Arbeiten trotz Krankmeldung morgens?

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Rechtlich bist Du natürlich auf der sicheren Seite, aber diese unangemessenen Forderungen von Arbeitgbern werden heutzutage leider immer häufiger an Arbeitnehmer herangetragen, insbesondere in Kleinbetrieben. Das bringt Dich natürlich jetzt in die Bredouille. Ich rate Dir taktisch vorzugehen mit zwei Optionen:

1. Option

Du horchst mal wirklich in Dich hinein und wenn es Dir tatsächlich besser geht, gibst Du Deinem Chef recht damit, dass es Dir wirklich besser geht am Mittag und arbeitest. Das solltest Du allerdings nur tun, wenn Du einen guten Chef hast und keinen, der aus dem Sachverhalt nachher ableitet, dass Du nur blau machen wolltest. Sonst wird er Dich in jedem Wiederholungsfall immer wieder am Telefon bedrängen und Dir unterschwellig Blaumachen unterstellen.

2. Option

Du fühlst Dich nicht gut und kannst nicht arbeiten. Dann rate ich Dir jetzt noch sofort zum Arzt zu gehen und Dir eine ärztliche Krankschreibung zu besorgen, denn ich geh mal davon aus, dass Du ohne ärztliches Attest zuhause bleiben wolltest. Da Dein Chef Dich aber bedrängt, ist es ratsam ein ärztliches Attest vorzulegen. Die Krankschreibung wird dann sicher über 3 Tage gehen. Du erklärst dem Arzt auch die Situation, dass Dein Chef Dich bedrängt, dann wirst Du sicher eine Krankschreibung erhalten.

Dann rufst Du Deinen Chef wieder an und sagst ihm, dass es doch so schlimm sei, dass Du einen Arzt aufsuchen musstest. Und dann kannst Du wiederum taktisch entscheiden: Geht es Dir morgen oder übermorgen besser, kannst Du vor Ablauf der Krankschreibung wieder zur Arbeit gehen und das natürlich auch beim Chef kundtun, wenn es ein netter Chef ist. Ist es ein Kotzbrocken, bleibst Du die ganzen 3 Tage zuhause und weist anschließend auf die ärztliche Krankschreibung hin. 

In einem Arbeitsverhältnis ist es immer ein Geben und Nehmen und danach solltest Du handeln. Jetzt aber ohne ärztliches Attest in schwieriger betrieblicher Situation trotz Aufforderung nicht hinzugehen, wäre unklug und schafft möglicherweise böses Blut. Also rate ich Dir zum umgehenden Arztbesuch, falls Du heute nicht zur Arbeit gehen kannst oder möchtest.

Da Du Dich rechtzeitig krank gemeldet hast musst Du natürlich nicht zur Arbeit erscheinen wenn es Dir nicht gut geht.
Dein Chef hat Dir gegenüber eine Führsorgepflicht und darf bzw. sollte nicht verlangen, dass Du zur Arbeit erscheinst wenn Du Dich krank gemeldet hast.

Stell Dir vor Du verunglückst mit dem Auto auf den Weg zur Arbeit weil Du wieder einen Schwindelanfall hattest. Dem Chef ist damit weniger geholfen, da Du dann länger ausfällst als jetzt UND am wenigsten ist Dir geholfen. So ein Unfall kann schnell lebensgefährlich enden, eine Fahrt in den Gegenverkehr reicht ja schon aus....

Natürlich ist es doof für den Chef, wenn Du krankheitsbeding ausfällst und Dein Kollege im Urlaub ist aber krank ist nunmal krank.
Wenn Du öfter krank bist kann der Chef eventuell die Vermutung haben, dass Du blau machst aber davon wollen wir nicht ausgehen.

Nein! Wenn du krank bist, bist du krank.

Wenn es dir tatsächlich heute Mittag besser gehen sollte, kannst du auf der Arbeit erscheinen.

Du solltest aber, wenn es dir nicht gut geht, zum Arzt gehen und dich krankschreiben lassen. Dann kann dir niemand nachreden, du würdest nur blau machen.

Krankheit ist ein sehr individuelles Gefühl. Manche erscheinen nmoch mit dem Kopf unter dem Arm zur Arbeit, andere bleiben beim leichtesten Anflug eines Schnupfens schon zuhause.

Aber wenn du dich morgens schon übergeben musst, ist das wohl eher ein deutliches Anzeichen für eine Erkrankung.

Auf diese Weise kann der Anruf des Chefs durchaus nach hinten losgehen, wenn dich der Arzt nämlich gleich für ein par Tage krankschreibt.

Krankmeldung? Woher?

Hey Leute,

ich war letzte Woche von Montag bis Mittwoch nicht arbeiten, da ich sehr starke Menstruationsblutungen und Schmerzen hatte, dazu noch Kreislaufprobleme. Mit solchen Beschwerden kann ich auf keinen Fall arbeiten, da ich bei der Arbeit von den 8 Stunden nur 30 Minuten sitze und zwar wenn ich Pause habe, ansonsten "renne" ich von A nach B und das pausenlos.

Donnerstag und Freitag hatte ich frei, also meldete ich mich nur für Mo-Mi krank.

Gestern und Heute konnte ich ebenfalls nicht arbeiten, da ich sobald ich wach war ziemlichen Schwindel und Übelkeit hatte sogar mit Erbrechen. Es hat sich alles um mich gedreht.

Da meine Hausärztin im Urlaub war, musste ich zum ärztlichen Bereitschaftsdienst. Mein Arbeitgeber verlangt nun eine Krankmeldung (kann ich verstehen), der ärztliche Bereitschaftsdienst darf aber keine ausstellen.

Was soll ich jetzt tun?!?!

Danke für eure Antworten

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