arbeiten für Mindestlohn - mehr Geld übrig als bei Hartz4?

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3 Antworten

Mit Einkommen hast du immer mehr als ohne !

Wenn du angenommen 500 € für deine KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) zahlen würdest und diese angemessen sind,dann käme zumindest noch mal dein derzeitiger Regelsatz von 404 € dazu,wenn du z.B. Single wärst.

Dein Bedarf würde sich also dann auf min. 904 € belaufen.

Würdest du jetzt in deinem Job 900 € Netto verdienen und angenommen 1200 € Brutto,dann stehen dir auf dein Bruttoeinkommen Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll zu.

Das sind dann erst mal deine 100 € Grundfreibetrag,von 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag.

Diese Freibeträge werden dann addiert,theoretisch vom Netto abgezogen und ergeben dein anrechenbares Einkommen,dies wird dann von deinen Leistungen abgezogen und wenn noch ein Bedarf besteht würdest du eine Aufstockung bekommen.

Also blieben hier bei angenommen 1200 € Brutto ein Freibetrag von 300 € und nach Abzug von deinen 900 € Netto ein anrechenbares Nettoeinkommen von 600 €.

Dir würden dann also noch ca. 304 € als Aufstockung vom Jobcenter zustehen.

In deinem Grundfreibetrag von 100 € sind 30 € Versicherungspauschale + 15,33 € für Werbungskosten = 45,33 € enthalten,es bleibt also ein Rest von 54,67 €.

Wenn du jetzt z.B. Fahrkosten wegen deiner Beschäftigung hast die diese 54,67 € übersteigen würden,dann kannst du diesen Betrag separat beim Jobcenter geltend machen.

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BINGO! Du hast gerade einen grundsätzlichen Systemfehler unserer Deppen-Regierung erkannt (der ist aber gewollt). Wäre ja doof, wenn du vom Mindestlohn anständig leben könntest. So ist der Druck zur Aufnahme eines Zweitjobs größer. Und wenn du anstatt 40 dann 60 Stunden arbeiten gehst, hast du weder die Zeit noch die Nerven dich mit eben diesem System zu beschäftigen , geschweigedenn demonstrieren zu gehen oder schlimmeres.

Also wenn du Hartzi bist, macht die Aufnahme eines Jobs für 900,00 netto keinen Sinn. Die 100Euro mehr gehen locker für deinen Arbeitsweg und mit der Arbeit verbundene Aufwendungen drauf.

Leg dir lieber nen Gemüsegarten an oder biete jemanden, der einen hat, deine Hilfe an. So kommst du quasi an Gratis-Lebensmittel (die sind außerdem wirklich "bio") und hast eine wesentlich entspanntere Arbeitswoche. Dazu paar Hühner und Kaninchen... schon sparst du vielleicht 70 Euro im Monat ein (für Lebensmittel, die du nicht kaufen mußt) und kannst dir von dem Geld n bunten Tag machen.

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Kommentar von turnmami
29.05.2016, 18:36

Man könnte aber auch sich überlegen, dass aus einem Job mit Mindestlohn auch mal ein Job mit mehr Gehalt werden könnte, oder?

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900-500=400  deine rechnung geht auf

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