Anwaltskosten für volljährige aber unterhaltsfordernde Tochter?

9 Antworten

Mal blöd gefragt, den Anwalt hat sie angefordert über einen Antrag auf Beratungshilfe? Den hätte sie ja mit 300 Euro Einkommen auf jeden Fall bewilligt bekommen. Da bezahlt man nämlich erstmal nix für einen Anwalt. Darum versteh ich nicht, warum sie jetzt 600 Euro zahlen soll. Dazu muss man nichtmal Gerichtskostenbeihilfe beantragen, erst wird doch sowieso immer versucht es außergerichtlich zu klären.

Ansonsten, wenn sie diesen Schritt übersprungne hat und sich einfach einen Anwalt genommen hat, kann die Anwältin natürlich das Geld fordern. Vermute sie wird sich auf Ratenzahlung einlassen, anders wird es wohl nicht gehen.

Ja, hier wäre Beratungshilfe eine gute Idee gewesen. Dass seitens des RAs nicht darauf hingewiesen wurde, wirft ein sehr schlechtes Bild auf diese Vertreterin ihres Standes, der wohl ihr eigenes Geld wichtiger zu sein scheint als die Interessen ihrer Mandantschaft.

Für solche Fälle gibt es die Möglichkeit, die zuständige Anwaltskammer über den Vorgang zu unterrichten, die dann eventuell tätig wird und Maßnahmen gegen die Rechtsanwältin einleiten könnte. Dabei ginge es dann aber nicht um euer Geld, sondern ums öffentliche Interesse. Dennoch würde ich anraten, die Anwaltskammer einzuschalten.

Wenn Prozesskostenhilfe beantragt wurde sind alle Kosten gedeckt. Hat Ihre Tochter einen Antrag ausgefüllt und unterschrieben und beim zuständigen Amtsgericht eingereicht ? Wurde die Prozesskostenilfe bewilligt ? Dazu müsste ihre Tochter ein Schreiben bekommen haben. Bitte genau nachfragen. Prozesskostenhilfe gibts nur bei einem Prozess, d.h. ihre Tochter erhält die Beratungshilfe und auch darüber sind die Kosten gedeckt. auf keinen Fall die Kosten anerkennen. Erst mal klären ! Und ggf. nachträglich die Beratungsshilfe beantragen. Möglicheweise hat die Anwältin das vergessen oder will einfach mehr Geld als ihr zusteht. 

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