Arbeitgeber hält sich beim Urlaubsanspruch nicht an des Bundeselterngeldgesetz. Wie kann man vorgehen?

4 Antworten

Du kannst eine Klage beim Arbeitsgericht einlegen. In der ersten Instanz benötigst du hier keinen Anwalt.

Wenn du in einer Gewerkschaft bist helfen die dir auch kostenfrei. Wenn nicht frag doch mal freundlich um Hilfe, manchmal schlagen die ganz gerne einem AG (welcher über die Stränge schlägt) in das Genick.

hast du den mit deinem chef gesprochen ? vieleicht wird ja eine "alte Tabelle" genommen was sagt er den dazu ? 

wie berechnet er den ?

Möchtest Du auch erzählen inwiefern er sich nicht daran hält ?

Was berechnet er denn selbstständig ?

Die Personalabteilung hat mir, nachdem ich meine Schwangerschaft mitgeteilt habe, ein Schreiben übergeben, in dem steht, dass mir für das Jahr - bis zum Ende meines Mutterschutzes am 15.09. 20 Tage Resturlaub zustehen. D.h. sie rechnen die Zeit bis Ende August an (ich habe 30 Tage Jahresurlaub). Nun steht aber im Gesetz, dass der AG nur für volle Monate Elternzeit, in meinem Fall Oktober, November und Dezember kürzen darf. Das wären somit 3 x 2,5 Tage = 7,5 Tage. Laut dieser Berechnung stünden mir also für dieses Jahr 22,5 Tage zu. ( Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - BEEG) § 17 Urlaub (1) Der Arbeitgeber kann den Erholungsurlaub, der dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin für das Urlaubsjahr zusteht, für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit um ein Zwölftel kürzen. Dies gilt nicht, wenn der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin während der Elternzeit bei seinem oder ihrem Arbeitgeber Teilzeitarbeit leistet.) Ich habe den § ausgedruckt und vorgelegt und die gucken mich nur an uns sagen, nein, ihre Rechnung ist falsch. Ich bin echt sprachlos. In der Gewerkschaft bin ich nicht und einen Betriebsrat gibt es nicht. Ich finde es blöd, dass ich nun so einen Aufwand betreiben muss, nur weil die 3 Damen den Paragraphen nicht verstehen. Ich möchte auch ungerne gleich mit weiteren Maßnahmen drohen, aber im Moment sehe ich kaum eine andere Möglichkeit.

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@Juni1976

Hallo,

hier liegt ein kleiner Fehler vor. Sie berechnen Dir den September noch mit !

Hier solltest Du erstmal schriftlich widersprechen, mit dem Hinweis das laut BEEG §17 nur VOLLE Monate abgezogen werden können  !
Da es sich bei dem Monat September nicht um einen vollen Monat handelt und daher bittest Du um Korrektur.

Wenn sie sich darauf nicht einlassen und DU unbedingt für 2,5 Tage kämpfen willst, dann bleibt Dir nur der Anwalt.
Ganz ehrlich....wenn Du keine Rechtschutzversicherung hast, würde ich darauf verzichten, das kostet nämlich mehr als Du in 2,5 Tagen verdienen würdest.

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