Anzeige erstatten jap oder nein?

9 Antworten

Rede erst einmal mit dem Vertrauenslehrer... Der gibt dir dann Tips...

Vllt ganz interessant:

Umgehende und kurzfristige Intervention:

Die frühzeitige Wahrnehmung ist wichtig, denn je weiter der

Mobbingprozess fortgeschritten

ist, umso schwieriger wird ein effektives Eingreifen. Si

nd Mobbing-Probleme erkannt, hilft es

wenig, Täter zu ermahnen und Opfer gar aus der Schule zu nehmen. M

obbing muss Thema

der Klasse und der Schule sein. Der Konflikt muss dort ausgeräumt

werden, wo er entstanden

ist. Sonst besteht die Gefahr, dass der Täter sich umgehe

nd ein neues Opfer „ausguckt“.

Interventionsschritte bei Mobbingvorfällen

1.

Informationen einholen

Gespräch mit dem Opfer:

Mobbing ist immer eine Form von Gewalt und darf auf keinen Fall

bagatellisiert werden. Die

Gemobbten brauchen Hilfe und Unterstützung. Alleine können sie die S

ituation nicht lösen.

In der Regel melden sich die Mobbing-Opfer nicht selbst beim L

ehrer. Eher wenden sich

besorgte Mitschüler oder Kollegen, sehr selten die Eltern a

n ein Schulmitglied. Egal, wer als

erstes vom Schikanieren hört, der schulische Wertecodex ve

rlangt sofortiges Handeln.

Mögliche Vorgehensweise:

Kontaktaufnahme

Große Pause bietet sich zum Erstkontakt an

Dem Schüler signalisieren, dass man sich ernsthaft Sorgen

macht und gerne Hilfe

anbietet

Die Erlaubnis einholen, Schutz und Unterstützung zu geben

Anonymität wahren, anfänglich benötigt der Gemobbte einen Opfers

chutz

Eventuell Kontakt mit einem Kollegen anbieten, zu dem der Schüler

einen guten Draht

hat oder der im Umgang mit Mobbing erfahren ist

Bei der Kontaktaufnahme darauf achten, dass keine andere Per

son mithört

Eventuell Mobbing-Fragebogen ausfüllen lassen

Erstgespräch

Der Lehrer sollte dem Schüler im Gespräch die Möglichkeit ge

ben, seine Geschichte

möglichst ausführlich zu schildern. Entscheidend ist jedoch der

Blick in Richtung

Problemlösung.

Vertraulichkeit zusichern

Wenig Vorschläge unterbreiten, Vorsicht bei Ratschlägen

Eventuell Schweigeverpflichtung eingehen (Verbindlichkeit ist abh

ängig vom

Einzelfall)

Informationen über Situation und Stimmungslage einholen

Konkrete Einzelheiten erfragen (wer, was, wie, wie oft,

wo, wie lange)

Gefühle (Wut, Ärger, Ohnmacht) ansprechen lassen

3

Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig – Holste

in e. V.:„Sonst bist du dran“, in: Mobbing unter Sc

hülern

S 12 - 16

Mut, sich als Opfer zu outen, positiv ansprechen

Unterschied zwischen couragiertem Hilfeholen und Petzen h

ervorheben

Welche Gespräche fanden schon statt (Mitschüler, Eltern, Kl

assenlehrer,

Beratungslehrer usw.) und wie war die Reaktion

Wer könnten mögliche Unterstützer sein

Gibt es soziale Kontakte außerhalb der Schule

Gibt es außerschulisch Interessen und Hobbys

Was könnte helfen (eigene Ideen einbringen)

Wie ist das Klima in der Klasse/Schule

Das Erstgespräch ist die Grundlage für die Entscheidung, welch

e Maßnahmen ergriffen

werden müssen. Zudem ist die manchmal schwierige Abwägung, ob

tatsächlich Mobbing oder

ein Streit vorliegt, nach einem strukturierten Erstgesprä

ch einfacher. Zwei wichtige

diagnostische Hinweise (Mobbing-Merkmale, Leidensdruck), die eine

Abgrenzung

ermöglichen, sollte das Gespräch klären.

Wenn der Leidensdruck des Opfers sehr hoch ist, dann könnten folgende

Verhaltenstipps

gegeben werden.

Täter mit fester Stimme auffordern, Schikanen sofort zu

unterlassen

Auf Provokationen der Mobber nicht eingehen

Zugeneigte Schüler um Unterstützung bitten, ggf. Bereitschaf

t für Zeugenaussagen

einholen

Lehrer um sofortige Hilfe bei weiteren Mobbingvorfällen bitten

Bei gegebenem Anlass sofort mit Freunden und Eltern reden

Mobbingtagebuch führen (Übergriffe als überprüfbare Fakten protokollieren

)

Internetadressen zum Austausch mit anderen Betroffenen weiter

geben

2. Mobbinggeschehen stoppen

Erstgespräch mit dem Täter

Die Mobber müssen erleben, dass ihr Verhalten auf keinen Fall g

eduldet wird und sofort zu

unterbleiben hat. Das Opfer verlangt in aller Regel kein

e Bestrafung für den Mobber, es will

nur, dass die Tyrannei aufhört.

Gespräch mit jedem der in Frage kommenden Täter einzeln führen

(max. je 15 Minuten)

Gespräch keinesfalls im Beisein von anderen Schüler oder vor

der Klasse führen

Täter soll(en) unvorbereitet aus dem Unterricht herausgeholt wer

den

(Überraschungseffekt)

Alle Informationen sind vertraulich zu behandeln

Gespräch mit Respekt, Bestimmtheit, Ernsthaftigkeit und in

freundlicher

Atmosphäre führen

Person und ihr Verhalten unbedingt trennen

Fragen zum Verhalten des Täters/der Täterin sollen nach

Möglichkeit so gestellt

werden, dass sie mit „Ja” oder „Nein” zu bea

ntworten sind

Täter nicht in die Rolle des Bösewichts drängen und nicht moral

isieren

Rechtfertigungen des Verhaltens dem Täter spiegeln und unterbinden

Keine Einsicht verlangen (Frage nach dem „Warum“), häufig

ist sich der Täter keiner

Schuld bewusst (war ja nur Spaß)

3. Unterstützerstrukturen aufbauen

Gespräch mit Unterstützern des Opfers

Dazu gibt es verschieden Ansätze und Vorgehensweisen. Bewährt

haben sich Methoden, die

ohne Schuldzuweisungen (z. B. „No Blame Approach“, „Farstamethode“

usw.) und

Rechtfertigungen arbeiten und bei der Findung von Lösungen für den gemobbt

en Schüler auf

die Hilfe der Mitschüler baut.

Mitschüler ermutigen, den/die Täter zu stoppen und das Opfer zu

unterstützen

Hilfe und Lösungen von „neutralen” Schülern einfordern

Schüler zum Schutz des Opfers anwerben: müssen Vertrauen des O

pfers besitzen, in

der Klasse akzeptiert und dem/der Täter von der sozialen Kom

petenz, der physischen

und psychischen Ausprägung her gewachsen sein

Schüler zur Beruhigung und Stabilisierung des Täters anwerben: müssen

Vertrauen

des/der Täter haben und die Fähigkeit besitzen, sich klar v

on ihm abgrenzen und sich

wehren zu können, um nicht selbst Opfer zu werden

Sollte das Mobbingproblem nicht mehr schulintern zu lösen sein, dann

stehen

Ansprechpartner wie z.B. Schulpsychologen und/oder Kinder- und Jugendschut

z-

Einrichtungen zur Verfügung. Liegen gar nachweisliche Tatbestä

nde wie Körperverletzung,

Diebstahl, Erpressung usw. vor, muss polizeiliche Hilfe eingeholt

werden

http://www.sbndb-regionalpoint-bogen.de/pdfs/Was%20muss%20Schule%20tun-12-10.pdf

Jeder Bürger ist in Deutschland gleichgestellt. Die Rechte eines Bürgers werden in entsprechenden Gesetzen geregelt, welche von jedem in Deutschland lebenden Bürger eingehalten werden muss.

Ich würde die ausführenden Täter zuerst warnen, wenn sie nicht aufhören, würde eine Anzeige geschaltet werden. Sollten sie nicht aufhören, dich zu mobben, zu beleidigen oder zu niederträchtigen - erstatte Anzeige bei der Polizei! Habe keine Angst davor!

§ 185 Beleidigung, StGB
Die Beleidigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Beleidigung mittels einer Tätlichkeit begangen wird, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Halte durch und lass dich nicht unterkriegen! :)

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Vielen vielen dank!!

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@Sandraxyyhl

Kein Problem. Wichtig ist noch, sollten durch das Mobbing, psychische Beeinträchtigungen/Erkrankungen entstehen, kannst du die Täter auch wegen Körperverletzung anzeigen. Dies müsste zuvor aber erst ein Arzt festgestellt werden.

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Sieh es mal so:

Wenn man sich wegen jemand anders schlecht fühlt, dann gibt man diesem jemand auch die Macht über sich.

ICH fühle mich schlecht, weil ER es so will.

Willst Du wirklich diesen Hampelmännern die Macht über Dich geben?

Und genau deswegen solltest Du diesen Quatsch einfach überhören.

Wenn von Dir keine Reaktion kommt, dann lassen sie es von ganz alleine bleiben. Ist ja schließlich langweilig, jemanden ärgern zu wollen, der sich nicht ärgern lässt.

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