Arbeitgeber versichert nur während der geleisteten Arbeitstage - Ist das rechtmäßig?

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7 Antworten

Gerade gestern wurde durch das öffentlich-rechtliche Fernsehen wieder die Praxis der Arbeitgeber angeprangert, versicherungspflichtige Beschäftigungen zu vermeiden. Da ist dann wohl der Bock zum Gärtner geworden. Wende dich doch mal an die Wirtschaftsredaktionen im eigenen Haus und lass dich beraten. Was sagt denn euer Personalrat zu diesen Praktiken?

Außerdem ist der Arbeitgeber verpflichtet, auf die Abmeldung von der Krankenkasse hinzuweisen. Das besagt schon seine Fürsorgepflicht.

Zahlt der Arbeitgeber die Sozialversicheurngbeiträge nicht korrekt, so hat die Krankenkasse ebenso wie die Deutsche Rentenversicherung ein eigenes wirtschaftliches Interesse an einer Klärung. Bitte Deine Krankenkasse, die Zahlungen zu prüfen, ebenso kannst Du Dich an die Rentenversicherung telefonisch wenden und dort die Abteilung für das Prüfungswesen ausfindig machen. Die Rentenversicherung ist gesetzlich zur Betriebsprüfung verpflichtet und macht das alle 4 Jahre, sollte sie Deine Fehlbehandlung übersehen haben, muss sie Dich nachträglich gleichstellen.

Vielen Dank ür die Antworten! Ich habe es bereits beschrieben: Es gab keinen Vertrag. Die Beschäftigungsbeschränkung von 110Tagen nennt sich "Prognose". Auch dafür muss zwischen Arbeitgeber und nehmer nichts schriftlich fixiert sein. Mehr über die Prognose hier: http://www.wdr-dschungelbuch.de/bonusseiten/95-geschichte-der-prognose.html

Nein, natürlich habe ich nichts gewusst. Heraus kam es ja nur, weil dank des ständigen an & abmeldens die KV versäumte, mir eine Karte zu schicken. In der Honorarbescheingung, welche am Ende des Jahres ausgetellt wird, findet sich kein Hinweis, dass die Sozialbeiträge zeitlich beschränkt sind.

Ich habe sehr starke Zweifel, dass du ein Freier Mitarbeiter bist, denn alles was du schreibst deutet auf ein klassisches Angestelltenverhältnis hin...

Wärst du ein Freier Mitarbeiter, dann würde der Arbeitgeber weder die Krankenversicherung zahlen, noch sonst wie Sozialbeiträge noch die Steuer für dich abführen - wenn das alles der Arbeitgeber macht, dann ist von einem Angestelltenverhältnis auszugehen. Würde er dir die Gelder zwar zahlen und du müsstest dich selbst dann um die Abführung kümmern, dann würde hier ein Schuh draus werden und du ein Freier Mitarbeiter sein im Sinne einer Honorarkraft.

Das ganze hat aber nichts damit zu tun um zu verhindern, dass du auf Festanstellung klagen kannst - jede Firma die mit solchen Leuten arbeitet hat dafür explizite Verträge die das genaustens regeln... das sollte man von der öffentlich- rechtlichen Propagandamaschinerie auch erwarten können das in trockene Tücher zu packen.

Deinen Ausführungen zufolge bist du ein Pseudo-Freier-Mitarbeiter in einem Angestelltenverhältnis um nicht von Scheinselbstständigkeit zu sprechen.

Der Sender hätte die Beiträge nach dem Gehalt berechnen müssen wie jeder andere Arbeitgeber auch - doch um nicht in die Zahlungspflicht zu kommen gegenüber dem Träger hat er dich nur für Zeiten gemeldet in denen du dort tätig warst.

So nun kommts - hast du davon auch gewusst? hättest du dich für die restlichen Zeiten selbst versichern müssen? wie genau ist der Vertrag ausgestaltet?

Ohne das zu wissen kann man dir nur Mutmaßungen mitgeben die auf Spekulation beruhen - denn so richtig Glasklar ist die Nummer nicht

Korrektur: Die Höhe der KV Abgaben im Verhältnis zum Bruttolohn stimmt DOCH!. Ich habe mich verrechnet. (oder der Online rechner der KV hatte einen schlechten Tag) Fehlt also nur noch der Vorgang der ständigen An-Abmeldung.

Danke für die weiteren Antworten. Aber bitte keine Vermutungen oder Medienbashing, das verlängert diesen Thread unnötig. "Meine" Praxis müsste gängige Praxis sein. Vieleicht weiss ein weiterer Freier wie die Praxis der Abmeldung rechtlich gestützt ist und wie man konkret dagegen vorgehen kann.

Die andere Hälfte zahlt Der Arbeitgeber.von der Krankenkasse.Die abgeführte Summe zählt für das ganze Jahr.

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