Arbeitgeber kündigt unterschriebenen Arbeitsvertrag noch vor ich anfange zu arbeiten?

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5 Antworten

Meine Frage ist ob der neue Arbeitgeber das Recht hat das zu machen?

Du hast einen gültigen Arbeitsvertrag.

Solange Du das Angebot Deines neuen Arbeitgebers hinsichtlich einer Vertragsänderung nicht annimmst, bleibt es beim aktuellen Arbeitsvertrag.

Wenn Dein neuer Arbeitgeber die Änderung durchsetzen will, müsste eine schriftliche Änderungskündigung erfolgen.

Wenn Du in dem Fall der Änderungskündigung den geänderten Arbeitsvertrag nicht annimmst, hast Du eine Kündigung und Dein Arbeitsverhältnis beginnt dann wie vereinbart und endet mit Ende der Kündigungsfrist. Diese Frist beginnt ab Erhalt der Kündigung, wenn nichts anderes im Arbeitsvertrag vereinbart wurde.

Ansonsten wäre von Dir zu prüfen

Wurden im Arbeitsvertrag Kündigungen vor Aufnahme der Tätigkeit ausgeschlossen?

oder

Wurde im Arbeitsvertrag der Beginn der Kündigungsfrist auf den Beginn der Tätigkeit gelegt?

Kann man bei sowas entschädigt werden?

Nur, falls dies im Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Allerdings ist die Kündigungsfrist in jedem Fall einzuhalten.

Wurde im Arbeitsvertrag eine Vertragsstrafe für eine Kündigung vor Beginn der Tätigkeit vereinbart?

Wenn es zu einer Kündigung kommt, solltest Du ggf. bei Deinem alten Arbeitgeber das Gespräch suchen und anbieten das Arbeitsverhältnis einvernehmlich fortzusetzen. 

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Wurde keine Probezeit vereinbart, gilt dies: "Die Kündigungsfrist richtet sich dann regelmäßig nach § 622 Abs. 1 BGB und beträgt vier Wochen zum Monatsende oder zum 15. eines jeden Monats." http://www.kanzlei-hasselbach.de/2014/kuendigung-und-kuendigungsschutz-in-der-probezeit/02/

Mit Probezeit-Vereinbarung gilt: "Die Verlockung der Probezeitregelungen liegt in der kurzen Kündigungsfrist von regelmäßig zwei Wochen, wenn nicht etwa tarifvertraglich etwas anderes vereinbart ist." (Ebenda.)

Bis zum Ende der Kündigungsfrist schuldet der Arbeitgeber also das vereinbarte Gehalt.

Wer langfristige Sicherheit haben möchte, vereinbart am besten einen Zeitvertrag ohne Probezeit.

Fälle von Schadensersatz, weil man seine bisherige Stelle aufgegeben hatte, sind mir nicht bekannt.

Dem Arbeitgeber steht es stets frei, dem Arbeitnehmer eine Änderung des Arbeitsvertrags vorzuschlagen, auch mit weniger Gehalt. Der Arbeitnehmer muss dies ja nicht annehmen. Daher ist eine Änderungs-Kündigung der beliebtere Weg, um die Interessen des Arbeitgebers durchzusetzen.

Gruß aus Berlin, Gerd

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Kommentar von ninigira
27.09.2016, 23:47

Lieber Gerd, eine Probezeit ist vereinbart (6 Monate) mit einer Kündigungsfrist von 2 Wochen.

Danke für die Antwort

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Er kann dich mit einer Frist von 14 Tagen taggenau kündigen.Gibt es einen Betriebsrat, ist dieser vorhet anzuhören.Schadenersatz kannst du leider vergessen.Würde mir schnell in den 14 Tagen etwas neues suchen .Für die Suche muss er dich für jedes Bewerbungsgespräch freistellen.

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War eine Probezeit vereinbart? War eine von den gesetzlichen Bestimmungen abweichende Kündigungsfrist für die Probezeit vereinbart?

Ist dir die Kündigung nachweislich schriftlich zugegangen?

Warum fehlen diese elementaren Informationen in der Frage?

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Kommentar von ninigira
27.09.2016, 23:50

Ja eine Probezeit ist vereinbart ( 6 Monate ) mit einer Kündigungsfrist von 2 Wochen.

Die Kündigung ist nicht schriftlich erfolgt

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Es kommt darauf an. Wenn du mehr Informationen preisgeben würdest, kann ich dir das genauer beantworten. 

Grundsätzlich kann der Arbeitgeber dir nicht einfach irgendwie kündigen oder sonst etwas. Wenn er einen guten Grund hat, kann er dir aber absagen. 

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Kommentar von wilees
27.09.2016, 23:39

Hier braucht er keinen Grund.

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