was brauche ich alles für ein Aquarium?

7 Antworten

Hallo :) Aquaristik ist ein schönes und relativ unaufwändiges Hobby. Der Lärm hält sich bei einem ordentlichen Filter in Grenzen und wenn dein Aquarium stinkt, läuft ordentlich was schief! Ich versuche dir hier die wichtigsten Basics zusammenzufassen. Du findest aber im Internet zu Hauf Informationen und es schadet bestimmt nicht, sich da einzulesen. Mach dich gefasst, das wird sicher eine lange Antwort^^ Lass dich davon aber nicht abschrecken, es wirkt viel, aber eigentlich sind das nur ein paar Grundlagen, die nach kürzester Zeit für dich selbstverständlich wirken werden! Aber nachdem du schreibst, du hast keine Ahnung, mache ich es zur Sicherheit etwas ausführlicher.

Zu allererst finde ich, solltest du das größte Aquarium wählen das sich ausgeht. Denn umso größer, umso mehr Möglichkeiten hast du. Das typische Anfängerset ist ein 54 L Aquarium, aber damit bist du halt auch echt eingeschränkt. Da würde ich dir doch zumindest 100 L empfehlen. Aber auch mit einem 54 L Aquarium, kann man natürlich was anfangen. Entscheide dich, was sich in deinem Zimmer ausgeht, danach richtet sich dann der Rest. Natürlich gibt es auch kleinere Aquarien, diese eignen vor Allem für einen Anfänger aber vorrangig nur für die Garnelenhaltung. Auch das ist sehr schön und falls du tatsächlich große Platzprobleme hast, dann kannst du auch ein Nano-Garnelenbecken andenken.

Viele Leute kritisieren Starter Sets, ich finde sie aber für den Anfang absolut gut geeignet, da du dir nicht so viele Gedanken über die Technik machen musst. Du hast halt auch oft bisschen unnötiges Zeug dabei, wie Wasseraufbereiter - dazu später mehr. Starter Sets gibt es so je nach Größe und Marke um 60-150€- Dazu musst du dann noch die Kosten für Bodengrund, Steine und/oder Wurzel, Pflanzen und Fische hinzurechnen. Das sind sehr variable Kosten, je nachdem, was du für dein Becken brauchst und willst. Du kannst dafür aber bestimmt nochmal 100€ aufschlagen. Vieles (inkl. Aquarien Sets) bekommt man gebraucht oft als echtes Schnäppchen, es lohnt sich also in den lokalen Kleinanzeigen oder auf Ebay zu schauen. Dichtetest beim Gebrauchtkauf nicht vergessen!

Sobald du dich für eine Aquariengröße entschieden hast, sollte der nächste Schritt sein, dass du dir einen Besatz aussuchst. Denn davon hängt ab, wie du dein Aquarium einrichten musst. Leider richten viele Leute einfach ihr Aquarium mal irgendwie ein und gehen dann in den Zoohandel und nehmen sich irgendwas mit. Das ist definitiv nicht die richtige Vorgangsweise. Die richtige Auswahl der Aquarienbewohner ist wohl der kritischte Schritt. Um verantwortungsbewusst einen Besatz auszusuchen, brauchst du Beckengröße und Wasserwerte. Die Wasserwerte kannst du ganz einfach beim Wasserversorger anfragen, denn du wirst dein erstes Becken höchstwahrscheinlich mit Leitungswasser betreiben.

Jetzt suchst du dir Fische, die dir gefallen und die zu deinen Wasserwerten und Beckengröße passen. VORSICHT! Nur weil Fische sich im gleichen Wasser wohlfühlen, heißt das nicht automatisch, dass sie auch zusammenpassen. Dir als Anfänger würde ich definitiv empfehlen, dass du dir erst mal nur zwei bis maximal drei Arten ins Becken setzt. Eine, die sich gerne in Bodennähe aufhält und eine, die frei schwimmt. Hier findest du einen guten Überblick: http://www.aquarium-guide.at/auswahl.htm Du kannst dich natürlich dann auch gerne nochmal hier für Besatzvorschläge melden, wenn du Größe und Wasserwerte kennst oder deinen Besatzwunsch posten und ich/wir geben dir Feedback :) Auch ein Ausflug in die Fischhandlung kann als Inspiration dienen, ich muss dich nur leider vor der Beratung so mancher Verkäufer warnen. Viele kennen sich scheinbar absolut nicht aus und empfehlen dann Fische, die gar nicht passen. Das ist weder für die Fische noch für dich gut.

Nun zur Einrichtung. Die richtet sich natürlich in erster Linie danach, was du für Fische nehmen wirst. Was du (fast) immer brauchst: Bodengrund, Pflanzen, Wurzel und/oder Steine.

Als Bodengrund würde ich dir, ohne deinen zukünftigen Besatz zu kennen, dunklen Sand als "Universallösung" empfehlen. Dunkler Bodengrund bringt die Farben der Fische besser zur geltund und ich persönlich habe auch immer den Eindruck bekommen, die Tiere fühlen sich darauf wohler. Sand ist fein und meist nicht so scharfkantig, deshalb auch für die meisten Fische gut geeignet, insbesondere diese, die gerne im Boden wühlen, wie Panzerwelse (Corydoras). Beim Bodengrund lohnt es sich auch oft mal im Baumarkt zu schauen, ob man Fugensand (zb Basaltsand) bekommt, der ist um ein Vielfaches günstiger als spezieller Aquariensand. Hier musst du jedoch folgendes beachten: Das Material muss passend sein. Quarzsand oder Basalt sind zb gut geeignet. Außerdem sollten keine Herbizide o.ä. zugesetzt sein. Wenn du unsicher bist, greif besser auf dunklen (oder hellen) Natursand aus der Aquaristik zurück. Auch Kies kann als Bodengrund dienen, ist aber für bestimmte Fische wegen der Scharfkantigkeit und Größe nicht geeignet. Andere Arten des Bodengrundes sind für einen Anfänger eher noch nicht relevant. Der Bodengrund sollte vor Verwendung normalerweise gründlich gewaschen werden.

Pflanzen kannst du beinahe wählen wie es dir gefällt, hauptsache viel. Viele Anfänger bepflanzen ihr Becken zu spärlich. Ein gut bepflanztes Aquarium läuft aber stabiler, beugt Algen vor, sorgt für Sauerstoff und Versteck für die Fische, ... Besonders schnellwüchsige Stängelpflanzen erweisen sich da als nützlich, aber solange du genügend Pflanzen hast, ist mal alles gut. Hast du dich für einen Besatz entschieden, kannst du noch besondere Ansprüche bedienen, zb feingliedrige Pflanzen als Versteck für die Jungtiere von Lebendgebärenden oder robuste, "harte" Pflanzen, die gerne mal buddeln, Moose für Haftlaicher und Garnelen, etc.

Ob Wurzel oder Stein oder beides ist stark deinem Geschmack überlassen. Bedenken musst du nur, dass manche Fische Holz für die Verdauung brauchen. Eine Wurzel gibt außerdem Stoffe an das Wasser ab, die den meisten Fischen gut tun - aber auch das Wasser etwas gelblich/bräunlich färben. Mit der Zeit lässt dieser Effekt nach. Steine eigenen sich gut für Aufbauten, falls die Fische deiner Wahl Höhlen als Verstecke bevorzugen. Du musst jedoch etwas darauf achten, dass die Steine dein Wasser nicht aufhärten*, falls dein Besatz das nicht gut verträgt.

So, jetzt hast du dein Becken, weißt, was für Fische hinein sollen und hast auch schon die entsprechende Einrichtung besorgt. Zuerst prüfst du dein Aquarium auf Dichte, dann kannst du den gewaschenen Boden einbringen. Wie du den gestaltest, bleibt dir überlassen. Er sollte nur überall mindestens ~4 cm hoch sein, damit die Pflanzen auch gut anwachsen können. Ansonsten kannst du da Hügel machen, vorne niedrig, hinten hoch, zur Seite hoch, wie es dir gefällt. Als nächstes setzt du deine Wurzel oder Steine hinein (auf Stabilität achten!) und dann die Pflanzen. Jetzt kommt das Wasser. Ein Trick, den ich gerne verwende ist, den Boden und Pflanzen mit feuchter Küchenrolle abzudecken und dann erst das Wasser vorsichtig einzulassen. So verhindert man das Aufschwimmen der Pflanzen recht gut. Andere pflanzen auch erst im befüllten Becken.

Nun nimmst du die gesamte Technik in Betrieb. Filter mit Filterschwamm als Filtermaterial (falls Aktivkohle o.ä. drin ist, diese bitte rausnehmen. Man verwendet sie nur für zB Medikamentrückstände bei Krankheiten, nicht als normales Filtermaterial), Beleuchtung anfangs ca. 8 h am Tag, wenn nötig Heizstab.

Auf Nährboden, Starterbakterien und Wasseraufbereiter kannst du übrigens getrost verzichten.

Sodala und nun geht es ans "Einfahren". Das heißt, du lässt dein Aquarium ca. 1 Monat stehen, ohne Fische einzusetzen. Das hat mehrere Gründe:

  1. Gibst du so den Pflanzen Zeit, gut anzuwachsen und sich an dein Becken anzupassen, damit sie, wenn deine Fische einziehen gesund sind und ausreichend Sauerstoff produzieren, sowie Abfallstoffe abbauen.
  2. und viel wichtiger, müssen sich in deinem Aquarium erst die notwendigen Bakterien bilden. Vielleicht sagt dir der Nitratkreislauf was. Hier werden Ammonium und freier Stickstoff (zB aus den Fischausscheidungen) in Nitrit und dann in Nitrat umgewandelt. Sowohl Ammonium, als auch Nitrit sind giftig für Fische, also sind die Bakterien, die es abbauen, lebenswichtig! Nitrat dient als Endstoff als Dünger für die Pflanzen. Um den Bakterien die Ansiedelung zu erleichtern, kannst du alle paar Tage kleinstmengen (!) Fischfutter ins Becken werfen.

Du verfährst dabei so, wie im ganz normalen Regelbetrieb, also regelmäßige Wasserwechsel (alle 1-2 Wochen 20-50% Wasserwechsel, das ist abhängig von AQ-Größe und Besatzdichte. Da du aber anfangs noch keine Fische drin hast, reichen kleinere Wasserwechsel). Zur Einfahrphase gibt es aber viele Meinungen, du wirst auch von Leuten lesen, die hier noch kein Wasser wechseln oder bereits Fische einsetzen. Von zweiterem rate ich dir als Anfänger dringend ab!

Nach einem Monat besorgst du dann die Fische für dein Becken. Die werden langsam an das Wasser eingewöhnt: Fische mit dem Wasser in dem sie gekommen sind in einen kleinen Eimer und dann über ca. 1 h immer wieder etwas Wasser aus dem Aqarium zugeben, bis sich das Volumen ca verdoppelt hat. Dann fischt du die Fische einzeln heraus und setzt sie ins Aquarium um.

Et voilà, du hast ein fertiges Aquarium.

Du kannst die Beleuchtungsdauer Schritt für Schritt auf 10-12 h pro Tag erhöhen. Jetzt musst du nur noch regelmäßig füttern und Wasser wechseln, evtl ab und zu die Pflanzen mit Eisenvolldünger düngen, deine Fische füttern und dich an ihrem Anblick erfreuen.

Bei der Fütterung ist weniger oft mehr. Viele meinen es zu gut mit ihren Fischen. Ein bis zwei Fastentage tun den meisten Fischen gut. Fütter nur so viel, wie auch in wenigen Minuten gefressen wird. Wenn du zB Bodenfische hast, ist es besser, diese gezielt zu füttern (zB mit Granulat oder Futtertabs), anstatt einfach so viel Flockenfutter reinzustreuen, bis auch was zu Boden fällt. Die meisten Fische freuen sich übrigens auch über Frost- und Lebendfutter ab und zu. Bestimmte Fischarten sind darauf sogar angewiesen, aber die solltest du als Anfänger wohl sowieso eher noch nicht halten.

*Aufhärten heißt, dass der Stein Kalk oder andere Salze an dein Wasser abgibt, wodurch die Wasserhärte steigt. Die meisten Fische, die du für's Aquarium finden wirst, mögen aber eher weiches Wasser.

Ok, das war jetzt viel zu Lesen. Tut mir Leid, falls es etwas unübesichtlich ist. Habe versucht, möglichst umfassend auf den Prozess einzugehen. Lass dich wie gesagt nicht verunsichern oder verwirren. Es sieht nach viel aus, wird aber bald alles ganz klar für dich sein.

Gutes Gelingen und wenn du Fragen hast, dann kannst du dich gerne melden!

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Danke für deine sehr ausführliche Antwort, was nützlicheres hätte ich nicht finden können, danke :)

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Grundsatz jeder Heimtierhaltung muss sein, die Tiere so artgerecht wie möglich zu pflegen. Ein Goldfisch im Glas ist genauso inakzeptabel wie ein Hamster oder Vogel im Minikäfig oder ein Hund an der Kette. Bevor man ein Tier kauft, muss man sich unbedingt an unabhängiger Stelle gründlich über dessen Bedürfnisse informieren und klären, ob man diese Bedürfnisse erfüllen kann. Es reicht nicht, sich blind auf Ratschläge von Verkäufern zu verlassen, denn die wollen in erster Linie möglichst viel verkaufen, wobei das Tierwohl oft ignoriert wird.

Man sollte immer bedenken, dass die meisten Fische bevorzugt horizontal geradeaus schwimmen und nicht nach 3 Flossenschlägen an der nächsten Wand umkehren wollen. Es gibt Ausnahmen, die auch in einem Olympiaschimmbecken nie weiter als 20cm am Stück in eine Richtung schwimmen würden, aber die Mehrzahl der Fische schwimmt nunmal gern geradeaus. Für die meisten Fischarten gilt also die Regel, dass das Aquarium so lang wie möglich sein sollte. Man kann das auch nicht allein an der Körpergröße fest machen, es gibt winzige Langstreckenschwimmer (z.B. Microdevario kubotai) und größere Kurzsteckenschwimmer (z.B. Betta splendens) oder Fast-Nichtschwimmer (z.B. manche Welsarten, die ihre Höhle fast nur zum fressen verlassen oder gar die meiste Zeit im Sand vergraben rumliegen).

Es gibt extrem wenige Arten, die dauerhaft (nicht nur zur Babyaufzucht) in Becken unter 40cm Länge gehalten werden können. Auch die Fischauswahl bei 40cm Beckenlänge ist noch ziemlich beschränkt. Ab 60cm Beckenlänge hat man mehr Auswahl, ab 80cm nochmal deutlich mehr.

Je mehr unterschiedliche Arten vergesellschaftet werden, desto schwieriger wird es, all ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Deshalb sollte man sich auf wenige Arten beschränken. Auch Artbecken mit nur einer Fischart können sehr reizvoll sein. Vergesellschaftete Arten müssen so gewählt sein, dass sie möglichst gut miteinander harmonieren, es reicht nicht, wenn es nur geradeso irgendwie geht. Je kleiner das Becken ist, desto weniger unterschiedliche Arten kann man darin vergesellschaften. Ein 40cm Becken kann man nicht als Gesellschaftsbecken betreiben, bei 60cm ist das eingeschränkt möglich, ab 80cm werden die Möglichkeiten vielfältiger.

Kleine Aquarien sind nicht grundsätzlich schlecht oder schwierig, auch wenn das oft behauptet wird. Bei kleinen Becken haben zwar kleine Fehler größere Auswirkungen als bei größeren Becken (Verdünnungseffekt), aber wenn bei einem kleinen Becken ein Fehler passiert ist, kann man ihn durch einen Wasserwechsel einfacher und schneller beheben als bei einem großen Becken.

Man hat 2 Möglichkeiten die Beckengröße zu wählen. Entweder man legt zuerst die Beckengröße fest und wählt dazu passende Fische aus, oder man legt zuerst die Wunschfische fest und wählt die für sie passende Beckengröße.

Wenn die Größenfrage geklärt ist, muss man sich darüber informieren, welche Wasserwerte aus der Leitung kommen. Ohne aufwendige Maßnahmen zur Wasseraufbereitung ändern sich die Werte im Becken nicht wesentlich. Die Trinkwasserdurchschnittswerte vom zuständigen Wasserwerk (genau hinsehen in welcher Versorgungszone man ist) geben also also ausreichend genau Auskunft. Die meisten Fischarten sind zwar in gewissem Maße flexibel hinsichtlich der Wasserwerte die sie vertragen, aber diese Flexibilität hat Grenzen. Einen ausgeprägten Weichwasserspezialisten kann man nicht in Betonwasser halten, einen ausgeprägten Hartwasserspezialisten nicht in extremem Weichwasser. Wenn man nicht mit großem Aufwand (Umkehrosmose, Torffilterung ....) Wasseraufbereitung betreiben will, kann man also nicht alle Fische halten, die der Markt hergibt, sondern nur die, die zu eigenen Leitungswasser passen.

Ein Aquarium ist zwar immer ein künstlicher Lebensraum, aber es ist trotzdem ein lebendiges Miniökosystem. Auftretende Schadstoffe (z.B. aus dem Fischkot) werden von nützlichen Bakterien verdaut und deren weniger schädliche Ausscheidungen werden zum Teil durch Pflanzen aufgenommen und zum Teil durch regelmäßige Wasserwechsel entfernt. Ohne diese Bakterien würde das Wasser innerhalb kürzester Zeit mit so vielen giftigen Stoffen angereichert werden, dass darin nichts mehr leben kann. Es ist also nicht damit getan, eine Glaskiste aufzustellen, Wasser einzufüllen und Fische rein zu werfen. Die Einrichtung muss so gewählt werden, dass sie das Entstehen eines funktionierenden Ökosystems begünstigt. Es dauert einige Zeit, bis sich das System stabilisiert hat, das ist die sogenannte Einlaufzeit. Das heißt aber nicht, dass man ein Becken einen zeitraum X einlaufen lässt und dann nix mehr passieren kann. Die Zahl der Bakterien ist nie höher als es das Nahrungsabgebot zulässt, in einem Becken ohne Besatz ist sie also relativ niedrig. Setzt man jetzt Fische ein, steigt das Nahrungsangebot für die Bakterien zunächst schneller als sie sich vermehren können, es kommen also vorübergehend mehr giftige Stoffe, vor allem Nitrit, im Wasser vor, bis es wieder genug Bakerien gibt, die diese Stoffe verdauen. Damit die Menge giftiger Stoffe nicht zu stark ansteigt, darf man nicht unbegrenzt viele Fische auf einmal einsetzen und muss in den ersten Tag nach jeder Besatzsteigerung etwas vorsichtiger füttern.

Die Art der Einrichtung muss sich an den Bedürfnissen der Fische orientieren. Naturmaterialien sind Plastik oder Farbkies in jedem Fall vorzuziehen.

Sogenannte Komplettsets bestehen in der Regel aus Becken, Abdeckung mit Licht, Filter und Heizstab. Oft, aber nicht immer, ist auch ein Thermometer dabei. Wenn kein Thermometer im Set ist, muss man eins dazu kaufen. Oft werden Sets verkauft, bei denen weder ein Unterrahmen als Plastik, noch eine Schaumstoffmatte (Sicherheitsunterlage) enthalten ist. Eins von beiden braucht man. Da es die Unterrahmen nicht einzeln gibt, muss man dann eine Schaumstoffmatte (oder ein passendes Stück Untertapete, Trittschalldämmung, dünnes Styrodur oder dünnes Styropor) kaufen. Man darf nicht die nackte Glasscheibe auf einen Schrank stellen. Glas verträgt Punktlasten (z.B. durch winzige Sandkörner oder Unebenheiten) nicht, die Unterlage gleicht sowas aus. Wenn man keinen Schrank hat, der sicher über eine ausreichende Tragfähigkeit verfügt (das Aquarium wiegt mindestens das 1,5 fache seines Nennvolumens in kg!), muss man noch einen Unterschrank kaufen. Mitunter werden Becken im Set mit Unterschrank zu attraktiven Preisen angeboten. Bei manchen Komplettsets ist die Verpackung auf einer Seite mit einem Bild bedruckt, das man ausschneiden und als Hintergrundbild außen an die Rückwand heften kann. Es gibt auch verschiedene Fotomotivfolien als Hintergrund zu kaufen, nicht alle sind schön. Oder man verwendet Bastelkarton, oder DC Fix Folie (z.B. schwarz, dunkelblau oder Milchglas). Es sieht nämlich nicht schön aus, wenn man durch das Becken freien Blick auf Blümchentapete und Kabelsalat hat.

Zusätzlich zum Set braucht man eine Zeitschaltuhr, um die Beleuchtung zu schalten. Das Licht muss nämlich jeden Tag im gleichen Rhythmus geschaltet werden. Nur sehr wenige Beleuchtungen haben eine integrierte Zeitschaltuhr. Wenn die Zeitschaltuhr völlig lautloss ein soll, darf man keine mechanischen Billigmodelle nehmen, sondern nur elektronische und wenige hochwertige mechanische Zeitschaltuhren. Außerdem braucht man eine Mehrfachsteckerleiste.

Ein brauchbares 60cm Komplettset gibt es ab etwa 60-100 Euro. Brauchbare 80er Sets fangen bei 120 Euro an. Jeweils ohne Unterschrank. Dazu kommen neben den o.g. Gegenständen die Materialien für die Einrichtung wie Kies, Pflanzen, Hölzer und Steine. Das geht billig, es geht aber auch teuer, je nach Geschmack und Anspruch.

Man darf auch nicht vergessen, dass ein Aquarium Betriebskosten verursacht. Ein 60cm Becken kostet unbeheizt rund 35 Euro bzw. beheizt rund 55 Euro Strom und Wasser im Jahr. Ein 80er kostet etwas mehr als das Doppelte. Dazu kommen Dünger, Futter, Ersatzteile usw.

Das Licht ist lautlos, eine gute Zeitschaltuhr ist auch nahezu oder völlig lautlos. Billige Zeitschaltuhren ticken. Bei den Filtern gibt es große Unterschiede. Ein leiser Filter ist schon aus einem halben Meter Entfernung nicht mehr zu hören. Was man immer hört, ist Luft, die ins Wasser geblasen wird. Luftpumpen sind nie lautlos, Ausströmersteine auch nicht. Und auch die Diffusoren nach dem Venturiprinzip, die bei vielen Filtern dabei sind, sind nicht lautlos. Ein normales Aquarium braucht dieses Luftblasenzeugs aber nicht, also kann man diese Lärmquelle abschaffen. Es reicht, wenn der Filter so eingestellt ist, dass die Wasseroberfläche nicht völlig still steht. Luftbetriebene Filter (Luftheber: ein senkrecht im wasser stehendes Rohr wird von unten mit Luft beaufschlagt und die darin aufsteigenden Luftblasen reißen Wasser mit) sind besonders energieeffizient, aber prinzipbedingt nie lautlos.

Ein gesundes Aquarium stinkt nicht. Wenn man die Nase unter die Abdeckung streckt, riecht es ganz schwach nach einer Mischung von See und feuchtem Waldboden. Streng genommen ist es also nicht völlig geruchsneutral, aber im Raum ist der Geruch nicht wahrnehmbar. Wenn es stinkt, ist im wahrsten Sinne des Wortes was faul.

Woher ich das weiß:
Hobby

ja, ein Anfängerset ist eine sehr gute Option! Beachte, je größer das Aquarium um so weniger Arbeit!

Für den Untergrund empfehle ich dir kleine Kieselsteine, lassen sich besser reinigen als eventuell Erde. Richte das Aquarium so ein, daß vorn wenig Untergrund ist und hinten um so mehr, damit erzeugst du ein besseres optisches Bild. Zuerst Steine oder Untergrund. Bodenheizung ist Luxus! Danach nimmst du das Aquqrium in Betrieb, mit Pumpe, Heizung und Filter. Als erstes setze Pflanzen ein und eventuell Dekoration (Fische brauchen auch mal ein Versteck) deiner Wahl. Platziere die kurzen Pflanzen vorn und die Langen weiter hinten, und nicht zu viel. Lasse das ganze ohne Fische erst einmal zwei bis drei Wochen laufen, nutze die Zeit um dir passende Fische auszusuchen. Unterscheide zwischen Raubfischen und Friedfischen. Und dann nicht zu viel davon, jeder Fisch braucht seinen Raum.

Viel Spaß Hardty

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