AOK-Mitgliedschaft einfach beendet

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3 Antworten

Um weiter versichert zu sein, hätte er sich nach der Kündigung sofort arbeitslos melden müssen. Krankenversichert ist man nur über den Arbeitgeber, der bezahlt ja auch die Hälfte. Wenn man nicht mehr arbeitet, hat man auch keine Pflichtversicherung mehr. Das geht dann über die Arbeitsagentur.

Katavo 02.10.2010, 18:44

r hat sich sogar gleich ans Arbeitsamt geschleppt, dort wurde ihm gesagt, er soll sofort nach Hause, denn er ist ja krank. Arbeitslos müsste er sich erst wieder melden, wenn er nicht mehr krankgeschrieben wäre. Das Ganze läuft über die Krankenkasse, die zahlen das Krankengeld und erst, wenn er wieder gesund ist, zahlen sie!

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Hallo,

bei Arbeitsunfähigkeit besteht Anspruch auf Krankengeld.

Das Krankengeld ruht nach § 49 SGB V, wenn

  • der Arbeitgeber tatsächlich Entgelt zahlt

oder

  • die Arbeitsunfähigkeit nicht innerhalb einer Woche der Krankenkasse gemeldet wurde

Falls noch nicht geschehen, Antragsformular für Krankengeld ausfüllen und Auszahlschein für das Krankengeld bei der Krankenkasse besorgen.

Evtl. beim ehemaligen Arbeitgeber nachfragen, ob und wann die Gehaltsbescheinigung für die Krankenkasse ausgefüllt wurde. Ggf. selber dafür sorgen, dass der Arbeitgeber die Bescheinigung ausfüllt (oder nochmals ausfüllt).

Bei Problemen Gespräch mit Abteilungsleiter der Krankenkasse suchen.

Die Mitgliedschaft als Arbeitnehmer endet mit der Abmeldung durch den Arbeitgeber. Die Mitgliedschaft bleibt aber nach § 192 SGB V bestehen, wenn Arbeitsunfähigkeit vorliegt (auch ohne Krankengeldzahlung).

Bei Ende der Arbeitsunfähigkeit sofort bei der Arbeitsagentur melden. Ggf. bereits jetzt alle Formulare besorgen (auch eines, auf dem die Krankenkasse später die Krankengeldzahlung für die Arbeitsagentur bestätigen kann).

Gruß

RHW

Katavo 03.10.2010, 10:54

Vielen Dank für die Antwort. Wir hatten ja versucht, alles richtig zu machen und auch der Antrag für Krankengeld wurde bereits im August ausgefüllt. Ich denke, dass wir hier eher der Willkür einer Sachbearbeiterin ausgesetzt sind, denn nachweislich haben wir alle notwendigen Schritte getan. Der AG hat übrigens auch schon vor einigen Wochen die Gehaltsbescheinigung hingefaxt (angeblich auch nicht da gewesen). Mittlerweile hat die Bearbeiterin aber alle Unterlagen, doch erklärt noch meinem Sohn, dass er für die OP-Kosten selbst aufkommen müsse, da er nicht versichert sei! Dass er danach psyschisch am Boden war, ist wohl denkbar. Ich werde gleich morgen das Gespräch mit dem Abteilungsleiter suchen. Nochmals herzlichen Dank!

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So, also es war ein Arbeitsunfall, daraufhin wird Deinem Sohn gekündigt? Soweit ich weiss ist das schon mal unzulässig, denn die Berufsgenossenschaft sollte ja in diesem Fall greifen. Dann die Kurze Kündigungsfrist, war er noch in der Probezeit? Wenn das mit der KÜndigung rechtens ist, dann hat es sich sofort beim Arbeitsamt zu melden, die übernehmen dann die weiteren Zahlungen an die Krankenkasse. Hat er das versäumt, dann ist er eigentlich nicht mehr versichert. Allerdings ist es in der Regel so, daß man noch weitere 3 Monate nach Beendigung Leistungen von der Kasse bezahlt bekommt. Aber aus einer KRankenkasse kann man auch nicht einfach so rausgeschmissen werden, denn es besteht eine Versicherungspflicht zur Krankenkasse für jeden. Das würde ich denen bei der Kasse mal sagen und die sollen doch mal aufschreiben, was ihnen genau fehlt. Die Unterlagen lassen sich ja schnell besorgen.

Stray

Katavo 02.10.2010, 18:43

Er hat sich sogar gleich ans Arbeitsamt geschleppt, dort wurde ihm gesagt, er soll sofort nach Hause, denn er ist ja krank. Arbeitslos müsste er sich erst wieder melden, wenn er nicht mehr krankgeschrieben wäre. Außerdem zählt es (leider) nicht als Arbeitsunfall, es wurde von der BG abgelehnt und an die Krankenkasse weitergeleitet.

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