Arbeitgeber verlangt die Anbringung seines Firmenlogos an meinem Privat-PKW

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5 Antworten

Die genannten 80€ sind Gehaltsbestandteil und können nicht einfach "gestrichen" werden. Auch eine vorher nicht vereinbarte andere Gegenleistung als die Arbeitsleistung kann natürlich nicht einseitig vom ArbG festgelegt werden. Wenn es allerdings eine Betriebsvereinbarung über diese neue Regelung gibt, ist die wohl leider auch für alle verbindlich.

Werden die 80€ eigentlich auf der Lohn- und Gehaltsabrechnung ersichtlich? Das ist ein Geldwerter Vorteil! Kann es sein, dass die Idee mit dem Werbeschild diesen GWV aus der Welt schaffen soll? ICH hätte keine Lust, irgendwann rückwirkend für 3 Jahre Steuern und SV-Beiträge darauf zu zahlen, dass ich vor der Firma parken kann. Alleine schon aus diesem Grund würde ich mir vermutlich eine Alternative suchen.

Auto bekleben.... naja, das Bekleben wäre nicht mein Kernproblem. Ich würde allerdings keine Werbung für meinen ArbG fahren. Darüber hinaus: Google mal, was diese Form der Autowerbung normalerweise monatlich kostet!?

An den GWV habe ich noch gar nicht gedacht!! Toller Gedanke! Werde mich morgen sogleich mit meinem Steuerberater in Verbindung setzen...Wenn das wirklich ein GWV ist, würde ich mir im Gegenzug trotzdem eine Bestätigung geben lassen, dass aufgrund des Aufklebers keine Nachversteuerung erfolgt. Aber es wäre doch weitaus plausibler gewesen, wenn die Firma gleich so argumentiert hätte!? Momentan sehe ich die Angelegenheit daher eher als Eingriff in meine Privatsphäre. Ich möchte mich weder mit einem "Baby an Bord", noch einen "Sylt" oder "Fisch"-Aufkleber an meinem Auto outen.

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Dein Arbeitgeber kann nicht einseitig einfach eine Vertragsänderung beschließen.

Dies bedarf Deiner Zustimmung.

Zunächst musst Du Dir klar machen, worin der eigentliche Vertrag (außerhalb des normalen Arbeitsvertrages) zwischen Arbeitgeber und Dir bezüglich der Nutzung des Firmenparkplatzes bestand. Wer kann und WÜRDE( ! ) die ursprüngliche Regelung bezeugen?

Hast Du beweiskräftig genug, dass der eigentliche Vertrag (auch wenn mündlich geschlossen ! ) Dir also den Parkplatz als Unternehmensvorzug unentgeltlich bereit stellt , kann der Arbeitgeber dies zunächst nicht einfach so ändern.

Allerdings, dies muss gesagt werden, hat er aus unternehmerischen Möglichkeiten heraus natürlich die Möglichkeit zu Umstrukturierungen innerhalb des Unternehmens.

Ich würde mal in der Firma anfragen, ob nicht Magnetaufkleber eine Alternative sind - so teuer sind die nicht...

Stress wegen eines Parkplatzes jedenfalls tut Deiner Stellung im Unternehmen nicht eben gut, Du solltest sehr gut überlegen, ob Du Dir das antun willst.

Magnetaufkleber sind leicht und spurlos wieder zu entfernen - ich würde versuchen, diesen Weg als Kompromisslösung einzubringen.

Die Firma möchte ja eben bewusst die feste (geklebte) Installation - aus werbewirksamen Gründen... Die Nutzung wurde nicht vertraglich geregelt - nur mündlich im Einstellungsgespräch als Vorzug angepriesen.

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Ich würde nein sagen

empfehle aber wenn du Rechtsschutz hast hier einen Anwalt für Arbeitsrecht zu konsultieren - der weiß es sicher besser

Solange da nicht im Vertrag verankert ist , NEIN!

Zu mal finde ich sowas ziehmlich dreißt , würde rein aus protest nicht mehr dort parken.

Fällt das eventuell unter die sog. "Salvatorische Klausel"?

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Ist es auch.Du bist nicht verpflichtet an deinem privaten Fahrzeug Aufkleber anzubringen. Was sagen die anderen Kollegen dazu? Kannst du dich mit ihnen "Verbünden"?

wurde vom Betriebsrat anscheinend abgesegnet...Habe aber zu spät davon erfahren

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