Anzeige nach §315b StGB?

6 Antworten

Ihr könnt froh sein, dass Ihr keine Absicht hattet einen Unfall zu verursachen, dann wäre nämlich § 315 b Nr. 3 maßgeblich.

Allerdingsmüsst Ihr Euch vor Augen führen, dass bei einem z. b. für die Vorfahrt relevanten Schild, die betreffende Person, die dadurch einen Unfall gehabt hätte  ebenso tot wäre, egal ob ihr es im besoffenen, oder klaren Kopf gemacht hätte. Deshlab ist die Strafe bei 315-315 b StGB auch so relativ hoch.

Vermutlich eine Geldstrafe, ausser es wäre ein Stoppschild, oder was anderes sehr relevantes. Dann eine Bewährungsstrafe.

Einstellung des Verfahrens mit viel Glück nach § 153 a StPO, also unter der Auflage zur Zahlung einer Geldauflage.

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Sollten wir ihrer Meinung nach die Aussage gemeinschaftlich verweigern und auf Einstellung hoffen oder es zugeben und Reue zeigen?

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@schleichi96

Da auf frischer Tat ertappt, was soll Euch schweigen helfen? Es würde Euch nur als Sturheit udn Uneinsichtigkeit ausgelegt werden.

Ganz klar: einsichtig, reuig, zerknirscht über die eigene Tat.


Aussage verweigern immer nur dann, wenn es nur Indizien, oder wackelige Zeugen gibt.

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Wie am besten vorgegangen werden sollte, hängt davon ab, wie man auf euch gekommen ist, wie alt Du bist, welches Einkommen Du hast und ob Du Vorstrafen hast. Wenn es eine Bierlaune war - musstet ihr pusten und wenn ja, wieviel.? Und was für ein Straßenschild war es denn? Und bestreiten denn alle Freunde die Tat? Oder gibt's wenigstens einen, der das einräumt?

Reflexhaft zu einem Anwalt zu raten, ist jedenfalls grundvekehrt.

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Die Polizei fuhr an uns vorbei als wir gerade das Straßenschild in der Hand trugen.

Wir sind alle Studenten und sind alle 19-20 Jahre alt und sind nicht vorbestraft. Pusten mussten wir nicht aber die Polizisten haben uns das deutlich angemerkt und da wir sehr kooperativ waren uns das Schild sofort einsichtig zurück brachten mussten wir keinen Alkoholtest machen.

Wir waren das alle zusammen und möchten deshalb nicht einen allein für die tat verantwortlich machen.

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@schleichi96

Ein Anwalt kostet euch deutlich mehr, als er nützen würde. Davon ist in jedem Fall abzuraten. Einen Freispruch kann er bei der Konstellation eh nicht erreichen, sondern vielleicht 100 - 200 Euros Strafrabatt erreichen. Kosten tut er dann aber 400 - 1000 Euros. Sinnvoll ist, die Tat zuzugeben und ein wenig Reue zu zeigen. Dann ist hier eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Arbeitsauflage gemäß § 45 JGG sehr wahrscheinlich.

In jedem Fall gibt's dafür keine Vorstrafe und auch keinen Eintrag im Führungszeugnis.

Solltet ihr wider erwarten als Erwachsene behandelt werden, wäre evtl. auch noch mit einer Verfahrenseinstellung zu rechnen, höchstens aber mit einer Geldstrafe von 2 Netto-Monatseinkommen (60 Tagessätze).

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Ohne Anwalt kommt ihr aus der Nummer nicht heraus. § 315 Abs.1  3. StGB beinhaltet,    "Wer die Sicherheit des Straßenverkehrs dadurch beeinträchtigt, dass er einen ähnlichen, ebenso gefährlichen Eingriff vornimmt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."    Deinem Vortrag ist nicht zu entnehmen, um welches Straßenschild es sich handelt, in wel-chem Bereich es sich befindet, und wie hoch er Alkoholspiegel zum Tatzeit-punkt war. Fakten, die im Vorfeld der Klärung bedürfen. 

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