Aquarium Anfänger. Hat jemand Tipps und Anregungen?

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3 Antworten

Hallo,

dann fangen wir mal an:

- Nährboden ist eher suboptimal. Am Anfang gibt er völlig unkontrollierte und unkontrollierbare Mengen an Dünger ab - Algen sind so vorprogrammiert. Nach einiger Zeit fängt er an sich zu zersetzen. Musst du mal Pflanzen rausnehmen oder neu pflanzen, dann erheben sich große "Nebelwolken", die sich dann überall absetzen und hässlich aussehen. Flüssigdünger und Düngekugeln sind gezielter einsetzbar.

- 10 Std. Licht reichen völlig, am besten mit einer 3stündigen Mittagspause. Lichtzeiten und -pausen müssen aber immer mind. 3 Std. betragen, sonst bekommen die Pflanzen Probleme mit ihrer Photosynthese

- Wasseraufbereiter sind so überflüssig wie flüssig!

- GANZ WICHTIG: ein AQ muss immer mind. 3 - 4 Wochen einlaufen, vorher können sich die verschiedenen, aufeinander aufbauenden Bakterien nicht entwickeln. Etwas Fischfutter täglich ins AQ ist sinnvoll. Bitte KEINE Fische einsetzen - die würden in dieser Zeit in Lebensgefahr schweben.

Der Fischbesatz ist IMMER von den bei dir aus der Leitung kommenden Wasserwerten abhängig. Zwergfadenfische brauchen z.B. extrem weiches Wasser. Panzerwelse brauchen zwingend einen Sandboden.Für Schwertträger ist dein AQ viel viel zu klein. 3 Antennenwelse gibt Stress, ein Pärchen höchstens!

Und in Guppynachwuchs wirst du umkommen, und niemand will die haben.

Gutes Gelingen

Daniela

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Chris207 23.01.2016, 20:12

Vielen Dank. Hast mir sehr geholfen.

Würde es gehen 2 Antennenwels weibchen? Hab gelesen wenn die sich vermehren sind das mega viel.

Wegen den Panzerwelsen. Ist Kies mit einer 2-3mm Körnung auch nicht gut?

Oke wenn die Guppys sich so schnell vermehren wie wäre es dann nur männchen oder dann Black Mollys/Neons/Kardinalfisch??

und wie sieht es mit dem Kampffisch aus? Alleine oder als paar?

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dsupper 23.01.2016, 20:21
@Chris207

Meistens machen auch 2 Antennenwels-Weibchen Stress miteinander. Und ja, das Nachwuchsproblem ist groß, denn wenn die erst einmal anfangen, hören die nicht wieder auf und haben will diesen Nachwuchs eigentlich auch niemand.

Nein, eigentlich geht Kies nicht, auch kein abgerundeter, auch, wenn das immer so propagiert wird. Nach einiger Zeit haben sich die Panzerwelse die empfindlichen Barteln abgewetzt und verhungern dann.

Normale Guppys in einer reinen Männer-WG gibt große Aggressionen, bei denen die schönen langen Flossen Schaden nehmen. Das geht nur bei den kleinen Endler-Guppys.

Bei Mollys ist das Vermehrungsproblem das gleiche. Neonsalmler ist kein Problem, allerdings werden die heute derart "auf Masse" gezüchtet und in Antibiotika-Wasser, dass immer mind. 50 % der gekauften Tiere schnell verenden.

Kardinalfische sind recht problemlos, aber sie brauchen wirklich kühles Wasser, höchstens 22 - 23 Grad. Damit ist die Auswahl von Beifischen sehr eingeschränkt und im Sommer, wenn es warm bis heiß wird, gibt es ebenfalls große Probleme mit der Wassertemperatur.

Wie gesagt, ohne die Wasserparameter (Gesamthärte, Karbonathärte und PH-Wert) ist es schwierig bis verantwortungslos, Besatzvorschläge zu machen.

Bring doch dein AQ erst einmal zum laufen - während der Einlaufzeit kann man sich dann in Ruhe Fische im Laden oder auf Zierfischbörsen anschauen, sich informieren, überlegen ob sie passen.

Und alle Fische sollte man ohnehin nicht auf einmal kaufen, sondern nach und nach.

Ach so, die Kampffische. Nicht im Gesellschafts-AQ und immer nur alleine, sonst gibt es Stress und Tote.

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Du wirst dich dran gewöhnen müssen, dass Meinungen unter Aquarianern verdammt weit auseinandergehen können. Das liegt an den unterschiedlichen Maßstäben. Für den einen ist etwas richtig, wenn ein Fisch das zwei Wochen überlebt, der andere nimmt penibel nur das Idealste vom Besten als machbar an. Eigene Erfahrungen sind daher bombe.

1. Bodengrunddünger hab ich beim ersten Mal benutzt und nie wieder. Eine konstante Düngung ist sinnvoller, als ein riesen Nährstofflager, dass sowieso nicht nachgefüllt werden kann, wenn es alle ist. Wie das aussieht, wenn man eine Pflanze rausnimmt, die gut gewurzelt hat...naja, das wurde schon beschrieben. Ich würde darauf verzichten und je nach Pflanzenart Flüssigdünger oder Düngetabletten verwenden.

2. 12 Stunden würde ich als Maximum betrachten, 10 als Minimum. Was Pausen angeht, es gibt erfolgreiche Aquarianer in beiden Lagern, den Pausierern und den Dauerbrennern. Mir ist noch kein Totschlagargument für die eine oder andere Variante zu Ohren gekommen.

3. Wenn du damit Zusätze meinst, die Chlor und Schwermetalle binden (sollen) - also ich halte sie prinzipiell für sinnvoll und glaube, sie regelmäßig zu verwenden, obwohl ich in meinem Leben erst zwei Flaschen oder so gekauft habe (fällt mir grad auf o.O). Da mit Chlor industriell viel gemacht wird, gelangt es auch zuhauf ins Abwasser. Der Chlorgehalt von Trinkwasser ist aber irgendwie nicht rauszufinden, ich kriege immer nur Infos über den Chloridgehalt. Meine Fünf im Chemie-Abi (blöde Organik) reicht nur zur Vermutung, dass die stabilen Chloride eigentlich nicht in das hochreaktive Chlorgas übergehen dürften.

Nun hat Daniela schon gesagt, dass die überflüssig sind, damit sinkt meine Chance, dass ich Recht habe.

4. Ich würde bei der Größe nur zwei Antennenwelse halten, da diese sich i.d.R. hierarchisch organisieren und ihren eigenen Platz brauchen. Zwergfadenfische mögen es ruhig, da könnten Guppys und Schwertträger stören. Letztere sollten ein etwas längeres Becken bekommen. Auch Kampffische sollten wenn dann nur mit ruhigen Fischen zusammenkommen. Pärchen machen oft Probleme, daher bei der Beckengröße lieber einzeln. Guppys und Schwertträger zeigen sich vermehrungsfreudig, was oft zum Problem wird, wenn viele Junge durchkommen.

10 Tage zum Einfahren ist viel zu wenig. Hab grad noch mal meine Aufzeichnungen durchforstet - bei meinem letzten Becken hatte ich nach 8 Tagen die maximale Nitrit-Konzentration während der Einlaufphase! Versteife dich nicht auf einen Zeitpunkt, sondern miss die Wasserwerte und warte ab, bis sie wieder im unbedenklichen Bereich sind.

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Also Nährboden ist Quatsch wenn du dein Becken umgestalten willst kommt das ganze zeug raus und macht dein ganzes Wasser trüb am besten ist Flüssig Dünger und Düngekugeln für Pflanzen die den Dünger über die Wurzeln aufnehmen.

Wasseraufbereiter ist ebenfalls Geldmacherei. Du solltest dein Becken 3 Wochen einlaufen lassen dann werden die Giftstoffe abgebaut.

Nach der Einlaufphase Testest du dein Wasser und nach den Wasserwerten und Beckengröße suchst du deinen Besatz aus.

Aber bitte Siamesische Kampffische niemals in Gesellschaftsbecken Halten und immer Einzeln.
Auch nicht zusammen als Paar das wird nicht gut gehen da entweder das Weibchen gejagt und belästigt wird oder das Männchen vom Weibchen.

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Chris207 23.01.2016, 20:58

Dankeschön. Was meinst du zu dem Rest der Besatzung? Die Meinungen unter den ganzen Leuten gehen ja weit auseinander. Manche sagen wieder das man einen Kampfisch gut im Gesellschaftsbecken halten kann

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Mimimaus969 24.01.2016, 14:51

Zwergfadenfische würden bei dichter Bepflanzung gehen. bei den Ancistrus wie schon gesagt wenn überhaupt ein Paar besser geeignet wären Otocinclus oder eine Gruppe Zwergpanzerwelse. Für Schwertträger ist das Becken zu kurz und Guppys vermehren sich so schnell dass das Becken schon bald überbesetzt wäre.

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