Anwaltskosten bei Mietrückstand

5 Antworten

Hi, fest teht, daß Du die laufende Mietzahlung nicht bis zum 8. 3. (Fr) geleistet hast, denn der RA schrieb nach dem 11.3. (Mo) den Brief (Zustellung 14.3.). Damit warst Du 2 MM im Rückstand, also greift eine fristlose Kündigung zum 31.3.

Verwundernd ist nur die schnelle Reaktion des Vermieters und kann bedeuten, daß er Dich schnellstens loswerden will. Aus Deiner Zusammenfassung des RA-Schreibens ist nicht ersichtlich, ob trotz eventueller Zahlungen der Mietvertrag beendet ist oder weitergeführt werden wird. Wenn ja, dann gilt die Antwort von @johnny: 3 Monate Kündigungszeit.

Kannst aber trotzdem versuchen, vom Vermieter in einem Schreiben (2-fach, eins für Dich) bestätigen zu lassen, welches Du ihm selbst übergibst und unterschreiben lässt. Vermeide eine Zustellung durch die Post!

  • Bestätigung des Auszugstermins zum 31.3. wegen fristloser Kündigung, Übernahme der Umlagen bis zum 31.3.13. Ablesen und notieren aller Zählerstände, auch Hausstrom, Gaszentralheizung. Zustellung zum Datum der turnusmäßigen Umlageabrechnung, die dann von Dir direkt überwiesen wird. Ferner: Rückzahlung Mietkaution innerhalb gesetzlicher Fristen, spätestens aber nach Umlagenbegleichung. Zur Rücküberweisung der Kaution wird nach der Umlagenzahlung Deine (neue?) Kontoverbindung mitgeteilt.

! Wichtig: Kein Abzug der Umlagen von der Mietkaution. Vom VM unterschrieben bedeutet das für dich: ab 31.3.13, 23:59h keine nachwirkenden Verpflichtungen irgendwelcher Art.

Am 14.03.2013 hatte ich dann Post vom Rechtsanwalt meines Vermieters im Briefkasten. Zusammengefasst stand dort: fristlose Kündigung zum 31.03.2013. Zahlung der ausstehenden Mieten + Anwaltskosten in Höhe von ca. 400 € (Streitwert= 2*Warmmiete+12 * Kaltmiete (Räumungskosten)). Muss ich die Anwaltskosten in voller Höhe tragen?

Ob diese Forderung rechtens ist, können Sie durch einen Anwalt oder Mieterbund prüfen lassen.

Hätte der Vermieter vorher unter Fristsetzung Mahnen müssen?

Mietrückstände müssen nicht angemahnt werden, der Vermieter kann sofort eine Mahnbescheid erstellen lassen.

Meines Wissens wird die fristlose Kündigung unwirksam, wenn ich die Mietrückstände innerhalb von 2 Monaten ausgleiche.

Nicht ganz richtig.

Eine fristlose Kündigung wird unwirksam, wenn man die Rückstände und die laufende Miete bezahlst, eine Frist für die Zahlung ist mir nicht bekannt.

Aber dieses gilt nur, wenn der Vermieter nicht hilfsweise die ordentliche Kündigung ausgesprochen hat und wenn es in den letzten zwei jahren nicht schon einmal zu Mietrückstand kam.

Auch wenn Du fristlos gekündigt bist und Du ausziehen würdest, kann der Vermieter noch Nutzungsausfall bis zu drei Monatsmieten verlangen.

Allerdings würde ich trotzdem gerne zum 31.03.2013 aus der Wohnung raus, da ich nicht länger bei diesem Vermieter wohnen möchte. Ist das möglich, oder muss ich jetzt wieder ordentlich kündigen?

Wenn Du kündigst, gilt die dreimonatige Kündigungsfrist.

Ausziehen kannst Du jederzeit, doch Deinen Vertrag musst Du erfüllen. Wenn es kein Nachmieter gibt musst Du noch für drei Monate Miete zahlen.

Beispiel:

Du wilst kündigen. Wenn die Kündigung bis zuum 4.April( dritter Werktag des Monats) beim Vermieter ist, kannst Du zum 30.Juni kündigen.

Ach ja, sollte es nur eine Monatsmiete Rückstand sein, so ist die Kündigung unwirksam.

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Warum hast du nicht ganz einfach die Märzmiete zum 08.03. bezahlt - das verstehe ich nicht. Du hattest damit am 09.03. 2 offene Monatsmieten und damit kann dich der VM fristlos kündigen.

Du hast die Mieten ausgeglichen, damit ist die Kündigung nicht mehr wirksam - aber wenn dir das öfter passiert, dann kannst du doch gekündigt werden. Die Anwaltskosten musst du nicht zahlen, den hast du ja nicht beauftragt. Die Höhe des Streitwerts ist auch nach m.M. nicht richtig - Warum denn 12*Kaltmiete(Räumungskosten)?

Mahnen muss der VM dich nicht. Mieten sind zum Termin fällig und das weiß auch jeder Mieter.

Wenn du nun aus der Wohnung raus willst, musst du fristgemäß kündigen.

Danke für die Antwort. Ich hatte dem VM gesagt, dass ich meine Kontoauszüge prüfe und dann alles in einem Rutsch überweise. Der VM ist ein Privatmann und war bisher eig. ganz umgänglich. Ich hätte nie damit gerechnet, dass der direkt zum Anwalt rennt. Die Miete ist jetzt natürlich bezahlt. Von mir aus übernehme ich auch die Anwaltskosten für den Streitwert (ca. 900) aus der Summe 2Miete (bin ja selber Schuld). Das sind dann ca. 85 €. Aber ich seh es nicht ein, dem Anwalt über 400 € in den Rachen zu werfen, weil er meint, der Streitwert liegt bei über 5.000 € (2Miete + 12 Kaltmieten). Das kann doch nicht richtig sein.

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@Messerjocke25

Das ist viel Geld für dich und in meinen Augen ist das ungerecht. Aber ich bin kein Anwalt und deshalb denke ich, dass du hier einen solchen zu Rate ziehen solltest.

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