Arbeitgeber ruft mich an und sagt "Du brauchst heute nicht kommen"?

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1 Antwort

Wenn ein Schicht-/Dienst-/Arbeitsplan einmal bekannt ist, darf er vom Arbeitgeber nicht einseitig geändert werden.

Die Rechtsprechung orientiert sich bei der Bekanntgabe des Arbeitseinsatzes am § 12 Teilzeit- und Befristungsgesetz. Hier ist bei der "Arbeit auf Abruf" geregelt, dass der AG dem AN mindestens vier Tage im Voraus mitteilen muss, wie er arbeiten muss. Diese Frist findet auch bei der Bekanntgabe von Schichtplänen Anwendung.

Was die Absage der Arbeit eine Stunde vor Dienstantritt betrifft, greift hier § 615 BGB (Annahmeverzug):

"Kommt der Dienstberechtigte mit der Annahme der Dienste in Verzug, so kann der Verpflichtete für die infolge des Verzugs nicht geleisteten Dienste die vereinbarte Vergütung verlangen, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein."

Das bedeutet dass ein Arbeitnehmer der arbeiten möchte aber nicht kann weil der AG ihm keine Arbeit gibt so bezahlt werden muss, als hätte er gearbeitet. Es können keine Minusstunden entstehen und die Zeit muss auch nicht nachgearbeitet werden.

Wenn Du also für 12 Stunden eingeteilt warst, müssen auch diese 12 Stunden bezahlt werden.

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Kommentar von erador78
28.10.2016, 19:54

Vielen dank für die super schnelle Antwort

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