Arbeitgeber als Kunde für eigenes Produkt aus Selbstständigkeit?

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3 Antworten

Die selbständige Tätigkiet ist grundsätzlich von der Arbeitnehmertätigkeit zu trennen - es darf allerdings nicht so sein, daß der Eindruck erweckt wird, daß übliche Arbeitnehmertätigkeiten in einen selbständigen Bereich ausgegliedert werden um Sozialabgaben zu sparen.

Grundsätzlich darfst Du das; der Preis spielt hier die entscheidende Rolle; er sollte so hoch sein, wie er auch einem Dritten gegenüber berechnet würde - zumindest darf er nicht erheblich darüber liegen..

Sollte der Preis wesentlich höher sein, als man üblicherweise einem Dritten berechnen würde, könnte das bei einer SV- Lohnsteuer- oder Betriebsprüfung als versteckte Gehaltszahlung ausgelegt werden.

Also: marktüblicher Preis wäre kein Problem - geringerer Preis wäre ebenfalls kein Problem...

DerSchopenhauer 26.06.2014, 10:57

Noch anzumerken sei, daß der Hinweis von "Ballerbirne" auch beachtet werden sollte.

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Die Sache dürfte aufgrund der rechtlichen Regelungen zur Scheinselbstständigkeit schwierig sein, denn nach diesen darfst du du in deiner Selbstständigkeit nicht Weisungsgebunden sein- aufgrund des Anstellungsverhältnisses bist du der Firma gegenüber aber bereits Weisungsgebunden (wenn auch nicht in der Selbstständigkeit). Hier ist es für das Finanzamt natürlich schwierig nachzuvollziehen, inwieweit dir dein AG Vorgaben aufgrund des Abhängigkeitsverhältnisses machen würde.

tubbo 26.06.2014, 11:07

okey, vielen dank euch!

die Frage ist, was für eine Lösung es für diese Problematik gibt... Geht einfach nicht?

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Joergi666 26.06.2014, 11:20
@tubbo

wenn es im Zweifelsfall auch vor Gericht klar belegbar ist, dass du dein Produkt frei entwickelt hast bzw. keine Vorteile sichtbar werden könnten, dass dein AG durch den Kauf klare Vorteile gegenüber anderen Anbietern hat, sollte dies schon möglich sein. Schwierig erscheint mir die Sache aber trotzdem, wenn dein AG der einzige Kunde sein sollte.

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Ob das "gern gesehen" ist, ist ja irrelevant.

Natürlich kannst Du eine eigene Leistung oder ein Produkt an Deinen Arbeitgeber verkaufen.

Voraussetzung ist lediglich, dass dieses Produkt nicht durch die Beschäftigung bei diesem Arbeitgeber entstanden ist oder nur durch diese Beschäftigung ermöglicht wurde.

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