Anzeige bei Hacken ohne Nachfolgen?

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4 Antworten

Beim "Hacken" verletzt man in der Regel den §202a StGB. Dieser ist wie folgt formuliert.


§ 202a Ausspähen von Daten

(1) Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Daten im Sinne des Absatzes 1 sind nur solche, die elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeichert sind oder übermittelt werden.

Quelle: http://dejure.org/gesetze/StGB/202a.html


Allerdings müsste wohl vielmehr der Seitenbetreiber (also in diesem Fall die Facebook Inc.) klagen, da es schließlich dessen Systeme waren, zu denen sich "[..] Zugang [..] unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft [..]" wurde. Die Daten lagen schließlich nicht bei ihrem Exfreund, sondern bei Facebook. Er hat die Daten dort lediglich eingestellt.

Wenn der Freund lediglich seinen Account wiederhaben möchte, sollte er sich an den Support von Facebook wenden, die können seine Zugangsdaten sicher ändern.

Weil mir hat damals ein Anwalt mal gesagt, dass dieser Paragraph nur in Einsatz tritt, wenn mit dem Account unmenschliche und illegale Dinge getan wurden wie z.B. Diebstahl der Daten für den Verkauf an Firmen etc., oder sehr grobe Beleidigung im großen Stil und Bestellungen die der eigentliche Eigentümer des Account's gar nicht haben wollte und sowas - also größere Straftaten halt. Weil in solchen kleinen Fällen wird die Polizei nur den Betreiber der Seite entweder anschreiben dass der Account auf die alte E-Mail Adresse zurückgestuft werden soll oder der Account gesperrt werden soll. Und da meine Freundin ja wirklich gar nichts Schlimmes mit dem Account gemacht hat bin ich mir da jetzt persönlich grade echt unsicher o.o' weil der Anwalt sagt das so wie ich es oben erklärt habe (Bei mir war damals fast genau der selbe Vorfall mit meinem ehemaligen Besten kumpel, nur dass nur er meinen Account gehackt hat und nicht Ich seinen und ich daraufhin Anzeige erstatten wollte. Der anwalt meinte daraufhin das oben erklärte und meinte ich sollte mich erst einmal an den Support dort wenden der meinen Account sperren lassen kann oder zurückstufen kann :/ er meinte auch das eine Anzeige sich nicht wirklich lohnen wird :/)

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@breakchain

Das mag sein, der Paragraph kann aber vom Seitenbetreiber oder dessen Provider (dem die Infrastruktur gehört, auf der das Angebot läuft) in wesentlich größerem Umfang verwendet werden, da die Server, die Du angreifst ja dessen Eigentum sind. Formal machst Du Dich schon strafbar, wenn Du einen Rechner ohne Erlaubnis des Eigentümers "scannst" (Portscan). Ob es verfolgt wird ist dann wieder eine ganz andere Sache.

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Sie soll im offen sagen was passiert ist und dann versuchen das Problem mit dem Support von Facebook zu klären. Die werden dann auf der ehemals eingetragenen Mailadresse um eine Bestätigung bitten und alles Zurücksetzen

btw: es gibt keine "Zauberprogramme" die einfach so die Passwörter knacken, vermutlich hat er ihr Mailpasswort und ist damit immer wieder an den Account gekommen.

Hacken ist nach Paragram §202a des Strafgesetzbuches eine Straftat und kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden. In dem Falle ja, sie kann mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, denn sie hat die Zugangssicherung umgangen und sich damit Zugriff auf ein Konto geschaffen, auf das sie unter normalen Bedingungen keinen Zugriff hatte.

Am besten setzt sie sich mit dem Support von Facebook in Verbindung und erklärt die Situation.

hat sie gehackt oder hat sie das alte passwort gekannt? ich tippe mal das 2te.. und das wird er ihr wohl mal verraten haben.. tja, selbst schuld und hat nix mit hacken zu tun.. du zeigst ja auch keinen wegen einbruch an wenn du ihm vorher den schlüssel gibst.. so, und jetzt geht wieder schön an die frische luft bischen im sandkasten spielen oder macht was anderes sinnvolles.. ihr sollt schließlich irgendwann mal für meine rente sorgen und so wird da nix draus..

Sie hat das neue Passwort nicht gekannt. Aber Sie hat das alte Passwort von ihrem Ex-Freund gekannt und dieses war dem neuen so sehr ähnlich, dass es kein Problem für Sie war das neue rauszubekommen anscheinend :)

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@breakchain

BT §§ 58-358 StGB Abschnitt 15 Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimbereichs genannt. § 220a (Ausspähen von Daten):

(1) Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Daten im Sinne des Absatzes 1 sind nur solche, die elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeichert sind oder übermittelt werden.

und:

§ 303a StGB "Wer rechtswidrig Daten (§ 202a Abs. 2) [ = elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeicherte Daten ] löscht, unterdrückt, unbrauchbar macht oder verändert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

sie sollte sich also schon mal so nen gestreiften Anzug kaufen.. oder einfach drauf *** da ja keine Anzeige vorliegt..

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