflichtet eine Urlaubsbescheinigung auszustellen. Der Gesetzgeber will hier Doppelansprüche ausschließen. Nimmst Du den kompletten (zumindest gesetzlich vorgeschriebenen) Urlaub hast Du beim neuen AG dann nur noch Anspruch auf anteiligen Urlaub wenn es dort mehr als den Mindesturlaub gibt.

Willst Du nicht den kompletten Urlaub beim alten AG sondern auch noch anteilig Urlaub beim neuen AG, nimm die 7/12, dann hast Du beim neuen AG noch Anspruch auf 5/12 des im neuen Betrieb gewährten Jahresurlaubs.

Hallo, was dein AG macht ist völlig korrekt.

Der gesetzliche Mindesturlaub ist 5 Wochen (bei 5 Tagewoche = 20 Tage) (bei 6 Tagewoche = 24 Tage)

Für jeden vollen Monat deiner Beschäftigung stehen dir 1/12 deines Jahresurlaubes zu, hier also 2 Tage.

Du hast also Grundsätzlich einen Urlaubsanspruch für 2016 vom 01.01.2016 - 30.06.2016 von 12 Tagen erworben.

Wenn der 30.06.2016 dein letzter Beschäftigungstag war hast du nicht länger als 6 Monate im Jahr 2016 bei diesem AG gearbeitet. Damit steht dir nur der erworbene Anspruch zu.

Solltest du am 01.07.2016 gekündigt haben und jetzt irgendwann dienen letzten Arbeitstag haben, hast du das Recht deinen gesamten Jahresurlaub zu nehmen, was jedoch zur folge hätte, dass du beim neuen AG für das restliche Jahr keinen Urlaubsanspruch für den gesetzlichen Mindesturlaub mehr hättest. Dies wird mit der Urlaubsbescheinigung zwischen den AG abgeglichen. Wenn der neue AG Übertariflichen Urlaub gewährt, könntest du noch Urlaubstage dazubekommen.

Deine Aussagen sind nicht sehr klar. Bei der Aussage 24 Tage Jahresurlaub kannst Du davon ausgehen, dass Dir pro vollem Beschäftigungsmonat in diesem Jahr (24 : 12 Monate) 2 Urlaubstage pro (vollem) Monat zustehen.

Wenn Du zum Beispiel am 15.02.2016 angefangen hättest und zum 30.06.2016 gekündigt hättest, hättest Du nur 4 volle Monate (März, April, Mai, Juni) gearbeitet, also 4 x 2 Tage Urlaub = 8 Tage insgesamt.

Das mit der Urlaubsbescheinigung stimmt. Sie spielt in der Praxis nach meiner Kenntnis aber kaum eine Rolle.

Hã also ich arbeite seit einem Jahr dort.

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@Jack7777777

Dann erklär mal bei schon 3 genommenen Urlaubstagen und 4 noch angebotenen Urlaubstagen, also insgesamt 7, wie man bei 2 Tagen Urlaub / Monat auf 7 insgesamt kommen kann?

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