Aquarium als Veganer moralisch und ethisch vertretbar?

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9 Antworten

tiere halten zu wollen ist ein bedürfnis, das sehr viele menschen haben - veganer können dem durchaus nachgeben und ihren prinzipien treu bleiben: du hast die tiere nicht zu deinem wohlgefallen gekauft, sondern den tieren einen gefallen getan, sie gerettet, als du sie von der vorbesitzerin übernommen hast - wie viele andere werden, wenn sie nicht untergebracht werden können, getötet. das entspricht doch dem prinzip, tiere nicht ausnutzen zu wollen.

du hast dafür gesorgt, dass die tiere artgerecht untergebracht werden - freilassen kann man sie nicht, da ist dann ein großes, der natur nachempfundenes aquarium die einzige möglichkeit.

ich denke mal, die tiere sind alle ungefähr gleich alt - die werden dann, wenn sie ihr alter erreicht haben, eher rasch hintereinander sterben. du brauchst auch nicht jeden einzelnen fisch zu ersetzen - die tiere wären dann sehr unterschiedlich alt und ich glaube, das könnte zu schwierigkeiten führen. wenn zum schluss nur noch 1-2 sehr alte tiere übrig wären, wäre es nach meiner ansicht besser, die alleine im alten zuhause zu lassen als ihnen junge spielkameraden zu verschaffen. die haben gar nicht mehr die kraft/ nerven, mit einem jungen schwarm umzugehen.

und wie du schon erfahren hast, kann man ein aquarium auch ohne fische führen. mach dir also eine schöne unterwasserlandschaft, die momentan noch mit ein paar fischen verziert ist, die ihren lebensabend darin verbringen.

wenn dann einer stirbt, kannst du dir sagen, dass er bei dir ein schönes leben hatte und dass er so lang gelebt hat, wie er konnte.

Hallo HoloYoitsu,

Wenn Du Dich schon für Aquascaping interessierst und andererseits sagst, dass die Fische schon

stehen somit bereits vor der letzten Phase ihres Lebens

dann würde ich an Deiner Stelle ein super Pflanzenbecken (Aquascaping) einrichten und den Fischen darin das "Gnadenbrot" geben, heißt, sie einfach so lange in dem größeren Becken pflegen, bis zum Ende! Auch wenn man sagt dass es Schwarmfische sind, so werden die letzten Exemplare, doch darin besser zurecht kommen, wie in dem Pfützchen, in dem sie jetzt schwimmen! Somit wäre das Problem "Endloshobby" gelöst und Du kannst ein ruhiges Gewissen haben!

MfG

norina

Hallo HoloYoitsu, ich denke, da du die Fische nun schon einmal hast, solltest du ihnen ein so schönes Leben wie möglich bieten. Ein größeres Aquarium und Pflanzen sind doch wunderbar! Was wäre denn auch die Alternative? Gesunde Haustiere einschläfern oder bei Fischen irgendwie anders "erlösen"? Das kann kein Lebewesen wollen. Also solltest du das Beste daraus machen und dich freuen, dass du den Kleinen was Gutes tust!

Wenn du neue Fische hinzukaufst, unterstützt du natürlich die Haltung - wobei das ja nicht falsch sein muss. Pflanzen im Aquarium sind aber auch so ein echter Hingucker.

Ach und sollte ein Fisch ab Ende alleine übrig bleiben: Vielleicht kennst du ja bis dahin jemand, der ihn übernehmen würde und ihm ein schönes restliches Leben bietet.

UPDATE: Ich kann nur diese Seite hier empfehlen :) http://zierfischverzeichnis.de/

Im Vergleich zu anderen Seiten geben die auch bereits bei so kleinen Fischen wie Zebrabärblingen gleich mal ein 80cm (ca 112l) Aquarium an. Das finde ich angemessen und genau das ist gestern auch passiert, hab mir ein Juwel Rekord 800 gekauft und werde binne der nächsten Wochen das Hardscape gestalten. Nach 2-3 Wochen setze ich Pflanzen zu und füll Wasser rein, dann das Spiel mit Wasseraufbereiter, Bakterienstarterkit und Dünger. Danach noch 2-3 Wochen einpendeln lassen und ein mal die Woche checken (Ammoniak, Nitrit, Nitrat, PH...).

Also unterm Stich in etwa ein einhalb bis zwei Monate, dann können die Barben in Ihr neues Zuhause. Wie auch die Seite schreibt... barben werden nicht zwei bis drei oder fünf Jahre alt, sondern können ca 7 Jahre alt werden. Ways to go :)

Danke für eure vielen Anregungen, denkhilfen, unterstützungen und vor / ratschläge.

Grüße, Holo

Es liegt ja an dir ob du ihnen eine Artgerechte Umgebung bieten kannst damit sie sich wohl fühlen. Solang du keine exotischen Fische kaufst die aus ihrer natürlichen Umgebung raus gefangen wurden, find ich es okay.

Aber ein Aquarium nur mit Pflanzen find ich auch schön. Kannst ja kleine Plastikfische mit Motor reintun damit da etwas "lebendiges" drin ist. :D

Natürlich kann ein Veganer Haustiere halten!

Dass du es den Fischen lebenswerter machen möchtest, ehrt dich sehr. Wer Barben Plastikpflanzen ins Becken setzt, dem sollte man die Fische wegnehmen. Es gibt zwar Fischarten, die keine Pflanzen brauchen, aber diese gehören definitiv nicht dazu.

Wie groß das Becken sein muss, hängt von Art und Anzahl der Tiere ab. Barben gibt es in sehr unterschiedlichen Größen.

ebay Kleinanzeigen, meine fischbörse.de oder quoka und abgeben. Besonders bei der Fischbörse treiben sich eher erfahrene Halter herum, bei ebay und quoka dagegen viele Spinner, die ich meinen Tieren nicht als neue Besitzer zumuten würde.

Inserieren und weg damit, wenn du sie nicht halten kannst oder willst. Und ob du eine Plastikpflanze oder ein Pfung Spinat ins Becken wirfst ist den Tieren völlig schnuppe, wenn sie in einem 40 Liter "Aquarium" leiden müssen!

Klaro weil diese tier in Natur zu übergeben wäre der sichere Tod... Die fische haben immer selbe Wassertemeratur im Aquarium und selbe Wasserqualität. Somit tust du ihnen gutes.

Und wenn dir noch welche kaufst rettest du diese vor der massenhaltung im Zoogeschäft ;)

Also wenn ich das nun recht versteh willst du wissen ob du als Veganer dir Fische halben kannst? Wenn du dich gut fühlst klar warum nicht sollst ja nicht essen.

Ich wollte nicht fragen ob ich kann, sondern mich einfach mal nach der Meinung anderer erkundigen, ob es moralisch und ethisch vertretbar wäre und evtl. auch was andere Veganer davon halten.

Was wohl die Peta dazu sagen würde?...

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@HoloYoitsu

Naja wenn du ein ausreichend großes, gut gepflegtes Aquarium hast ist es doch ein gutes Leben für die Tiere. Es wird immer einer sagen in Natur wären Sie besser aufgehoben aber im Grunde ist doch gehen Haustierhaltung nix einzuwenden

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@Eskaaa92

Naja, selbst nach langem Überlegen bin ich zumindest kein "Fan" von domestizierten Tieren. Das betrifft natürlich auch alle anderen Arten von Hund bis Katz.

Andererseits, du hast schon recht, ein gut gepflegtes 112l Aquarium könnte einigen Fischen zumindest mehr taugen als so ein kleines 40l Ding mit nem Stein und paar Plastikpflänzchen drin. Ich möchte nur nicht, dass das zu einer Ausrede wird Fische zu halten, sondern genau hier stellt sich mir die Frage, ob es aus moralischen und Ethischen Gründen gut und vertretbar ist solche Fische umzusiedeln und somit zwar mit mehr Lebensraum, jedoch wieder domestiziert zu halten.

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