Apologetik gegen Mormonen?

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Ich habe keine Erfahrung gesammelt in dem Sinne, dass ich mal mit einem Mormonen geredet hätte. Ich habe aber studiert, was sie glauben, das Buch Mormon selbst als Original aber nicht gelesen.

Es ist einfach eine neue entstandene Bewegung aus Amerika, die sich auf einem angeblichen Propheten gründet. Alleine schon die Tatsache, dass genau zu diesem Zeitraum auf einmal Propheten auftraten, und dann vor allem in den USA, und sie alle behaupteten irgendeine Autorität zu besitzen sollte einen schon stutzig machen. Aber hier hat ihr Prophet nicht nur einfach ein bisschen die Lehren der Bibel verändert oder ähnliches, sondern direkt ein neues Buch hinzugefügt, dass sie selbe Autorität haben soll wie die Bibel. Man kann nicht-biblische Lehren ganz einfach entlarven, in dem man schaut, ob sie der Bibel widerspricht. Manchmal sind Lehren nur Interpretationen von der Bibel, die aber zu abstrakt wirken, um sie wirklich aktiv vertreten zu können und manchmal stehen sie einfach im Widerspruch. Wenn wir so zusagen Apologetik gegen christliche Sekten betreiben wollen, dann muss unsere Grundlage hierzu die Bibel sein. Den christliche akzeptieren schon von vorn herein die Autorität der Bibel, deshalb braucht man in dem Sinne keine Apologetik betreiben mit den Themen "Gibt es Gott und ist es der Gott der Bibel". Also, lassen wir die Bibel selber sprechen:

  • Hebräer 1,1.2: Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten,  hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat

Aus dieser Stelle lässt sich sehr gut ableiten, dass es nach Christus keine Propheten mehr geben soll in dem Sinne, dass sie neue Schriften und Lehren offenbaren.

  • Offenbarung 22, 19: Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind

Das kann man auf zweierlei ebenen verstehen: Entweder dieser Ausspruch bezieht sich nur auf das Buch der Offenbarung oder eben auf die ganze Bibel, da die Offenbarung das letzte Buch bildet und den Abschluss macht. Auch vom Inhalt her wirkt die Offenbarung sehr abschließend dahingehend, dass sie das Ende der Erde und die zukünftige Ewigkeit mit Gott beschreibt.

Ansonsten gilt:

  • Galater 1,8: Wenn jemand euch etwas als Evangelium verkündigt entgegen dem, was ihr empfangen habt: Er sei verflucht!

Wenn du also dir die Arbeit machen willst, dann ließ einfach das Buch Mormon. Wenn es in irgendeiner Weise mit Aussagen der Bibel sich eindeutig widerspricht ist es sowieso abzulehnen, wenn wir mal davon absehen, dass der Bibelkanon als abgeschlossen zu betrachten ist.

MFG:)

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Hallo, ich bin mit mormonischen Missionaren zusammengetroffen und als sie etwas von sich erzählten, da sprach ich sie direkt auf etwas an was ich hörte, nämlich die Mormonen würden glauben, dass sie, wenn sie gemäß ihren Lehren leben würden, nach dem Tod zu einem "allmächtigen Gott" werden würden.

Die Mormonen bejahten diese Aussage. Durch eine Fügung hatte ich eine Bibel dabei, welche ich auspackte, so dann ging ich zu Jesaja 44,6 >>6 So spricht der HERR, der König Israels und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.<<. Wahrscheinlich wäre Jesaja 43; 10 noch deutlicher gewesen, doch ich hatte diese Stelle nicht im Blick.

Sie aber führten >>Matthäus 5; 48 Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.<< an. Ich erklärte ihnen diese Stelle, doch sie beharrten selbstverständlich auf ihre Interpretation.

Das Problem ist an dieser Stelle für mich auch, dass ich nicht genau weiß womit ich es zu tun habe, ich kenne nur einen Partikel ihrer Lehre. Um an mehreren Stellen angreifen zu können, müsste ich mehr wissen und das wissen findet man nicht in den Zeitungsartikel welche im Internet zu finden sind.

Jedenfalls vielen Dank für deine Antwort. Vor allem mit Hebräer 1, 1-2 kann man aufbauend eine Argumentationskette konstruieren.

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@Mondmayer

Du musst eben folgendes bedenken: Sekten indoktrinieren ihre Mitglieder sehr stark. Und das sitzt dann sehr tief in ihrer Überzeugung. Ich weiß wovon ich spreche: Ich war eine Weile neuapostolisch. Die NAK wird zwar soweit in der Gesellschaft etwas offener gesehen als Mormonen, aber dennoch: Mit diesem Stammapostel-Zeugs wurde ich indoktriniert. Und das wurde mir erst bewusst, als ich tatsächlich außerhalb der NAK stand und die Bibel selbst studiert habe. Noch heute kommen bei mir noch große Gefühle hoch, wenn ich höre der Stammapostel ist irgendwie an einem Sonntag in der Nähe oder so. Selbst nachdem ich dem neuapostolischen Glauben komplett den Rücken gekehrt habe, sind diese unbewussten Mechanismen irgendwie geblieben. Um so schlimmer ist es, wenn man sich noch aktiv in einer Glaubensgemeinschaft befindet. Ich hätte niemals die Doktrin der NAK angezweifelt, obwohl mir niemals irgendwelche Belege für deren Wahrheitsgehalt vorgelegt wurden.

Eine Stufe höher sind dann aber Gemeinschaften wie Mormonen: Dort werden auch Bibelstellen uminterpretiert und verdreht und zwar so, dass diese Leute dann tatsächlich glauben, dass das so stimmen muss. Und da ist das Problem: Es beginnen Zirkelschlüsse nach dem Motto: "Unsere Ansicht ist richtig, deswegen muss alles was dagegen spricht falsch sein". Deswegen habe ich mir folgendes angewöhnt wenn ich mit Atheisten, Muslimen oder sonstigen Menschen spreche: Ich frage sie, ob sie an der Wahrheit interessiert sind oder nur ihr eigenes Weltbild vertreten wollen. Ich zeige ihnen auf, dass es nie "Gegenbeweise" geben kann wenn man von vorne herein keine Gegenbeweise zulässt. Denn meisten Leuten sind diese Zirkelschlüsse die sie machen gar nicht klar. Bei manchen siehst du dann, wie ihnen die "Schuppen von den Augen fallen" und sie bereit sind, sich mal einzulassen, tatsächlich zuzuhören und objektiv neutral die Dinge zu beurteilen. Und zwar mit Maßstäben, die unabhängig sind von philosophischen Einstellungen und Vorurteilen. Z.B. mit dem Maßstab der Logik und Vernunft oder sonst etwas. Wenn man das den Leuten klar macht, finden die Diskussionen auf einer viel höheren und argumentativen Ebene statt, weil die Leute dann beginnen, die Argumente auf ihre Schlüssigkeit usw zu analysieren und nicht nur "Zirkelschlussartig" vorzugehen, wenn du verstehst was ich meine.

Dadurch wird das Gespräch sinnvoll und anders. Wenn sich Leute auf so etwas gar nicht erst einlassen, dann kann man das Gespräch eigentlich gleich lassen.

Ich meine, dir können dann genauso gut auch gute Gegenargumente für deine eigene Ansicht genannt werden und dann bist du dran, mal vorurteilsfrei zu prüfen. Wirklich sehr interessant!

Ich hoffe, dir damit etwas weitergeholfen zu haben.

MFG:)

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@edu1999

Vielen Dank für deine offenen Worte. Mit den Neuapostolen habe ich mich noch gar nicht befasst, aber man sollte ja immer bereit sein, den eigenen Glauben zu verteidigen.

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Eine biblische Verteidigung gegen die Mormonen?

Sie verwenden ein Buch, dass der Bibel widerspricht, denn die Bibel sagt mit keinem Wort, dass Jesus in Amerika gewesen ist.

Sie betreiben eine okkulte Praktik, da alle Vorgänge im Tempel "geheim" sind und damit im verborgenen stattfinden.

Sie betreiben unbiblische Praktiken und verbreiten diese auch. So zum Beispiel die Beschäftigung mit Abstammungslinien. Sie betreiben die Taufe der Toten, was an sich schon gar nicht in der Bibel vorkommt.

Die Bibel wird zwar immer als Begleitbuch erwähnt, ist aber nicht ihr Kernbuch. Selbst millionenschwere Forschungen zur Belegung der Geschichten aus dem Buch Mormon haben keine Beweise dafür finden können, dass die dort aufgeführten Stämme existiert haben.

Sie behaupten, einen Propheten an ihrer Spitze zu haben. Dafür gibt es aber keine Beweise, zumal die Rechtskörperschaft der prophetischen Linie von der gemein hin aktiven Mormonen-Kirche per Gerichtsbeschluss auf eine andere Mormonenlinie übergegangen ist. Außerdem haben sie mit der durch einen "Propheten" vermittelten Lehre zur Ehe mit mehreren Frauen eine unbiblische Lehre eingebracht. Ein Prophet, der eine unbiblische Lehre verbreitet, ist sehr zu hinterfragen.

Und ganz persönlich: ein Engel, der mit Namen "Moroni" heißt, dem sollte man mal auf den Zahn fühlen und nachschauen, was "Moron" im englischen bedeutet, der Sprache, der Mr. Smith mächtig war. Ein Engel, der "Trottel" heißt, ist ziemlich seltsam in der Geschichte.

Jesus warnte vor falschen Lehrern und falschen Propheten und es spricht alles dafür, dass auf Mr. Smith und die von ihm gegründete Kirche genau das zutrifft.

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Engel Trottel :DDD ein Typ hiess 'Alma', aber Alma ist ein Frauenname

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Hallo Mondmayer,

also erst mal ist die Frage an sich ein Widerspruch. Apologetik definiert den Versuch mit Hilfe von Scheinwissenschaft die Existenz eines Gottes oder einer religiösen These zu belegen. Allein ihre Existenz ist unlogisch. Denn wenn man wissenschaftliche Erkenntnisse logisch bewertet, dann ist schon die Existenz irgendein allmächtiges Gottes der alles Sein erschaffen hat, natürlich blanker Unsinn.

Das was Smith damals getan hat war extrem schlau. Er hat die Schwächen einer jeder Gott-basierten Religion zu seinem Zweck ausgenutzt. Um sich ein Hintertürchen zur Rechtfertigung des eigenen Glaubens stets offen zu halten, schuf man das "man muß halt Glauben" oder "Gottes Wege sind unergründlich", u.ä. All diese Argumente zielen letztendlich darauf ab, daß der Mensch so klein ist, daß er niemals verstehen kann was Gott macht und warum. Er liegt also außerhalb unserer Wahrnehmungsfähigkeit. Man muß also glauben, und zwar daran was irgendwelche Menschen berichten, oder aus Überlieferung zu wissen glauben. Das ist aber auch gleichzeitig der größte Schwachpunkt einer Religion. Wenn das für einen Glauben gilt, läßt sich nach diesem Schema ein jedweder Glaube "beweisen" oder zumindest rechtfertigen.

Eines muß man Smith aber lassen. Er hatte wahrlich Humor. Er selbst hat wahrscheinlich wie jeder Scharlatan vor ihm schon erkannt, daß den Menschen die Wahrheit völlig egal ist. Sie suchen weder danach, noch sind sie jemals in der Lage diese zu begreifen. Sie brauchen und suchen einen Glauben um eine Rechtfertigung zu haben, nicht für sich selbst denken zu müssen. Da ist es natürlich äußerst praktisch wenn Morni seine goldenen Tafel nur ausleiht und auf jeden Fall zurück haben möchte.:) Tja und Gott sei Dank, konnte wenigstens Smith die ansonsten unsichtbaren Zeichen sehen und sogar lesen. Und Schwups hat man dann eine passende Gotteslehre, um dann fröhlich aber weiterhin gottesfürchtig der Vielweiberei zu frönen. Das Dumme ist halt nur, das nach Schema Smith, jeder ein Smith sein kann, und jeder einen Text niederschreiben kann. Man macht einfach ein Abenteuerurlaub, geht für zwei Wochen allein in den Wald, kommt mit einem Pamphlet zurück und behauptet nun erleuchtet zu sein. Und nun sollen alle die errettet werden wollen daran glauben.

Wenn man nun bedenkt daß die Mormonen selbst in unserer zeit Millionen von Gläubigen zählen, dann kann man doch wirklich nicht mehr annehmen, daß der Mensch als Spezies von Vernunft geprägt oder geleitet ist.

Verflucht, wenn Gott mich bloß nicht mit so viel Verstand betraft hätte, daß ich obwohl so extrem strenggläubig erzogen wurde (ja, ich gehöre zu den Leuten die auch wirklich mal eine Sonntagsschule besuchen mußten - jahrelang), dann in meiner Teenager-Zeit zum Atheist mutierte. Ich wäre so gerne  Mormone. Die tragen immer alle schwarz (da stehe ich total drauf) und haben so schicke Hütte. Und die Vielweiberei erst. Um die sind sie wirklich zu beneiden.

Ich glaube ich sollte wirklich meine eigene Religion gründen. Denn eines lehrt uns die Geschichte eindeutig. Der Mensch ist gegen jegliche Vernunft gefeit. Sie tritt beim Menschen nur äußerst sporadisch und als Ausnahme in Erscheinung. Gegen den Massenwahn Glauben dagegen ist bislang kein Kraut gewachsen. Diese besondere Form der Massenhysterie kann nicht ersatzlos getilgt werden. Mann kann nur versuchen mit dem Strom zu schwimmen und Glauben so gut es irgendwie geht in eine ungefährliche Richtung zu lenken. Oder man gründet einen neuen, der besser dem Zeitgeist entspricht und den Bedürfnissen der Opfer, pardon Gläubigen entspricht.

MfG

Bla©k Widowmaker

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