Arbeit schreiben über Wirtschaft und Geschichte?

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3 Antworten

Inflation im 2. Weltkrieg ????

Es gab eine Inflation 1920/1922 nach einem Börsenkrach.

Vielleicht wäre die Deutsche Wirtschaft vor und nach der Währungsreform ein gutes Thema:

In zweiten Weltkrieg waren Lebensmittel, Kleidung, Hausrat und andere wichtige Dinge knapp. Es gab aber keine echte Inflation, weil die Kaufkraft der Bürger staatlich eingedämmt wurde. Geld kann man auch nicht essen oder anziehen, deshalb blühte dann der Tauschhandel.

Mit zur Warenknappheit trug auch die Demontage der deutschen Industrie durch die Besatzungsmächte bei. Betriebe, die im Krieg für die Waffenproduktion umgerüstet waren, durften auch danach keine zivilen Güter produzieren.

Aus der Zeit kurz nach Kriegseinde erzälhlte meine Oma: Sie hatte für die Besatzungssoldaten Uniformen gewaschen, und dabei etliche tausend Rechsmark in einer Jackentasche gefunden. Die Soldaten wollten das Geld gar nicht wiederhaben, "Deutsches Geld nix gut".

Sie konnte damit aber auch nichts kaufen, weil es einfach nichts gab. Waren wurden auch nur an Personen verkauft, die einen Bezugsschein vorlegen konnten. Lebensmittel konnte man auch nur kaufen, wenn man dafür einen Abschnitt seiner Lebensmittelkarte zu dem Preis hingab.

Selbst für eine Million Reichsmark hätte man legal keinen Mantel oder ein Paar Schuhe kaufen können, wenn man keinen Bezugsschein vorlegen konnte. Um etwas sinnvolles mit dem Geld anzufangen, hat meine Oma damit dann die Hypothek auf ihr Haus abbezahlt.

Für das Wäschewaschen bekam sie von den Englischen Sodaten damals statt Geld Lebensmittel und Luxusgüter wie Kaffee, Tee, Schokolade, Salz und Gewürze, einmal ein geschossenes Reh und etliches anderes an Kleinwild. EIn Schwager lieferte ihr Berge von Stoffen, weil seine Fabrik stillgelegt war. Daraus hat sie Kleidung für Bauern der Umgebung genäht,  gegen Lebensmittel und anderes nützliches.

Mein Großvater hatte vorm Krieg ein Elektrogeschäft. Das musste er schließen und wieder als Schiffsbauingenuer in Kiel u-Boote bauen. Nach Kriegsende hat er es "Schwarz" wieder betrieben und gegen Naturalien Reparaturen durchgeführt, Neubauten elektrifiziert - einmal Autobatterie laden, oder ein Radio reparieren gegen ein Stück Speck oder einen halben Sack Kartoffeln usw.

Not macht eben erfinderisch. Die Amerikanischen Besatzungssoldaten sagten scherzhaft: "Schick einen Deutschen mit alten Konservendosen in eine Garage, und der kommt mit einem Fahrrad wieder raus." So gut wie jeder Deutsche, der das irgendwie machen konnte, hat auch seine erlaubten steuerfrei anbaubaren zwölf Tabakspflanzen gehegt.

Damit dann am 20. Juni 1948 die Währungsreform stattfinden konnte, jeder Bürger am Stichtag 40 DM "Kopfgeld" ausgehändigt bekommen konnte, wurde mittels Lastenausgleichsgesezt 1952 jedes schuldenfreie Grundstück in Deutschland mit einer Hypothek belegt. - Für meine Oma also - wie gewonnen, so zerronnen.

Sparguthaben, Staatsanleiehen usw.  wurden auch nicht alle 1:1 vorn Reichsmark in DM umgerechnet.

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du kannst bei den Fuggern anfangen, der Hanse. Was heißt denn Wirtschaft und Geschichte? Geht es um wirtschaftliche Themen der Vergangenheit? Google mal Wirtschaftsgeschichte- Docupedia. 

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