Aquarium ohne Pflege

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7 Antworten

Hallo,

grundsätzlich ist so etwas natürlich möglich.

Als erstes: in einem gut funktionierenden Aquarium, in dem das biologische System im Gleichgewicht ist, ist es niemals notwendig, das gesamte Wasser zu wechseln. Das wäre sogar für das biologische Gleichgewicht fatal.

Dazu braucht es natürlich einer ausreichend dimensionierten Filteranlage, einen moderaten Besatz, fachgerechte Fütterung etc. pp.

Nun ist es aber so - und bei Goldfischen ganz besonders - dass durch Futterreste und Fischausscheidungen Schadstoffe ins AQ gelangen, die durch die wichtigen nützlichen Bakterien im Filtermaterial und im Bodengrund zu Pflanzennährstoff = Nitrat umgewandelt werden. Bei ausreichend großem und reichlichem Pflanzenwuchs wird dieses Nitrat weitgehend verbraucht, oft reichert es sich jedoch an. Auch die Keimdichte im AQ steigt ständig an - daher findet i.d.R. alle 14 Tage ein entsprechender Teilwasserwechsel statt - abhängig von den Gegebenheiten im AQ, meistens ca. 30 %.

Diese Arbeit kann man - die entsprechende Technik wie Zeitschaltuhren, automatisches Wasser-In-und-Out-System - vorausgesetzt, natürlich auch automatisch ablaufen lassen. (Eine Überwachung sollte natürlich trotzdem vorhanden sein - 300 l Wasser im Wohnzimmer ist schon eine große Sauerei (lol)).

Natürlich bleibt immer noch einiges an Arbeit notwendig, Pflanzen zurückschneiden und ausdünnen, düngen, überschüssigen Mulm vom Boden absaugen, Scheiben reinigen etc.

Wenn man wirklich viel Ahung und Erfahrung hat und alles so funktioniert, wie es soll, dann lässt sich heutzutage mit einigem technischem Aufwand, selbst die Pflege eines AQ automatisieren. Selbst die Wasserwerte können per Computer geregelt werden und sich selbst "einstellen" (ob sinnvoll oder nicht, lasse ich hier mal außen vor).

Gutes Gelingen

Daniela

Ein Aquarium wird NIEMALS ganz ausgeschüttet und neu gefüllt!

Das macht man höchstens dann, wenn man eine hochansteckende Krankheit drin hat und einem alle Fische eingegangen sind.

Im Bodengrund und im Filter sind überlebensnotwendige Bakterien, die eine Gesunderhaltung der Fische überhaupt erst gewährleisten und die sich ausserdem erstmal über einen Zeitraum von mehreren Wochen in einem fischlosen Becken entwickeln müssen.

Genauso wird eine Reinigung des Filters und der Wasserwechsel nicht zeitgleich gemacht um nich unnütz Bakterien zu vernichten.

Ich habe seit über 10 Jahren ein kleines Becken (60L) und nach der Einrichtung noch nie den Bodengrund oder sonstwas entfernt. Teilwasserwechsel mach ich alle 2 bis 3 Monate, ansonsten hol ich mir nur das Blumengießwasser aus dem Becken und fülle frisches Wasser nach. Pflanzen und Fische sind gesund und munter und ich musste auch noch nie düngen oder sowas.

Ein kompletter Wasserwechsel ist für Aquarien i. d. R. kontraproduktiv. Ich habe nie das komplette Wasser meines Aquariums entleert und neu aufgefüllt, wenn es nicht unbedingt nötig war (z. B. wegen Umzug); sondern höchstens 30%).

Ich denke wenn du reichlich Pflanzen und nur wenige Fische in deinem Aquarium hast, brauchst du nur sehr selten Wasser aus zu tauschen (aber nie 100%). Du solltest ab und zu die Wasserwerte prüfen (im Fachhandel gibt es Messstreifen).

Ja ein Vernünftiger Außenfilter ab und zu mal mit Aktivkohle (den Filter muss man halt alle paar Wochen reinigen). Vernünftiges Licht für das Becken (spezielle Aquarienleuchten), nicht überfüttern, nicht direkt in der Sonne stehen haben. Genügend Lebende Pflanzen.

So kann man sich Wasserwechsel zum Großteil sparen.

Ein kompletten Wasserwechsel sollte man eigentlich nicht machen.

Es muss jede Woche ein Teilwasserwechsel durchgeführt werden! Das ist total wichtig immer frisches Wasser zu haben, die Fische sind es ja auch von Natur aus gewöhnt, regelmäßig neues Wasser und eine Strömung zu haben ;) Google es einfach einmal und besuche evtl. einmal ein Aquaristikportal dort steht alles zum Wasserwechsel ;) Und Goldfische sind meiner Meinung nach nicht so gut für ein Aquarium geeignet, sondern eher für einen Teich...

Ich hoffe ich konnte helfen ;)

MFG

Und auf keinen Fall das komplette Wasser wechseln!!!

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Es muss jede Woche ein Teilwasserwechsel durchgeführt werden!

Bei einem vernünftig eingerichteten Becken mit gescheiter Filteranlage ist das nicht nötig.

Und Goldfische sind meiner Meinung nach nicht so gut für ein Aquarium geeignet, sondern eher für einen Teich

Weil ?

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@Havege

Weil sie sehr groß werden können... und es muss jede woche ein teilwasserwechsel durchgeführt werden für das richtige klima!

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@Toya2000

Weil sie sehr groß werden können...

Nein sie werden nicht größer als die Platz haben im Becken

und es muss jede woche ein teilwasserwechsel durchgeführt werden für das richtige klima!

Nein das muss man nicht, außer man ist nicht im Stande das Becken vernünftig einzurichten oder hat eine miese Filtration.

Bei unserem Becken fand der letzte Teilwasserwechsel vor über einem Jahr statt.

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@Havege

@Havege - es ist ein völliges Ammenmärchen, dass Fische nicht größer werden als sie Platz haben. Warum denn nicht? Die Größe der Fische ist genmäßig programmiert - wenn sie nicht wachsen können, weil das AQ zu klein ist, dann nennt man so etwas "Kümmerwuchs" mit allen qualvollen Begleiterscheinungen wie Wirbelsäulenverkrümmung, Organquetschungen etc. Sicher nicht erstrebenswert, deshalb sollte man sollte Ammenmärchen nicht weiter verbreiten.

Und natürlich muss man - trotz Filterung - einen regelmäßigen Teilwasserwechsel durchführen. Meist um ein Zuviel an Nitraten zu entfernen, wenn man keinen Pflanzenschungel hat - auf jeden Fall, um die Keimdichte und den Keimdruck im Wasser zu reduzieren.

Natürlich funktionieren auch AQ mit "Altwasser" - noch vor 20 Jahren war das die gängige Praxis - aber auch die Erkenntnisse der Aquaristik haben sich weiter entwickelt.

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Jede Woche Teilwasserwechsel? - Vielleicht wenn dein Aquarium heillos überbevölkert ist. Ich habe alle acht bis zwölf Wochen einen Teil des Wassers ausgetauscht und meine Fische haben mindestens so lange gelebt, wie es laut Fachliteratur zu erwarten war.

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@Toya2000

@Toya - du hast völlig Recht, wie anders will man ansonsten Keimdichte und Keimdruck reduzieren und in erträglichen Grenzen halten. Und da die meisten Aquarianer auch keinen Pflanzendschungel besitzen, reichert sich auch das Nitrat an - ein Zuviel davon wird irgendwann entweder zu einer Algenexplosion führen oder aber die Fische schädigen.

Es gibt auch noch etliche andere Gründe - aber die hier auszuführen, wäre zu speziell.

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das muss regelmäßig gewechselt werden

man wechselt niemals das gesamte wasser im aquarium

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