Arbeiten als Selbstständiger?

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2 Antworten

Aber ja, gibt es hier selbständig Erwerbstätige.... Du weißt, was das heißt?

Selbst und ständig arbeiten. Krank werden... problematisch. Lange Urlaube... was ist das? Ist das was zu essen?

Trotzdem... nach 28 Jahren... ich würde es wieder machen.

Der Alltag? Viel Arbeit, ganz normal. Was man selber macht, muss man nicht bezahlen. Der Papierkram? Dafür ist am Wochenende Zeit genug!

Such Dir eine Branche aus, wo das anders, leichter geht.

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Hallo Falain,

da gibt es sicher Unterschiede...

Wenn Du Papas Firma übernimmst, die schon einen festen Kundenstamm und langjährige (erfahrene und zuverlässige) Mitarbeiter hat, dann ist das sicher einfacher als ein kompletter eigener Neustart eines Unternehmens.

Soll nicht bedeuten, daß diese Leute dann nicht auch viele der jetzt folgenden Verpflichtungen haben........

Bei einem Neustart eines Unternehmens brauchst Du aber erstmal eine Geschäftsidee, welche unbedingt einen USP (Alleinstellungsmerkmal) haben sollte. Dazu in jedem Fall ein ordentliches Startkapital (je nach Branche unterschiedlich).

Das Startkapital geht erstmal für Büroausstattung (PC, Schreibtisch, Software, Visitenkarten, etc.), Auto, Webseite und/oder Werbeprpspekte, Werbung u.s.w. drauf. Dann dauert es auch meistens noch bis die erste Kohle reinkommt und Du musst wieder von Erspartem leben.

Mit einem guten Businessplan bekommst Du vielleicht einen Gründerzuschuß vom Staat oder findest einen soliden Investor (der will aber meistens Anteile an Deiner Firma). Banken (Darlehen) kannst Du ohne Sicherheiten dafür vergessen.

Fazit: Du arbeitest am Anfang (oftmals ein paar Jahre) tatsächlich "selbst und ständig", da Du Dir keine Mitarbeiter leisten kannst. Sobald das der Fall ist musst Du immer überlegen, ob Du diese auch dauerhaft beschäftigen kannst. Als Unternehmer trägst Du nämlich auch eine hohe soziale Verantwortung.

Aus diesem Grund bist Du dann auch der letzte der Urlaub bekommt und wenn es mal eng wird, verzichtest halt Du auf Dein Gehalt. Weiter solltest Du als Chef immer mit gutem Beispiel vorangehen und bist somit der Erste im Büro und der Letzte der geht.

Achtung die größte Gefahr ist am Anfang das Leben vom Brutto als Netto. Als Selbstständiger musst Du nur einmal jährlich Deine Einkommenssteur machen, welche Du am Anfang bis zu 2 Jahren rausschieben kannst (Terminverlängerung beim Finanzamt beantragen). Aber dann kommt es mit Macht und Du musst die Kohle für Deine Steuern (für 2 Jahre, da direkt darauf auch eine Vorauszahlung fällig wird) auf der Seite haben.....

Klingt alles sehr abschreckend. Unternehmer denken dabei aber an andere Dinge, wie z.B. an die Freiheit eigene Entscheidungen zu treffen, die Firma wachsen zu sehen, Ideen zu verwirklichen und ja, auch mal unter der Woche einen freien Tag zu nehmen und den Papierkram auf den verregneten Samstag zu schieben.....

Diese Erfahrung kommt direkt vom Gründer des Vergleichportals FORTBILDUNG24

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