arbeit überwachung

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Darf ich am Arbeitsplatz per Video überwacht werden?

Nein, nicht dauerhaft. Das hat das Bundesarbeitsgericht in Erfurt schon 2004 entschieden. Eine dauerhafte, verdachtsunabhängige Videoüberwachung ist unverhältnismäßig und verstößt gegen die Persönlichkeitsrechte der Arbeitnehmer (Az. 1 ABR 21/03). Allerdings darf eine zweckgebundene Videoüberwachung durchgeführt werden, etwa zum Schutz vor Ladendiebstählen, zur Absicherung von Gefahrenstellen oder als Vorkehrung gegen Einbrüche. Wenn Arbeitnehmer dann durch den überwachten Bereich laufen, dürfen auch sie aufgezeichnet werden. Der Zweck der Videoüberwachung darf aber nicht sein, Mitarbeiter ohne konkreten Verdacht dauerhaft zu überwachen. Natürlich muss der Intimbereich – Toiletten, Duschen, Umkleideräume – von solchen Videoüberwachungen frei bleiben.

Die Arbeitsgerichtsbarkeit hat folgende Grundsätze einer Videoüberwachung entwickelt: Um nicht gegen die Reche der Arbeitnehmer zu verstoßen,

muss der Videoüberwachung ein schutzwürdiges Interesse des Arbeitgebers zugrunde liegen, etwa der Schutz vor dem Verlust von Firmeneigentum durch Diebstahl. Dies muss der Arbeitgeber aber vor Beginn der Überwachung durch konkrete Anhaltspunkte und Verdachtsmomente belegt haben. Eine vage Vermutung reicht nicht aus;
muss die Überwachung grundsätzlich mittels einer sichtbaren Anlage durchgeführt werden. Die Belegschaft muss vor der Überwachung informiert werden. Eine „verdeckte“ Kamera ist nur ausnahmsweise rechtens, wenn dies die einzige Möglichkeit darstellt, das berechtigte schutzwürdige Interesse des Arbeitgebers zu wahren;
muss der Arbeitgeber das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats beachtet haben. Allerdings: Auch wenn der Betriebsrat zugestimmt hat, wird eine unzulässige Überwachung dadurch nicht legitimiert.

entnommen: DGB Arbeitsschutz

Danke für den Stern

0

Solang dein Arbeitgeber vorher alle Mitarbeiter darüber per Schreiben informiert hat, darf er das machen. Glaub er braucht aber auch einen triftigen Grund dafür.

Das kommt darauf an was für eine Arbeit du machst.Bei Geldinstituten oder wo mit Wertgegenständen gearbeitet wird,da ist es erlaubt.

Eine Kameraüberwachung, alleine mit dem Ziel die Arbeitnehmer während der Arbeit zu überwachen, ist nicht zulässig.

Ist eine Überwachung zweckgebunden, dann ist diese zulässig. Beispielsweise dürfen Verkaufsräume zum Schutz vor Ladendiebstählen, Banken vor Überfällen, Tankstellen vor Benzindieben usw. überwacht werden.

Die Kameraüberwachung eines Arbeitnehmers kann zulässig sein, wenn gegen diesen beispielsweise ein Tatverdacht wegen Diebstahl vorliegt.

Ein vorhandener Betriebsrat ist mitbestimmungspflichtig.

P. K.

Also in Deutschland darf man das sicher nicht. Nur bei begründetem Verdacht gegen jemanden. Ein unspezifisches "irgendjemand wirds gewesen sein, also bewache ich alle" genügt da nicht.

An der Umkleide-, Dusch- und an der Toilettenkabinentür hat Schluß mit der Überwachung zu sein.

Jeder Laden kann sich Kameras installieren wegen Ladendieben und dabei das Personal genau so unter die Lupe nehmen. Und es mag Sicherheitsbereiche geben, in denen so eine Kontrolle unumgänglich ist.

Die generelle Überwachung ist nicht gestattet.

Ausgenommen sind lediglich ganz spezifische Sicherheitsbereiche und Sicherheits Unternehmen.

Nein das ist nicht erlaubt, daß du während der Arbeit gefilmt wirst. Es sei denn, es besteht ein Verdacht auf eine Straftat, dann ja.

Was möchtest Du wissen?