Anzeige bei der Polizei - wie läuft das ab?

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7 Antworten

Es gibt keinen Grund vor einer Anzeige bei der Polizei Angst zu haben. Je nach dem worum es genau geht, ist es evtl. hilfreich, vorher bei der Polizei anzurufen, um die Anzeige dann direkt bei einer darauf spezialisierten Abteilung der Kriminalpolizei zu erstatten.

Grds. kann man zu jeder Polizeidienststelle gehen, um eine Straftat anzuzeigen. Abhängig von der Situation wird dann direkt eine Vernehmung durchgeführt.

Wenn es um Missbrauch geht, können ärztliche Gutachten/Untersuchungsergebnisse wichtige Beweise sein, gleiches gilt für eine Aussage des behandelnden Psychologen.

Eine Verhandlung vor Gericht ist notwendig für eine Verurteilung des Angeklagten. Nach dem Grundsatz der Mündlichkeit vor Gericht müssen alle Aussagen und Beweise im Rahmen der Hauptverhandlung gemacht/vorgetragen werden. Nur in Ausnahmefällen kann hiervon abgesehen werden.

Bei der Anzeige machst du erst einmal allgmemeine Angaben zu der Sache. Beweise kann aber muss man nicht unbedingt vorbringen. Je nachdem wie gravierend die Sache ist- also wenn es sich nicht nur um ein Vergehen, sondern um eine Straftat handelt, wird die Kripo informiert und dann wirst du zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zur Vernehmung von dieser vorgeladen. Anschließend wird der Täter zuv Vernehmung vorgeladen. Wenn die Kripo die Ermittlung abgeschlossen hat, geht die Sache zur Staatsanwaltschaft, diese prüft, ob genug Anhaltspunkte für eine Anklage vorliegen. Erst wenn dies so ist, kommt es zur Gerichtsverhandlung.

Die Details, die du hier erwähnst, wiegen schwer und bringen den oder die Betreffende in ziemliche Nöte. Wie schwer die Sache tatsächlich ist, wird sich durch deine Schilderung der Hergänge und denen des "Täters" ergeben. So einen Rummel wie bei Herrn Kachelmann gibt es sicherlich nicht, aber, sollte die Angelegenheit über den Staatsanwalt zu Gericht gehen, wird es kaum zu bewerkstelligen sein, dass du vor dem Richter nicht alles noch einmal im Detail schildern musst. Das wäre dann möglicherweise eine langwierige und nervenaufreibende Tortour für dich. Aber wenn du nach Gerechtigkeit suchst, wird das der einzige Weg dorthin sein.

Der Beschuldigte kann nur angeklagt und verurteilt werden, wenn man die Tat beweisen kann.

Zwar rechnen die Geschädigten damit, dass die Polizei dabei hilft, aber es muß nicht dazu kommen. Die Polizei weigert sich machmal eine Anzeige aufunehmen und schickt den Anzeigenerstatter wieder weg. Die Anzeigenerstatter wissen dann nicht, dass diese Handlungsweise der Polizeirechtswidrig ist und sie direkt die Anzeige zur Staatsanwaltschaft schicken können.

Eine direkte schriftliche Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eireichen würde ich in jedem Fall empfehlen.

Zu dem Verhalten gegenüber der Polizei empfehle ich: Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt.

Kihlu 02.11.2012, 13:25

Ein Sexualdelikt wird bestimmt nicht weggeschickt ;)

Dein letzter Tipp macht die Qualität der Anzeige mit Sicherheit nicht besser!

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PepsiMaster 02.11.2012, 14:13

Wie soll denn diese Antwort dem Fragesteller helfen? Wo ist denn überhaupt der Bezug zur Frage? Du hast das System dieser Internetplattform missverstanden.

"Der Beschuldigte kann nur angeklagt und verurteilt werden, wenn man die Tat beweisen kann"

Für eine Anklage sind noch keine Beweise notwendig.

"Die Polizei weigert sich machmal eine Anzeige aufunehmen und schickt den Anzeigenerstatter wieder weg."

Wie kommst Du zu dieser Behauptung? Sofern eine Straftat vorliegt, nimmt die Polizei auch die Anzeige auf und sofern es die Situation zulässt, wird der Anzeigeerstatter auch direkt zur Sache vernommen.

"Zu dem Verhalten gegenüber der Polizei empfehle ich: Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt"

Was soll ein solches Verhalten bringen, wie soll einem sowas weiterhelfen? Dass Du die Polizei nicht leiden kannst, ist ja inzwischen hinreichend bekannt .. leider auch, dass Deine Antworten meistens falsch und nur selten hilfreich sind, oft ist auch kein Bezug zur Frage erkennbar.

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Irubis 02.11.2012, 18:14

Ziemlich seltsame Antwort und so am Thema vorbei.

Der Beschuldigte kann nur angeklagt und verurteilt werden, wenn man die Tat beweisen kann.

Der Beschuldigte kann angeklagt werden, wenn der Staatsanwalt meint, dass die Anhaltspunkte ausreichen.

Dert Beschuldigte kann verurteilt werden, wenn der Richter von der Tat und Schuld des Angeklagten überzeugt ist.

Die Polizei weigert sich machmal eine Anzeige aufunehmen und schickt den Anzeigenerstatter wieder weg.

Blödsinn. Wenn sie sich weigert dann deshalb, weil kein strafrechtlich relevantres Handeln vorliegt.

Zu dem Verhalten gegenüber der Polizei empfehle ich: Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt.

Mit diesem Ratschlag schickst du jemanden zur Polizei um eine Anzeige zu erstatten? Wie man in den Wald hineinruft,so schallt es hinaus... die Beamten werden dann nur das machen, wozu sie verpflichtet sind und keinen Deut mehr. .

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Gehe zur Polizei, nimm eine Vertrauensperson mit und erzähle denen, was geschehen ist. Wenn Du dann noch eine Bescheinigung vom Psychologen dabei hast, bist Du auf der sicheren Seite.

Eine Befragung vor Gericht lässt sich nicht vermeiden, aber das muss es Dir wert sein !!

Wenn du solche Angst hast, solltest du die Anzeige schriftlich stellen.

Du schreibst auf, was und wen du anzeigen willst, einen nach Möglichkeit detaillierten Sachverhalt und ab damit zur Post an die Staatsanwaltschaft oder Polizei.

Geh doch einfach zur Polizei, die sagen dir dann schon , was Du tun sollst.

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