Anzeige erhalten,schwere Körperverletzung,freiheitsberaubung was tun?

7 Antworten

Im Gegensatz zu den anderen Postern kann ich dir nicht pauschal zu anwaltlichem Beistand raten. Es ist jetzt noch zu früh, um den Anwalt einzuschalten. Ein Anwalt kostet im vorgerichtlichem Verfahren immer dein Geld; auch eine Rechtsschutzversicherung wird nicht eintreten, da es sich bei den genannten Taten um Vorsatztaten handelt, die von der Rechtsschutzversichgerung in aller Regel nicht abgedeckt werden.

Mein Rat: Zunächst mal die Füße stillhalten und abwarten. Wenn eine polizeiliche Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung kommt, zur Polizei gehen und sich anhören, was einem vorgeworfen wird und erst dann das weitere Vorgehen überlegen. Sollten sich die Vorwürfe sehr leicht entkräften lassen, würde ich (!) eine Aussage machen, ansonsten den Mund halten bzw. zu Protokoll geben, dass ich mich oder mein Anwalt sich schriftlich äußern werden.

um keine fehler zu machen bleibt nur anwalt

Bist du sicher, dass die V orwürfe so lauten?! Dann müßtest du in Untersuchungshaft sitzen und könntest nichts ins Internet. Schreib doch mal was zum Sachverhalt.

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U-Haft:

  1. dringender Tatverdacht

  2. Fluchtgefahr (Freiheitsstrafe von über 2 Jahren zu erwarten)

  3. Verdunkelungsgefahr

U-Haft ist bei KV + Freiheitsberaubung nicht gegeben, wenn überhaupt nur bei Verducnkelungsgefahr.

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@wfwbinder

Beachte bitte: schwere KV min. Freiheitsstrafe 1 Jahr, Freiheitsberaubung mit schwerer KV, ebenfalls min. 1 Jahr Freiheitsstrafe

Eine U-Haft wäre da nicht unwahrscheinlich.

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@wfwbinder

§ 112 Abs. 3 StPO:

Gegen den Beschuldigten, der einer Straftat nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 des Völkerstrafgesetzbuches oder § 129a Abs. 1 oder Abs. 2, auch in Verbindung mit § 129b Abs. 1, oder nach den §§ 211, 212, 226, 306b oder 306c des Strafgesetzbuches oder, soweit durch die Tat Leib oder Leben eines anderen gefährdet worden ist, nach § 308 Abs. 1 bis 3 des Strafgesetzbuches dringend verdächtig ist, darf die Untersuchungshaft auch angeordnet werden, wenn ein Haftgrund nach Absatz 2 nicht besteht.

beachte bitte: der im Abs. 3 genannte Paragraph 226 bezieht sich auf schwere KV - so wie in der Frage als Strafvorwurf angegeben. Haft wäre also durchaus auch bei fehlender Flucht- und/oder Verdunkelungsgefahr möglich

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Anwaltskosten vom Ex-Freund bezahlen lassen?

gestern wurde ich beschuldigt, jemanden angefahren (jemand der sehr gekränkt war) zu haben, was allerdings nicht stimmt, allerdings war die Polizei vor Ort und die Anzeige wurde bestätigt.

ICH habe allerdings NIEMANDEN angefahren!

Die Polizei vor Ort meinte es handelt sich um schwere Körperverletzung, um eine schwere Körperverletzung? Er habe bestätigt er habe keine Schäden oder Blessuren.

Die Polizei hat davon sogar Bilder gemacht, er hatte nicht mal dreck an der Hose.

Da ich ziemlich menschlich enttäuscht bin und das auf gar keinen Fall auf mir sitzen lassen möchte, gehe ich in den rechtlichen Angriff über.

Ich habe heute den Schlussbericht erhalten, wo festfgelegt ist, das es keine strafbaren Handlungen meinerseits nachzuweisen sind, inkl. Rechnung von 500 EUR vom Anwalt.

Kann ich diese zurückfordern?

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