Arbeitgeber verlangt Antrag auf unbezahlten Urlaub wärend der Schwangerschaft?

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7 Antworten

Antrag auf unbezahlten Urlaub für zwei - drei Monate, weil Deine Freundin EINMAL ein paar Stunden "falsch gebucht" hat? Der Antrag mag vielleicht für diese paar besagten Stunden gerechtfertigt sein (auch wenn so ein Theater darum in meinen Augen völlig überzogen ist) - aber doch nicht für zwei bis drei Monate! Das ist unverhältnismäßig und sollte es tatsächlich so gemeint sein, sollte Deine Freundin dem natürlich nicht nachgeben.

Wenn der Arbeitgeber Deine Freundin aufgrund ihrer Schwangerschaft nicht mehr beschäftigen kann oder will, kann er sie natürlich von sich aus freistellen - aber dann bei vollem Gehalt!

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Auf keinen Fall darauf einlassen.

1.) Fremdstechen ist zwar ein Kündigungsgrund, aber zu lange aus (1 Jahr) um es jetzt noch zu sanktionieren.

2.) Der Arbeitgeber kann nicht verlangen dass sie sich unbezahlten Urlaub nimmt. Sollte sie der Arbeit, die ihr zugeteilt ist, nicht mehr nachkommen können (aufgrund von zu starker Belastung oder Unzumutbarkeit- ärztlich nachweisen lassen) kann er ihr vorübergehend eine andere Arbeit zuteilen.

Sollte er das nicht wollen oder können (weil es keine andere Arbeit im Unternehmen gibt) ist es sein Problem. Sie hat einen Kündigungsschutz, sollte sich aber dennoch nichts mehr zu Schulden kommen lassen was eine fristlose Kündigung rechtfertigen würde (denn davor ist man auch während einer Schwangerschaft nicht geschützt)

Ich würde auf jedenfall gleich mal zum Arbeitsgericht. Denn allein schon die Aussage "Geh in unbezahlten Urlaub sonst fällt dir das Fremdstechen auf den Kopf" ist nicht zulässig.

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Kommentar von robi90
20.06.2016, 10:38

Genauso sehe ich das auch...

Und zu schulden kommen lassen kann sie auch nichts mehr weil der AG gesagt hat, sie brauch ab sofort nicht mehr kommen.

Der AG hat vor 2 Wochen eine neue MArin eingestellt und zu meiner Freundin gesagt sie soll sich Krankschreiben lassen weil er jetzt eine neue MArin hat  anscheinend will dieser gute Mann nicht so viel Personal bezahlen. Keine Ahnung

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Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, und was der Arbeitgeber versucht, ist sittenwidrig.Deine Freundin muss keinen unbezahlten Urlaub beantragen. Ihr stehen Leistungen nach dem Mutterschutzgesetz zu.Informationen kann sie bei ihrer Krankenkasse erhalten.

Nach dem Mutterschutzgesetz (MuSchG) § 3 dürfen werdende Mütter nicht beschäftigt werden,soweit nach ärztlichem Zeugnis Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet ist.

Werdende Mütter dürfen in den letzten sechs Wochen vor der Enrbindung nicht beschäftigt werden,es sei denn, dass sie sich zur Arbeitsleistung ausdrücklich bereit erklären; die Erklärung kann jederzeit widerrufen werden.


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Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Das fehlerhafte Buchen der Arbeitszeit kann selbstverständlich abgemahnt werden, ob es ein Kündigungsgrund wäre kann ich nicht beurteilen, wird es aber wahrscheinlich nicht, weil sonst die Bekannte schon längst die Kündigung bekommen hätte.

Wenn die Arbeit für eine Schwangere nicht mehr zumutbar ist, kann sich deine Bekannte vom Arzt ein Beschäftigungsverbot erteilen lassen. In dieser Zeit erhält sie ihr Gehalt weiter. Auf keinen Fall sollte sie sich auf die Sache mit dem unbezahlten Urlaub einlassen. Evtl. hat dies, neben der Gehaltseinbuße, auch noch Auswirkungen auf das Mutterschaftsgeld. Im Notfall zum Anwalt.

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Fremd stechen kann die fristlose bedeuten.
Zur Schwangerschaft, der AG will sich vermutlich davor drücken eine eingeschränkt belastbare Arbeitskraft einsetzen zu müssen. Wenn ihr bzw sie der Bitte nachkommt, hat das für Sie Nachteile

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"hatte sich letztes Jahr in der Mittagspause vergessen gehabt auszustechen"

da hätte der arbeitgeber dann schon eine abmahung aussprechen müssen und auch nachweise dafür haben.

sie muss natürlich keinen unbezahlten urlaub beantragen. wenn sie nicht mehr arbeiten kann dann wird sie krankgeschrieben von ihrem arzt.

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Kommentar von Allyluna
20.06.2016, 10:03

Wenn sie aufgrund ihrer Schwangerschaft nicht mehr arbeiten kann, wird sie hoffentlich NICHT krank geschrieben, sondern bekommt ein individuelles Beschäftigungsverbot!

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Wenn der Arbeitgeber dieses Verhalten sanktionieren will, dann muß er das zeitnah machen. Ein Jahr später ist jedoch nicht zeitnah.

Also bleibt entspannt und stellt keinesfalls diesen bewußten Antrag.

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