Arbeitet tatsächlich noch jemand für die Rente?

18 Antworten

Ja. Jeder Arbeitnehmer ist rentenversicherungspflichtig und arbeitet daher für die Rente - ob er will der nicht. Auch für einige Selbständige trifft das zu.

Das "Märchen" ist gesetzlich geregelt. Ich vermute, du liest zu viel unsachliche Beiträge.

Deine Zahlen stimmen jedenfalls nicht, denn das Durchschnittseinkommen liegt momentan bei 37873 €, nicht bei 78000 €, der aktuelle Rentenwert ist 32,03 € (West), nicht 31,99 € (die Differenz ist allerdings unerheblich).

Mit 30000 € Jahreseinkommen bekommst du knapp 0,8 EP (Entgeltpunkte), die nach heutigem Stand einer Rente von ca. 25 € entspricht - nicht gewaltig, aber bei denselben EP in 45 Jahren immerhin 1125 € Rente - unbeachtet der jährlichen Dynamisierungen, die allerdings gerade mal die Inflation ausgleichen und deshalb vernachlässigt werden können.

Du hasst ja nicht ganz unrecht, aber unsachliche Diskussionen und unrichtige Zahlenspiele machen dich unglaubwürdig.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Die staatliche Rente wird plus minus 0 liegen, wenn ich mal so alt bin vermute ich. Weshalb ich seit Arbeitsbeginn in private Absicherungen einzahle. Das ist denke ich die einzige halbwegs sichere Möglichkeit später noch was zu haben. Obs reicht werde ich sehen wenn es soweit ist. Wenn nicht, suche und finde ich dann eine Lösung!

Auswandern zb. Aber auch da muss man sehen wie sich die Welt weiter entwickelt..

Rente = 0 ist nur dann zutreffend, wenn dein Berufswunsch Harte IV ist und du auch keine Kindererziehungszeiten geltend machst.

Wenn du Arbeitseinkommen hast, kannst du dir jedes Jahr ausrechnen, wieviel Rente du nach heutigem Stand erarbeitet hast: 37873 € Arbeitseinkommen 2018 entsprechen einem Entgeltpunkt, der momentan 32,03 € wert ist, aber jedes Jahr dynamisiert wird. Ein Durchschnittsverdiener hat nach 45 Jahren eine Rente von 1441,35 €.

Die geringe Durchschnittsrente von knapp über 900 € und die Niedrigrenten (50% unter 800€) resultieren vor allem daraus, dass viele Versicherte große Versicherungslücken aufweisen, also Zeiten, in denen sie kaum oder nichts eingezahlt haben (Hausfrauen/männer, Selbständige, Langzeitarbeitslose, Niedriglöhnen, Teilzeitbeschäftigte, Minijobber, Schwarzarbeiter...).

Mit der zusätzlichen privaten Altersabsicherung machst du alles richtig und kannst dir auch im Rentenalter ein gutes Leben leisten :-)

2
@okieh56

Ja da hast du schon recht. Wenn ich auf die jährlichen Infoblätter schaue die ich von der staatlichen Rentenversicherung bekomme, sieht das nicht schlecht aus. Nach heutigem Kostenstand wohlgemerkt. Das Mietkosten etc weiter ansteigen ist ja klar.

Und meine Glaskugel verrät mir leider auch nicht ob in den nächsten ~40 Jahren die AfD an die Macht kommt und den € abschafft, die neue alte DM uns in den Ruin treibt, die Banken bankrott gehen oder was weiß ich.

Aber ich hoffe auch das ich mit der staatlichen und der privaten Rente am Ende genug raus hab und meinen Ruhestand genießen kann :) Hoffentlich in einer friedlichen Umgebung. Bei manchen Debatten und Entwicklungen scheint ja auch das manchmal bereits in Gefahr :( We will see.. :)

0
@Bonye

Ja, wir werden sehen. Ich habe das "Glück", bereits in absehbarer Zeit meine Rente und private Vorsorge genießen zu können :-)

Da ich aber noch auf den gesunden Menschenverstand unserer Mitmenschen vertraue, kann ich mir die AfD nicht als stärkste Partei vorstellen. Die Protestwähler werden es sich hoffentlich drei mal überlegen, nicht doch lieber die "Biertrinkerpartei" zu wählen als die AfD. Die Hoffnung stirbt zuletzt ;-)

1

"Früher" hatten die Menschen auch eine andere Erwerbsbiographie- ohne Lücken und ohne Arbeitslosigkeit. Und früher war es auch wichtig, den Kindern Werte zu vermitteln wie: "Lern was anständiges" Der von dir genannte Betragt ist falsch, es handelt sich um:

Durchschnittseinkommen

Das durchschnittliche Bruttoarbeitsentgelt aller Versicherten stellt die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates fest. Dabei stützt sie sich auf die Daten, die das statistische Bundesamt erhebt. Für das Jahr 2016 wurde das Durchschnittsentgelt auf 36.187 Euro festgelegt. Für 2017 und 2018 wurden vorläufige Durchschnittsentgelte veranschlagt:

2017 = 37.103 Euro

2018 = 37.873 Euro

Dafür bekommt man einen Rentenpunkt, verdient man mehr bekommt man mehr, verdient man weniger brutto, dann eben auch weniger angerechnet.

Und keine Rente stimmt ja auch nicht, wer einzahlt, bekommt auch raus. Wie soll es gehen, wenn jeder für sich selbst sorgen soll und es nicht tu sondern das Geld in jungen Jahren ausgibt. Wer kommt dann im Alter für ihn auf?

Dann möchte ich bitte den Sozialstaat aber abgeschafft sehen, denn für diese Menschen möchte ich meine Steuergelder nicht hergeben.

Wie soll es gehen, wenn jeder für sich selbst sorgen soll und es nicht tu sondern das Geld in jungen Jahren ausgibt. Wer kommt dann im Alter für ihn auf?

Na dann schreien wieder alle Betroffenen nach Hilfe vom Staat...dann will man vom mündigen Bürger der sich nicht vorschreiben lassen will garantiert nichts mehr hören.

3
@NamenSindSchwer

So sehe ich das auch. Zumal man bei "eigener" Vorsorge keinen Zuschuss vom Arbeitgeber bekäme.

0

Was möchtest Du wissen?