Arbeitgeber nimmt Angestellte nach der Elternzeit nicht in gewünschter Teilzeit zurück - geht das?

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5 Antworten

Das hört sich für mich fast so an als ob der Arbeitgeber versucht die Arbeitnehmerin loszuwerden. Nach dem Motto man muss nur genug Steine in den Weg rollen, damit diejenige aufgibt.

Selbst wenn man dann versucht die Stelle einzuklagen (wobei man übrigens sehr gute Chancen hat Recht zu bekommen) - wer will den unter solchen Voraussetzungen weiterarbeiten?? Ich wollte das jedenfalls nicht, zumal ich meinem Chef jeden Tag hätte unter die Augen treten müssen und habe mich vor Gericht auf einen Vergleich eingelassen und mir einen neuen Job gesucht. Im nachhinein war das die beste Entscheidung, ich arbeite jetzt in einem weniger stressigen Job zu fast demselben Gehalt und vor allem : bei einem Arbeitgeber der mich auch wirklich will!!!

Aber: auf keinen Fall einfach abspeisen lassen und alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, angefangen beim BR (der hat sich Einblick in die Abteilung zu verschaffen - das ist sein JOB!) bis hin zu einem Anwalt der die Sache zur Not bis vor Gericht bringt und sei es nur um (wie in meinem Fall) eine Abfindung herauszuholen! (was für ein Bandwurmsatz! Ich rege mich halt immernoch schnell auf bei diesem Thema wie man merkt!)

Wenn Du innerhalb von 12 Monaten in die Firma zurückkehrst, hast Du Anspruch auf exakt Deinen alten Job. Wenn Du also Vollzeit gearbeitet hast, hast Du auch nur Anspruch auf einen Vollzeit-Job. Wenn Du innerhalb von 3 Jahren zurückkehrst, hast Du Anspruch auf einen "vergleichbaren" Job, es kann also auch eine andere Tätigkeit sein. Wenn Du vorher Vollzeit warst und jetzt Teilzeit sein willst, hast Du darauf keinen rechtlichen Anspruch, weil es ja nicht Deinem früheren Job entspricht.

Sehr gut Antwort.

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Aber.... unabhängig von der Elternzeit hat jeder Arbeitnehmer das Recht auf Teilzeitarbeit vorausgesetzt der Betrieb hat eine bestimmte Größe (Anzahl Arbeitnehmer ich glaube min.8) und es sprechen keine betrieblichen Gründe dagegen (was der Arbeitgeber aber zu beweisen hat)wie demosthenes schon sagte.

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Die Arbeitnehmerin hat nach der Elternzeit zwar duchaus Recht auf Wiedereinstellung, wo und in welchem Umfang - das bestimmt meistens der Arbeitgeber. Manche Firmen können sich auf die Rückkehrerein zwar einstellen, andere jedoch bieten unögliche Arbeitszeiten an, um die Frau dann loszuwerden.

Genauso war es bei mir...

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Innerhalb von 12 Monaten auf exakt den selben Job? Ist daran die Stelle geknüpft oder nur die Arbeitszeit? Mein Unternehmen gewährt exakt den selben Job nur nach der Mutterschutzfrist von 8 Wochen, danach dann hat man keinen Anspruch mehr auf diesen Arbeitsplatz und kann sonstwo einen bekommen.

Mir ist diese Regelung, die oben - ohne Rechtsquelle - aufgezeigt wird, nicht bekannt. Man kann den Arbeitgeber nicht zwingen, die temporär befristet freie Stelle nur befristet zu besetzen und dann bei Rückkehr z.B. nach 8 Monaten dem ursprünglichen Stelleninhaber die exakr genaue Stelle wieder zu geben. Es geht um ein eine vergleichbare, zumutbare Stelle.

Im übrigen änern sich Stelleninhalte i.d.R. auch während man einen Job ausübt und man muß die Änderungen im zumutbaren Rahmen akzeptieren. Darüber hinaus steht in den meisten Verträgen, dass zumutbare Versetzungen im Rahnmen des Direktionsrechts des Arbeitgebers möglich sind. Dies hebelt natürlich nicht ein etwaiges Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates aus. Bei wesentlich verändernden Versetzungen, de nicht einvernehmlich umgesetzt werden, besteht darüber hinaus die Möglichkeit der Änderungskündigung.

Aber das greift hier nicht, da ein vergleichbarer Arbeitsplatz angeboten werden muß.

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Der Arbeitgeber kann Teilzeitwünsche ablehnen, wenn sie in der gewünschten Form im Unternehmen nicht realisierbar sind.

Notfalls den BR mal munter machen oder schlimmstenfalls einen Anwalt nehmen, wenn Du meinst, der AG schöbe die Argumente nur vor.

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