Arbeiten am Feiertag bzw danach?

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1 Antwort

Das ist aber schön, dass Dein Arbeitgeber ebenfalls keine Ahnung hat.

Feiertagszuschläge entstehen nur für 'Feiertage, die auf Werktage fallen. Die Sonntage sind mit den Sonntagszuschlägen zu berechnen. Der "verspätete" Schichtbeginn macht sich also überhaupt nicht bemerkbar.

Falls Ihr einen Betriebsrat haben solltet, ist der Beginn und das Ende der Arbeitszeit Mitbestimmungspflichtig. Das bedeute, erst wenn der BR da zugestimmt hat, darf der Schichtbeginn "verlegt" werden.

Falls kein BR vorhanden ist, hat der AG auf der Grundlage seiner Weisungsbefugnis das Recht den Schichtbeginn zu verändern. Dabei ist jedoch auch auf den §615 BGB zu achten:

Textzitat:

Vergütung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko

Kommt der Dienstberechtigte mit der Annahme der Dienste in Verzug, so kann der Verpflichtete für die infolge des Verzugs nicht geleisteten Dienste die vereinbarte Vergütung verlangen, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein.



Das bedeutet: bietest Du im Rahmen des Arbeitsvertrages Deine Arbeitskraft an. (Du bist also im Betrieb) Der AG hat jedoch nichts für Dich vorbereitet oder es fehlt Strom, Heizung, Wasser. also irgendetwas, was man für die Arbeit benötigt. Dann hat der AG Dich trotzdem so zu bezahlen, als ob Du gearbeitet hättest.

Dieser § ist anzuwenden, wenn der AG nicht speziell andere Regelungen per Einzelvertrag, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag anwenden darf.

Zusammengefasst: Die Verschiebung ist,
a) Ohne BR per Weisung zulässig.
b) Mit BR mit dessen Zustimmung zulässig.

Gruß Uli

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