Arbeit nach Abruf, was kann ich tun, wenn ich keine Stunden kriege/wenn ich keine Stunden habe und krank bin?

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2 Antworten

MÜSSEN die mich beschäftigen

Ja!

Da macht es sich Dein Arbeitgeber/Chef nämlich etwas zu einfach!

Wenn Du "Arbeit auf Abruf" machst, dann ist auf Dich das Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG § 12 "Arbeit auf Abruf" anzuwenden. Und wenn keine feste Zahl von Wochenarbeitsstunden vereinbart worden ist, dann bist Du nach Abs. 1 Satz 2 und 3 für mindestens 10 Wochenstunden zu beschäftigen und zu bezahlen:

Die Vereinbarung muss eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festlegen. Wenn die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, gilt eine Arbeitszeit von zehn Stunden als vereinbart.

Wenn Du für diese 10 Stunden nicht eingesetzt wirst, musst Du trotzdem für diese Stunden bezahlt werden, auch wenn Du tatsächlich nicht arbeitest, und Du musst diese nicht geleisteten Stunden auch nicht nachholen.

Wenn der Arbeitgeber Dir keine Arbeit für diese Zeit zuweist, gerät er in den sogenannten "Annahmeverzug" nach dem Bürgerlichen  Gesetzbuch BGB § 615 "Vergütung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko" Satz 1:

Kommt der Dienstberechtigte [Anmerk.: der Arbeitgeber] mit der Annahme der Dienste in Verzug, so kann der Verpflichtete[Anmerk.: der Arbeitnehmer] für die infolge des Verzugs nicht geleisteten Dienste die vereinbarte Vergütung verlangen, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein

Danke, dass sieht dann ja doch nicht so mies aus :) Werde einen Termin machen und darauf hinweisen. Wenn nicht geht es wohl oder übel über den Anwalt.

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Also, wenn dein Vertrag, keine Mindeststundenzahl pro Monat zugesteht sondern ausformuliert ist, mit "Arbeit auf Abruf", hast Du meines Verständnisses nach keinen Anspruch auf einen Mindestarbeitseinsatz.

Tut mir leid Dir hier keine bessere Nachricht übermitteln zu können, aber so verstehe ich die arbeitsvertraglichen Konditionen wie von Dir beschrieben.

Alles Gute in einer neuen Arbeit

hast Du meines Verständnisses nach keinen Anspruch auf einen Mindestarbeitseinsatz

Dein Verständnis ist falsch (siehe meine eigene Antwort mit Gesetzesverweis)!

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@Familiengerd

Wenn Du meinst, ich sehe das anders, denn ich kenne diese Verträge....!! Hatte es oft genug mit diversen Firmen beruflich zu tun, die solche "Verträge" aufsetzen und sich somit alle Hintertüren offen lassen, ohne das der Betroffene irgendeine Möglichkeit hatte sich gerichtlich wirksam zu wehren.....!!!!!

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@youarewelcome

Das hat nichts damit zu tun, was ich "meine" oder dass Du das "anders siehst", sondern mit der Anwendung des entsprechenden Gesetzes!

Und da solltest Du Dir das Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG § 12 "Arbeit auf Abruf" Abs. 1 und vielleicht auch das Bürgerlichen  Gesetzbuch BGB § 615 "Vergütung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko" Satz 1 einfach mal anschauen, auf die ich in meiner Antwort hingewiesen habe.

Deine Erklärung mit eigenen Erfahrungen als quasi "Beweis" ("Hatte es oft genug mit diversen Firmen beruflich zu tun [usw.].") ist so allgemein und nichtssagend, dass damit auch absolut nichts anzufangen ist!

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@youarewelcome

denn ich kenne diese Verträge....!!

Ja und? Was soll das jetzt heißen? Dass die Verträge deshalb rechtlich "wasserdicht" sind, bloß weil Du sie kennst???

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@Familiengerd

Nimm mal an einem Antiaggressionstraining statt oder entscheide Dich für eine sinnvolle Psychotherapie....Deine "Sinnlos-Angriffe" sind einfach nur DUMM!

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@youarewelcome

Oh, das brauche ich nicht!

Mir reicht es, festzustellen, dass Du objektiv und subjektiv keine Argumente mehr hast! :-))

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