Arbeit nach der Berufsschule?

2 Antworten

§15 Abs. 1 Satz 2 Ziffer 1 und 2 BBiG:

Sie haben Auszubildende freizustellen
1.für die Teilnahme am Berufsschulunterricht,
2.an einem Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden von mindestens je 45 Minuten, einmal in der Woche,

Dein Chef handelt also vollkommen korrekt: Am Montag hast Du 8 Unterrichtsstunden und bist komplett freigestellt.

Am Freitag hast Du auch mehr als 5 Unterrichtsstunden, aber mehr als eine Freistellung gibt es nicht pro Woche.

Somit zählt nur die Unterrichtszeit 6*45 min = 4,5h zuzüglich der Wegezeit von der Berufsschule zum ausbildenden Betrieb als Arbeitszeit und du musst noch die restliche Zeit bis zum Ende der täglichen Arbeitszeit (idR 7,5 bis 8h) arbeiten.

Ausnahme: Wenn die Wegezeit zwischen Berufsschule und Ausbildungsplatz so lang ist, dass die verbleibende Arbeitszeit im Betrieb nur noch wenige Minuten beträgt, dann kann die Forderung des Betriebs nach Rückkehr zur Arbeit unverhältnismäßig sein.

4x90 Minuten = 360 Minuten

360/60= 6 Stunden .... und nicht 8 ....

8 Unterrichtsstunden, keine Normalen Stunden

0

Was möchtest Du wissen?