Anzeige bei TÜV/MA46 wegen Soundmodul?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da ich kein Österreicher bin kann ich weder zur technischen Komponente etwas sagen, noch zu den gesetzlichen Pflichten der Werkstätten ...

Aber in Deutschland ist es (völlig zurecht) so, das KRACH ein Grund ist, die Plakette zu verweigern und das Fahrzeug still zu legen.

Ein lauter Auspuff ist KRACH ...Krach macht krank - wenn einer so infantil ist und sich also ein lautes Auspuffgeräusch einbaut, weil ihm die (zurecht bestehenden) gesetzlichen Vorgaben nicht jucken, muss er mit den Konsequenzen leben

In Deutschland wäre dies zudem noch sehr teuer weil eine OWI ...

Dazu müsste man aber erstmal den Begriff 'Krach' im Bezug auf das Soundmodul definieren.

Krach ist die Ansicht des Betrachters, übermäßige Lautstärke die Tatsache.

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@olfinger

Nein Krach ist hier eine klare gesetzliche Vorgaben in Dezibel und eben KEINE Geschmackssache, denn in den Genuß dieses "Vergnügens" kommen unbeteiligte - zb Anwohner die nachts schlafen müssen, weil sie morgens arbeiten müssen ...

Die Hersteller haben sich den gesetzlichen Vorgaben zu unterwerfen, genau darum wurden Schalldämpfer erfunden ...

Ob jemand die Schalldämpfer (Endtopf, Mitteltopf) ausbaut oder stattdessen eine Soundanlage installiert - spielt keine Rolle - es entspricht nicht mehr der Bauartbestimmung und die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug erlischt umgehend...

Der Fahrzeugführer fährt also mit einem nicht zugelassenen Fahrzeug.

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@BigBen38

Aber es ist insofern nicht ganz korrekt. Die DB sind im Fahrzeugschein vermerkt, also Standgeräusch und Betriebsgeräusch bei einer bestimmten Umdrehung des Motors. Somit ist das bei jedem Fahrzeug unterschiedlich und unterschiedlich zugelassen. Also "Lärm oder Krach" ist nicht pauschal als Lärm oder Krach zu bezeichnen.

Ich kann mit einem Ferrari auch in der Stadt "heizen" und erzeuge Krach.

Ein Hyundai i30N hat beispielsweise ein Standgeräusch eingetragen von 111 DB.

Ein z.B. Vw T-Roc mit 1,5lTSI hat ein Standgeräusch von 76DB.

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@BigBen38

Wäre mir neu das "Krach" jetzt schon eine Maßeinheit ist. Krach ist sehr wohl von jedem anders zu beurteilen, einfach deshalb weil jeder Mensch gewisse Lautstärken anders wahr nimmt. Nur weil du etwas als Krach empfindest bedeutet es nicht das es alle anderen ebenfalls tun.

Zudem ist eine Modifizierung an der AGA nicht grundsätzlich verboten, es gibt durchaus Möglichkeiten diese anzupassen und im legalen Rahmen zu bleiben. Wenn ich Lust habe meinen Endtopf oder die gesamte AGA zu wechseln und mit einem anderen Sound zu belegen, dann tue ich das und lasse mich gewiss nicht von irgendwelchen Herstellerangaben einschränken die in einem solchen Fall nicht mal von Bedeutung sind. Es gibt einige Möglichkeiten sein Fahrzeug legal anzupassen, die AGA gehört da grundsätzlich mit dazu.

Ich fahre übrigens selbst ein Fahrzeug mit modifizierter Abgasanlage und das zu 100% legal.

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@Kunzinger

Und was war da nun nicht korrekt ?

..."Die DB sind im Fahrzeugschein vermerkt, also Standgeräusch und Betriebsgeräusch"...

Uuuund ? Wie hoch sind die Dezibel mit Soundanlage ? 76 ?!?

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@BigBen38

na, die Werte, die ich hier geschrieben habe waren nur zur Veranschaulichung, zur Erklärung, dass es bei jedem Fahrzeug unterschiedlich ist.

Da ging es glaube ich nicht primär um einen zu hohen DB Wert sondern das Teil also der Soundgenerator hat kein Teilegutachten bzw. man könne es auch nicht eintragen. Also prinzipiell war das eine subjektive Einschätzung/Beurteilung der freien Werkstatt. Und wahrscheinlich haben sich die damit nicht ausgekannt und an die zuständige MA46 verwiesen.

Aber mein Freund ist diesbezüglich ziemlich angeschlagen, weil ihm das viele Nerven und Zeit gekostet hat und Tuning eben sein hobby ist. Das versteht eben nur jemand der eben auch exzessiv Fahrzeugtuning praktiziert. Und er ist eben auf vielen Treffen und will natürlich keinen "Diesel-Sound" haben, was nachvollziehbar ist. und 4 Röhren hinten ohne Sound ist eben auch nicht der Hit.

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@olfinger

Es geht hier aber nicht um AGAs mit ABE oder AGAs die man sich eintragen ließ, hier geht es um AGAs die ohne Eintrag künstlich lauter gemacht werden ...

Ich weiss natürlich nicht wie laut, schätze aber Mal, das der Besitzer das nicht wegen 2DB gemacht hat

Und jede Form von Lärm, die unerwünscht ist, ist unangenehm ...

Egal ob man Dich zwingt im Heinokonzert Nähe an den Boxen zu stehen oder ob man Familien nachts mit seiner Soundanlage aus dem Schlaf schreckt ...

Bei erzwungenen Konzert kannst Du den, der Dich gezwungen hat anzeigen - im Straßenverkehr ist der Lärmverursacher längst ausser Sicht, wenn man nachts aus dem Bett fällt ..

Darum finde ich diese Vorschriften sinnvoll.

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@BigBen38

Ja, da hast du prinzipiell Recht. Aber er wurde ja nicht "auf frischer Tat ertrappt."

Wenn jemand an einer Zivilpolizei vorbeifährt mit Lautem gedöns, egal ob jetzt aus dem Autoradiolautsprechern oder vom Soundgenerator im Auspuff dann erzeugt er in diesem Moment Lärm. Bzw. ist es eine "Lärmbelästigung".

Aber in dem Fall gings ja darum, dass diese Einrichtung da ist, wann und wo er sie benutzt ist doch nicht nachvollziehbar. Er hatte sie vorwiegend auf der Autobahn und auf Tuningtreffen auf abgesperrtem Gelände im Einsatz.

Die freie Werkstatt hat ihn auf gut Deutsch gesagt "verpfiffen".

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@Kunzinger

Der Punkt ist aber, das Dein Kumpel die Soundanlage jederzeit aktivieren könnte - auch nachts um 3 in einer Wohnsiedlung ...

Auf einem Treffen hätte sicher keiner was dagegen ...nur eben nicht im Straßenverkehr ...

Gibt da nur zwei Möglichkeiten - ein Fahrzeug nur für die Treffen - oder eine Anlage die man nur auf dem Gelände beim Treffen einbaut und danach ausbaut (oder halt zumindest vor dem TÜV Termin)

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@BigBen38

ok, danke für deine Antwort! Wir werden mal sehen, wie wir das in Zukunft machen.

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@BigBen38

Ja, war defacto richtig. Ich habe nochmal beim Automobilclub nachgefragt. Die hätten Ihn auch angezeigt. Es ist einfach defacto so, dass es als schwerer Mangel mit "Gefahr im Verzug" deklariert wird und deshalb die Landesregierung das Fahrzeug überprüfen muss, ob der Fehler vom Fahrzeugbesitzer behoben wurde. Jedes Gutachten wird elektronisch archiviert und kann jederzeit von berechtigten Einrichtungen eingesehen werden. Und nach dieser Methode verhindert man eben, dass es Fahrzeuge mit Straßenzulassung gibt, die einen schweren Mangel aufweisen bzw. vor allem mit Gefahr im verzug. Das Bauteil hat keine ABE und auch kein Gutachten, und noch dazu überschreitet es die DB-Grenze.

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@Kunzinger

somit wäre die Frage geklärt, was bisher oft eine Grauzone darstellte, was nachträglich eingebaute Soundgeneratoren betrifft. Sie sind nicht erlaubt.

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@Kunzinger

Die Kosten betrugen dann fürs "Negativgutachten" ~50 EUR, fürs Ausbauen des Soundgenerators ~50 EUR und jetzt braucht er ja wieder eine neue Begutachtung als das Pickerl was er ursprünglich wollte wieder 50 EUR, aber er fährt in eine andere Werkstätte.

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@Kunzinger

Nuja hier zocken die für die Tuv-Plakette 120€ ab ^^

Am besten er baut das Ding so, das er es leicht ein und ausbauen kann - dann kann er jeweils zum Treffen mit Anlage hin und zum TÜV ohne ;-)

Aus Erfahrung lernt man ja ...auch wenn's teuer ist -.-

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Die freie Werkstatt stellt das Fahrzeug nur beim TÜV vor, führt diese Überprüfung allerdings nicht selbst durch. Die Werkstatt kann die Plakette nicht ausstellen, das ist der Job vom TÜV nach bestandener Prüfung. Die Überprüfung erfolgt in der Werkstatt sofern alle notwendigen Geräte vorhanden sind.

Ich bezweifle daher das die Werkstatt eine Anzeige gestellt hat, viel mehr wird der Prüfer diesen Mangel weitergeleitet haben.

Ja, das ist jetzt etwas problematisch, da das in Österreich etwas anders läuft. Also ich kenne das aus youtube Videos von Deutschland, wo der TÜV Prüfer in die Werkstatt kommt und dort das Gutachten ausstellt oder man fährt direkt zum TÜV.

In Österreich ist das anders:

hier mal ein Auszug von einer Homepage:

Der Gesetzgeber delegiert die wiederkehrende Fahrzeugbegutachtung an Werkstätten und an „geeignete Personen“, wie KFZ-Techniker. Daher müssen diese strenge Voraussetzungen erfüllen. So muss die Werkstätte über geeignete Einrichtungen verfügen und eine eindeutig nachvollziehbare Dokumentation über alle Fahrzeugüberprüfungen führen.

https://www.wko.at/branchen/gewerbe-handwerk/fahrzeugtechnik/wer-darf-ueberpruefen.html

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Bei einem schweren Mangel bekommst Du einen Negativbescheid (kostet so viel wie das Pickerl) und musst nach Behebung des Mangels nochmals die Pickerelüberprüfung machen.

Dass eine Werkstatt einen bei der MA46 anzeigt, das habe ich noch nie gehört.

Automatisch muss das Fahrzeug nicht bei der MA46 vorgeführt werden, nur wenn man eine Ladung von denen bekommt.

Bin Wiener und kenn mich mit sowas aus.

Genau, genau,-... endlich versteht mich jemand... na, es ist in dem Fall extrem sonderbar. Der musste aufgrund der Meldung der KfZ freien Werkstatt dann zur MA46. Ist kaum fassbar. Ist aber passiert. Er musste es jetzt ausbauen oder hat es getan, weil er keine "Scherereien" mehr haben wollte.

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@Kunzinger

er hat den Negativbescheid natürlich auch bezahlen müssen und bekommen und dazugesagt und getan, ihn bei der MA46 anzuzeigen.

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