Arbeiten nach Krankheit

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2 Antworten

Wenn Dein Bekannter seine Arbeitskraft angeboten hat, der Arbeitgeber sie aber - aus welchem Grund auch immer - nicht annimmt, verstößt der Arbeitgeber gegen seine arbeitsvertraglichen Verpflichtungen.

Er kommt in den sogenannten "Annahmeverzug" nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 615 "Vergütung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko" Satz 1. Der besagt, dass der Arbeitgeber bei Nichtannahme der Arbeitsleistung den Arbeitnehmer trotzdem so zu bezahlen hat, als würde der Arbeitnehmer arbeiten; er muss diese Zeit auch nicht nacharbeiten.

Es ist übrigens nicht erforderlich, dass Dein Bekannter täglich zur Arbeitsstelle fährt oder dort anruft, um zu erklären, dass er arbeiten will, also seine Arbeitskraft anbietet; siehe dazu: http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Annahmeverzug.html (speziell das Kapitel "Ist ein tatsächliches oder zumindest telefonisches Arbeitsangebot erforderlich?")

Vorsichtshalber sollte er das Angebot seiner Arbeitsleistung aber doch einmal unter zeugen telefonisch oder an der Arbeitsstelle machen - und abwarten, was sich daraus ergibt; vorsorglich kann er den Arbeitgeber ja auch auf die Konsequenzen der Nichtannahme seiner Arbeitsleistung hinweisen.

Hundefan62 27.05.2014, 20:31

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort und die "Linkempfehlung". Das war wirklich hilfreich.

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Immer wieder hingehen zur Arbeit und seine Arbeitskraft anbieten. Nur dann hat er Anspruch auf seinen Lohn. Wenn der AG keine Arbeit für ihn hat, ist das nicht das Problem des AN.

Hundefan62 27.05.2014, 20:32

Danke für die Antwort.

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